Hallo Rudi,
na das ist aber auch höchst ungerecht, da soll dir jemand ein ganzes Haus für umme verschaffen und will dann auch noch für einen Rat, für den der voll in der Haftpflicht steht, tatsächlich auch noch Geld.
Sorry, aber hier geht es doch wirklich um richtig viel Kohle und da willst du dich hier auf Laienrat beschränken, für den im Zweifel niemand gerade stehen wird, bloß um die paar Kröten für den Anwalt oder Notar zu sparen? Und riskierst damit dann, hinterher schon andere Erben auszahlen zu dürfen und andernfalls vermeidbare Erbschaftssteuer zu zahlen!
Natürlich gibt es sinnvolle Konstruktionen, Steuern zu minimieren und Erbverteilungen zu optimieren. Dies ist aber immer nur im konkreten Einzelfall möglich und Sache für einen - haftpflichtversicherten - Profi. Alles andere ist bei solch großen Summen einfach nur unverantwortliche Dummheit.
Die "Umgehungsmethodiken" zum gesetzlichen Erbrecht und Erbschaftssteuerrecht sind ein sehr diffiziles Thema, dass ganz klar vom Gesetzgeber nicht gewollt und daher anfällig für Rechtsstreitigkeiten ist. Mal ganz abgesehen davon, dass übergangene Erben häufige Gäste im Gerichtssaal sind.
Wenn du dich vorab einfach ein wenig umhören möchtest, solltest du mal in Richtung Vorerbe/Nacherbe, Enterbung, Pflichtteilsrecht,Jastrowsche Klausel, Vorvermächtnis etc. schauen. Glaube aber als Laie nicht, dass du dies auch nur annähernd verstehen wirst. Mehr als einen Eindruck kann man sich da nicht verschaffen. Noch weniger wirst du in der Lage sein, hieraus ein gerichtssicheres Testament zu bauen. Selbst Standardwerke für Profis haben mehrere hundert Seiten im Kommentarstil!
Gruß vom Wiz, der ganz verwerflich von seiner geistigen Arbeit auf diesem Gebiete lebt und noch nie von einem Mandanten gehört hat, dass er die für ihn erstellte Erbregelung auch selbst hinbekommen hätte
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