Der Anteil am Nationalvermögen fällt meiner Meinung nach jedem Menschen durch Zugehörigkeit zur Nation zu.
Ich glaube gerne, dass dieses Recht noch nirgendwo schriftlich formuliert wurde.
Der Reichtum einer Nation sind z. B. das Land und die Natur, die darauf befindlichen Werte, sofern sie nicht rechtmässig anderen gehören und alles sonstige Vermögen der Nation.
Die Menschen selbst gehören natürlich niemandem. Freikauf-Summen für das Verlassen des Landes sind der Beweis, dass eine volksfeindliche Oligarchie am Herrschen ist. Das ist sicherlich oft so gewesen. Begründet wurde dies vielleicht manchmal (Beispiel DDR) damit, dass der Betroffene viel (vom Staat) erhalten habe. Aber ist nicht schon das Geben mit dem Hintergedanken der Vereinnahmung und Anbindung systematischer Betrug und Entzug der Freiheit auf Raten ?
Der derzeit anzutreffende Zustand ist folgender: Das Vermögen der Nation hat einen bestimmten realen Wert.
Dem realen Vermögen der Nation steht ein Geflecht, meistens eher ein wildes Gestrüpp von Besitzverhältnissen und Vermögensverteilungen innerhalb der Nation gegenüber.
Die Position des einzelnen in diesem Vermögens- und Finanzgestrüpp ist eher zufällig, geprägt durch Geburt und Zufälle.
Die Nation zerfällt dadurch in mehrere Gruppen. Die Gruppe, die sich glücklich schätzen kann, ist diejenige, die in dem Finanz- und Vermögensverteilungsgestrüpp eine solche Position einnimmt, die ihnen das Gefühl ermöglicht, am Vermögen der Nation teilzuhaben. Bei anderen ist dies wiederum überhaupt nicht der Fall, anderen wieder ist es egal.
Es widerspricht jeder vernünftigen und zivilen Vorstellung, dass diese mehr oder weniger zufällige Teilhabe am Vermögen der Nation gerecht und ohne korrigierendes Element sein soll.
Meiner Meinung nach steht jedem Mitglied der Nation ein Fluchtanteil zu - der auf seine Person entfallende Anteil am Nationalvermögen als ganzes unbeachtet aller sonstigen (mehr oder weniger legitimen) Vermögens- und Besitzverhältnisse. Die Komplexität der Finanzierungsinstrumente und internationale Verflechtung der Finanzorgane lassen die praktische Bewerkstelligung ohne weiteres als möglich erscheinen. Es kommt nur auf den politischen Willen an.
Die Möglichkeit, seinen Anteil zu nehmen und zu gehen, würde einen ganz anderen Druck auf die Erhaltung und Erneuerung der inneren und äusseren Freiheit erzeugen als die in hohem Maße lächerlichen „demokratischen Wahlen“. Sicherlich würde das jetzige System sehr stark erschüttert werden, aber ich glaube nicht, dass es auf Dauer -zig Millionen Einsiedler in Einfamilienhäusern geben würde, die nichts mehr machen wollen. Im Gegenteil. Der jetzige Frust beruht doch auf dem Gefühl von vielen, sich nicht in ein funktionsfähiges Gemeinwesen lohnend einbringend zu können.
Torsten
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