Vermieter

Hallo Zusammen,

ehe ich nun ein Magengeschwür bekomme, möchte ich hier einige Fragen zum Verhalten eines (unseres) Vermieters stellen.

Wir haben ein großes Haus mit großem Garten gemietet und haben leider einen Vermieter erwischt, der ein unmögliches Verhalten an den Tag legt.

Hier einige Beispiele:
Ohne Ankündigung wird Baumaterial im Vorgarten gestapelt und auf Nachfrage erhält man keine Antwort. Wenige Tage später wird das Haus eingerüstet und gestrichen, auch hier ohne Ankündigung.
Der Garten darf tagelang nicht von den Kindern genutzt werden, da ja gestrichen wird.
Ebenso verhält es sich mit vielen anderen Dingen:

  1. Der Balkon soll gerichtet werden, was ja auch ok ist. Auf unsere Frage allerdings, wann damit begonnen wird (damit wir dann die Blumenkästen abhängen können), kommt die pampige Antwort, dass er uns das nicht sagen müsse. Wenn er Zeit habe, dann würde er beginnen ob uns das passt oder nicht, das sei ihn egal. Schließlich gehöre das Haus ihm.
  2. Er schneidet Sträucher, Hecken und Bäume, wie es ihm passt. Auch hier ohne Ankündigung und unsere Einwendungen werden übergangen.
  3. Er steht minimum 2x im Jahr vor der Türe und will zutritt zum Garten haben, damit er Nachbars Hecke kontrollieren kann (das ist kein Witz!).

Die Liste lässt sich beliebig vortsetzen.
Was das alles erschwert, ist, dass er ein äußerst jähzorniger und rechthaberischer Mensch ist, der auch vor Gewaltanwendung und Sachbeschädigung nicht zurück schreckt!

Wir sind eigentlich recht gutmütige Leutchen und haben bisher nicht viel dazu gesagt (wegen der unmöglichen Antworten). Aber allmählich sind wir es leid.
Wir zahlen jeden Monat eine Menge Miete, pünktlich und zuverlässig. Trotzdem vermittelt er einem immer wieder, dass man eigentlich nur von ihm geduldet wird, weil es ja alles ihm gehört.
Sagt man was (freundlich), dann bekommt man die Antwort, dass man ja ausziehen könne, wenn uns was nicht passe. Wir seien nicht die einzigen ordentlichen Mieter und er könne das Haus sofort wieder vermieten. Wenn wir weiter hier wohnen bleiben wollen, dann müssten wir das akzeptieren!

Kann mir einer von euch sagen, wie hier eigentlich die rechtliche Lage aussieht (und vielleicht auch, wie man mit solch einem Menschen umgehen soll)?

Freundliche Grüße

Pooch

Hallo,

ich kann dir nicht viel helfen, sicher können andere mehr sagen, mit Sicherheit kann dir ein Rechtsanwalt des Miterschutzbundes was dazu sagen.

Wegen Garten und Balkon/Terassen Blockade (ich glaube der Bruder deines Vermieters ist mein Vermieter), in meinem Mietvertrag steht „nur“ Gartenmbenutzung oder -nutzung. Laut einem befreundeten Rechtsanwalt hat der Vermieter damit nicht die ganze Verfügungsgewalt über den Garten euch überlasssen und kann dann durchaus von euch eingesetzte Pflanzen einfach rausreissen, euch verbieten dort etwas zu errichten, oder irgendwas im Garten abladen.

Bei grösseren Renovierungsarbeiten musst du aber in einer gewissen Frist informiert werden.

Mehr kann ich leider nicht sagen.

Allerdings wirst du dich, sobald du dieses Problem von der faktischen und rechtlichen Seite angehst, nach einem neuen Haus umsehen müssen. Da ich auch ein solches Exemplar Vermieter habe, kann ich dir nur sagen das dieses Verhalten reiner Eigensinn und Machtdemonstration ist. Mit Fakten oder Logik kommst du da überhaupt nicht weiter.

Den Spruch „ich kann das Haus jederzeit neu vermieten“ kenne ich auch. Ich habe bei solchen Typen immer das Gefühl das deren Welt in „Besitzer“ und „Mieter“ gespalten ist. Wobei die Mieter ein urgewaltiges Interesse daran haben, das Eigentum des Besitzers zu zerstören - und deshalb muss man da jederzeit ein Auge drauf haben.

Grüsse
Helena

Hi!

Generell muss man als Vermieter sein Kommen und den Grund dafür rechtzeitig ankündigen.
Einfach vorbeischauen ist nur bei sog. „Gefahr im Verzug“ möglich, also z.B. bei Hagelschaden am Dach und somit der Gefahr von massiven Folgeschäden, wenn nicht sofort reagier wird.

So wie ich mich entsinne, ist es wohl o.k., wenn der Vermieter sein Kommen oder auch geplante Arbeiten am Objekt wie in Eurem Falle das Streichen der Fassade einige Wochen vorher ankündigt und, falls die Anwesenheit des Mieters erforderlich ist, 3 Terminvorschläge macht.

Was bei Euch passiert ist m.E. typisch für den kleinkarierten Erben, der das Haus aus finanziellen Gründen vermieten muss, dies jedoch für sich nicht akzeptieren kann und daher den Mieter als lästiges Übel und „minderwertig“ (da ja kein Hausbesitzer so wie er selbst) ansieht.

Mein Tip: ausziehen.

Grüße,

Mathias

Hallo Mathias.

So wie ich mich entsinne, ist es wohl o.k., wenn der Vermieter
sein Kommen oder auch geplante Arbeiten am Objekt wie in Eurem
Falle das Streichen der Fassade einige Wochen vorher ankündigt
und, falls die Anwesenheit des Mieters erforderlich ist, 3
Terminvorschläge macht.

Gut zu wissen.
Es geht uns nicht darum, dass wir ihn behindern möchten, sondern einfach darum, dass geeignete Maßnahmen getroffen werden können. Ich reagiere auf Farbgerüche nämlich allergisch.

Was bei Euch passiert ist m.E. typisch für den kleinkarierten
Erben, der das Haus aus finanziellen Gründen vermieten muss,
dies jedoch für sich nicht akzeptieren kann und daher den
Mieter als lästiges Übel und „minderwertig“ (da ja kein
Hausbesitzer so wie er selbst) ansieht.

Leider ist er nicht der typische Erbe. Ganz im Gegenteil, er hat einige Häuser und Wohnungen, die er alle vermietet hat (meistens an Ausländer).

Mein Tip: ausziehen.

So einfach ist das leider nicht.
Ich habe mir hier meine berufliche Existens aufgebaut und habe den Vorteil, dass ich im Haus arbeiten kann.

Freundliche Grüße

Pooch