Mieter: Parken vor nachbarswohnung

Hallo zusammen,

ich wohne auf nem Dorf. Als ich einzog sagte mir die ältere Nachbarin „Gell, vor unserm Haus bittschön freilasse, weil do mei Tochter immä Parkkt.“ Man muss sozusagen vor dem haus auf dem gehweg parken.
Nun ist in unser Haus ein neuer Mieter eingezogen und auf der Strasse wird es eng. Also parkt halt hin und wieder jemand auf diesem sozusagen freigelassenen Platz vor dem Nachbarshaus.
Nun bin ich schon vorgewarnt worden, das eben die nachbarin dann auf Ihr Recht pocht, das doch dieser Parkplatz bzw. der Platz vor IHREM Haus frei zu lassen ist.
Wie sieht das überhaupt so rechtlich aus? „Darf“ ich mich als Anwohner (der Strasse) auf dem Gehweg vor Nachbars Haus stellen? Gibt es da soetwas wie Wegerecht oder das Recht des länger dort wohnende oder so?

Gruß
h.

Hi!

Wenn es sich um einen Parkplatz auf der Straße, also um einen öffentlichen Parkplatz handelt, gibt es ein solches Vorzugsrecht selbstverständlich nciht.
Du kannst dort parken, ich würde der Nachbarin jedoch ein einziges mal vorher bescheid sagen, dass eben durch die neuen Nachbarn die Straße nun so voll ist, dass Du, falls Du keinen anderen Platz mehr findest, eben nun ab und an dort parken wirst. Fertig. Diese Diskussion hatte ich auch mal. 8 Jahre lang, bis der alte Sack gestorben ist, was mir dann auch irgendwie leid tat…

Grüße,

Mathias

Hallo,

Wenn es sich um einen Parkplatz auf der Straße, also um einen
öffentlichen Parkplatz handelt, gibt es ein solches
Vorzugsrecht selbstverständlich nciht.

Ist halt normal an der Strasse/Strassenrand. Keine eingezeichneten Flächen oder so. Also ist das schon mal OK :wink:

Du kannst dort parken, ich würde der Nachbarin jedoch ein
einziges mal vorher bescheid sagen, dass eben durch die neuen
Nachbarn die Straße nun so voll ist, dass Du, falls Du keinen
anderen Platz mehr findest, eben nun ab und an dort parken
wirst. Fertig. Diese Diskussion hatte ich auch mal. 8 Jahre
lang, bis der alte Sack gestorben ist, was mir dann auch
irgendwie leid tat…

Eben. Ich hab auch die „BefürchtunG“ das dann die alt eingesessene Nachbarin anfängt mit „Hausrecht“ oder „Wegerecht“ oder sowas (eben diese Schrebergärten mentalität). Naja, mal abwarten. Danke erstmal.

Gruß
h.

Hallo,

Wenn es sich um einen Parkplatz auf der Straße, also um einen
öffentlichen Parkplatz handelt, gibt es ein solches
Vorzugsrecht selbstverständlich nciht.

Ist halt normal an der Strasse/Strassenrand. Keine
eingezeichneten Flächen oder so. Also ist das schon mal OK :wink:

Du kannst dort parken, ich würde der Nachbarin jedoch ein
einziges mal vorher bescheid sagen, dass eben durch die neuen
Nachbarn die Straße nun so voll ist, dass Du, falls Du keinen
anderen Platz mehr findest, eben nun ab und an dort parken
wirst. Fertig. Diese Diskussion hatte ich auch mal. 8 Jahre
lang, bis der alte Sack gestorben ist, was mir dann auch
irgendwie leid tat…

Eben. Ich hab auch die „BefürchtunG“ das dann die alt
eingesessene Nachbarin anfängt mit „Hausrecht“ oder
„Wegerecht“ oder sowas (eben diese Schrebergärten mentalität).
Naja, mal abwarten. Danke erstmal.

Mathias hat recht. Wenn es öffentliche Flächen sind, kannst Du das Auto abstellen, wenn die Fläche frei ist. Es gibt an öffentlichen Flächen oder Parkplätzen kein „Hausrecht“ und ein „Wegerecht“ gibt es bekanntlich für die Überfahrt über ein fremdes Grundstück (soweit eingetragen), nicht aber für parkende Fahrzeuge.

Gruss Günter

Hi!

Wenn es sich um einen Parkplatz auf der Straße, also um einen
öffentlichen Parkplatz handelt, gibt es ein solches
Vorzugsrecht selbstverständlich nciht.

Ist halt normal an der Strasse/Strassenrand. Keine
eingezeichneten Flächen oder so. Also ist das schon mal OK :wink:

Ja.

Du kannst dort parken, ich würde der Nachbarin jedoch ein
einziges mal vorher bescheid sagen, dass eben durch die neuen
Nachbarn die Straße nun so voll ist, dass Du, falls Du keinen
anderen Platz mehr findest, eben nun ab und an dort parken
wirst. Fertig. Diese Diskussion hatte ich auch mal. 8 Jahre
lang, bis der alte Sack gestorben ist, was mir dann auch
irgendwie leid tat…

Eben. Ich hab auch die „BefürchtunG“ das dann die alt
eingesessene Nachbarin anfängt mit „Hausrecht“ oder
„Wegerecht“ oder sowas (eben diese Schrebergärten mentalität).

Sie hat keines dieser „Rechte“. Du kannst ihr ja im Zweifelsfall die Straßenverkehrsordnung zu lesen geben…

Naja, mal abwarten. Danke erstmal.

Gerne. Viele Erfolg und Grüße,
Mathias

Mieter: Parken vor Nachbarswohnung
Saletti h

Wie Günter und Mathias schon sagten, habt Ihr beide die gleichen Rechte, dennoch tippe ich, dass Du der erste bist, der eine „Knolle“ kriegt, wenn die Zimtz… äh Nachbarin mal die Pozilei rufen sollte.

Begründung: Parken auf dem Gehweg!

Tschau
PG

Hallo,

Wie Günter und Mathias schon sagten, habt Ihr beide die
gleichen Rechte, dennoch tippe ich, dass Du der erste bist,
der eine „Knolle“ kriegt, wenn die Zimtz… äh Nachbarin mal
die Pozilei rufen sollte.

Begründung: Parken auf dem Gehweg!

Hmm, wenn da diese ich glaub 1,5m Platz sind müsste es doch gehen, oder ?! Wie gesagt: Die Strasse an sich steht ja voll :wink:

Hallo

Parken auf dem Gehweg ist immer (!!!) verboten, wenn es nicht ausdrücklich erlaubt ist!!!

Gruß
HaWeThie

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Hallo!

Aaaalso: Der Gehweg ist kein Parkplatz. Auch nicht für die Anwohner. Die Straße ist öffentlicher Raum. Am Straßenrand darf jedermann parken (sofern es weder Park- noch Halteverbot gibt und keine Hydranten o. ä. zugestellt werden). Einen Anspruch auf den Parkplatz vor der Haustür hat man i. a. nicht (von Fällen der Reservierung für Körperbehinderte einmal abgesehen). Die Leute pochen auf Rechte, die es nicht gibt.

Aber „up’n Dörp“ ist das ansonsten überall gültige Recht oft nicht mehr als eine unverbindliche Empfehlung. Man lebt mit Selbstgeschnitztem. Du hast es nicht mit Rechtsfragen zu tun, sondern viel schlimmer mit Gewohnheiten und mit vermeintlich durch Geburt erworbenen „Rechten“.

Ich wohne seit ein paar Monaten auf dem Dorf. Ich überlege, ob sich aus den Geschichten ein Buch machen läßt. Geradezu unglaublich, was in einem winzigen Kaff, wo seit Jahrzehnten kein frisches Blut reingekommen ist, einschleift. Ein Zugereister bleibst Du. Dieser und jener gehört nicht ins Dorf, hörte ich. Warum nicht? Ist er auch gerade erst hergezogen? Jau, '48 mit der Bodenreform… Dazu fällt einem dann nichts mehr ein. Doch, vielleicht dies: Rücken gerade machen. Keinen Stunk anfangen, aber deutlich zu verstehen geben, wie es ab sofort läuft und basta. Das verstehen die Leute. Lange diskutieren und überhaupt Argumente kannst Du vergessen.

Gruß
Wolfgang

Hallo,

danke erstmal für Deine (und eure) Antworten.

Aaaalso: Der Gehweg ist kein Parkplatz. Auch nicht für die
Anwohner. Die Straße ist öffentlicher Raum. Am Straßenrand
darf jedermann parken (sofern es weder Park- noch Halteverbot
gibt und keine Hydranten o. ä. zugestellt werden).

Aeh, an der Stelle hab ich dann aber ein verständnisproblem :wink:
Wenn ich also vor meiner Wohnung mit zwei meiner vier Räder auf dem Gehweg stehe (also wiederrechtlich, da kein Parkplatz) und mit den anderen beiden auf der Strasse (=öffentlicher Raum, also erlaubt) ist das halb zulässig…?!
Würde für mich erklären warum einige komplett auf der Strasse und nicht halb auf dem Gehsteig stehen :wink:

Dabei würde dann aber wieder so eine Geschichte von etwas weiter oben zum tragen kommen: Wenn auf beiden Seiten nun Autos stehen und beide komplett auf der Strasse stehen (weil auf dem Gehsteig parken darf man ja nicht) und diese somit aber den Durchgangsverkehr behindern würden (weil Omma Schmitt is ja zu faul das Auto, welches lediglich Morgens zum Einkaufen in den 100m entfernten Spar-Markt bewegt und dann den ganzen restlichen Tag auf der Strasse stehengelassen wird, in den Hof mit der riesen Garage zu fahren) müsste man auf der Wiese vor dem Dorf parken oder wie? Ok, es ist etwas übertrieben/überspitzt, geb ich zu, aber eine gewisse ironische Zwickmühle isses schon…

Ich wohne seit ein paar Monaten auf dem Dorf. Ich überlege, ob
sich aus den Geschichten ein Buch machen läßt.

Au ja! Da ich vom Dorf in die Stadt und wieder aufs Dorf gezogen bin kann ich da bestimmt so einiges beisteuern. Würd mich als Co-Author anbieten :wink:!

kein frisches Blut reingekommen ist, einschleift. Ein
Zugereister bleibst Du. Dieser und jener gehört nicht ins
Dorf, hörte ich. Warum nicht? Ist er auch gerade erst
hergezogen? Jau, '48 mit der Bodenreform… Dazu fällt einem
dann nichts mehr ein.

Kleiner Tipp: Es hilft ungemein in mindestens drei Ortsansässigen vereinen zu sein! Man sollte sich da dann öfters mal blicken lassen, zu Weihnachten was schönes backen und schon klappts auch mit dem Nachbarn (mit dem man dann im Sommer um die Wette radeln muss :wink:) )…

Doch, vielleicht dies: Rücken gerade
machen. Keinen Stunk anfangen, aber deutlich zu verstehen
geben, wie es ab sofort läuft und basta. Das verstehen die
Leute. Lange diskutieren und überhaupt Argumente kannst Du
vergessen.

Ok.

gruß
h.