ich bräuchte mal Euren Rat.
Mein Schwiegervater lebt seit einigen Jahren in einem Altenpflegeheim ( div. Schlaganfälle/Alter, Pflegestufe III )ca. 2,5 Autostunden von uns entfernt in seinem Heimatort.
Seit ca. einem Jahr hat er einen vom Gericht bestellten Betreuer.
Grund: Das Heim frisst zuviel Geld, das Eigenheim ( nicht genutzt )soll verkauft werden. Lt. Aussage des Richters, DRINGREND!
Wir wurden für die Betreuung gar nicht erst in Erwägung gezogen!
Der Betreuer kümmerte sich weder darum, dass das Haus verkauft wird, noch um irgendwas sonst. Zudem hat er z.B. meinem Mann Hausverbot erteilt im Eigenheim seines eigenen Vaters ( wurde auf Anweisung meines Schwiegervaters wieder rückgängig gemacht ). Das Haus war bis dato voll möbliert und in dem Zustand, indem es der Schwiegervater vor Jahren verlassen hatte ( Dokumente, Grundbuchauszug, etc. alles drin ).
Geplant war ( vor einem Jahr ), Schwiegervater kommt in unsere Nähe, Haus wird verkauft, oder vermietet. Das war sein Wunsch.
Nun hat sich durch Zufall ein Mieter gefunden ( Hausmeister des Heims ).
Wieder Zufall war, dass mein Mann heute hingefahren ist, mal nach dem Rechten sehen wollte. Was er sah, liess ihn doch ein- bis siebenmal stutzen.
In der Einfahrt Gestrüpp und abgeholzte Bäume, viele Menschen, die ganz fleissig am ausräumen waren ( Mäbel, etc. ). Auf Anfrage meines Mannes, stellten sie sich als die neuen Mieter vor. Sie werden am 01.08. einziehen. Und für 1 Jahr (!!) mietfrei wohnen, da sie kleine Reparaturen selbst machen. Grössere Dinge müssen von meinem Schwiegervater bezahlt werden.
Die Möbel und auch sonst der gesamte Inhalt des Hauses werden entsorgt, innen wird renoviert ( andere Fliesen, Rauhputz in Küche, etc. ) Und das alles in Absprache mit dem Betreuer.
Ausserdem wäre ja mein Mann informiert worden, aber er hatte kein Interesse, irgendetwas zu holen, oder sich zu kümmern ( Aussage Betreuer!!)
Niemand ist informiert worden!
Meine Frage: Was kann man tun? Welchen Weg kann man gehen?
Da der Betreuer ständig lügt und sich rausredet und der Richter ihm mehr Glauben schenkt, als meinem Mann, hat der direkte Weg wohl wenig Sinn.
Was darf ein Betreuer?
Ich danke Euch fürs lesen und bitte um Entschuldigung, dass mein Posting so lange geworden ist, dies war eh nur die Kurzform:smile:
Ja ja, habe schon oft von solchen negativen Vorfällen mit amtlich bestellten Betreuern gehört. Machen können wirst du da fast nix.
Übrigens gibt’s im Fernsehen dazu jede Menge Tipps und Reportagen. Ein Linkhinweis wäre: http://search.ard.de/cgi-bin/htsearch?config=%2Fard%…
Glaube in Deutschland nicht mehr ans „Recht bekommen“, deshalb sei stark und halte durch!
Viele Grüße
—> Mayo
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Meine Frage: Was kann man tun? Welchen Weg kann man gehen?
Da der Betreuer ständig lügt und sich rausredet und der
Richter ihm mehr Glauben schenkt, als meinem Mann, hat der
direkte Weg wohl wenig Sinn.
Also jetzt mal Ernst, was meinst du denn, was man dir sonst für einen Rat geben sollte? Den Betreuer mit einer 45er aus dem Weg räumen?
Es gibt zum Glück bei uns für alles einen Rechtsweg, und den beschreitet man in solchen Fällen. Hier muss man sich an das zuständige Vormundschaftsgericht wenden und sich über den Betreuer entsprechend beschweren und eine neue Betreuerbestellung beantragen. Dabei deutlich machen, dass der bisherige Betreuer nicht im Wohl des Betreuten agiert und hier vermutlich finanziell bedeutende Dinge ohne bzw. abweichend von vormundschaftsgerichtlichen Genehmigungen ablaufen. Wenn du dich selbst da nicht drantraust, gehe zu einem Kollegen vor Ort, der dies übernehmen wird.
Ich arbeite selbst eng mit einer Berufsbetreuerin zusammen und übernehme für sie alle Rechtsstreitigkeiten rund um die Betreutren. Und es ist an der Tagesordnung, dass wir gegen frühere Betreuer vorgehen müssen. Dies geht hin bis zu Strafanzeigen wegen Diebstahl, Betrug, Veruntreuung, Unterschlagung, Missbrauch, Körperverletzung, etc. qier durchs gesamte StGB. Und Vormundschaftsgerichte wie auch Staatsanwaltschaften verstehen da überhaupt keinen Spaß, was schon einige Leute erfahren mussten, die das Betreueramt ein wenig „locker“ gesehen haben.
Also jetzt mal Ernst, was meinst du denn, was man dir sonst
für einen Rat geben sollte? Den Betreuer mit einer 45er aus
dem Weg räumen?
Ich dachte schon eher an eine gewaltfreie Lösung, aber Du bringst mich da auf eine Idee *g*
Es gibt zum Glück bei uns für alles einen Rechtsweg, und den
beschreitet man in solchen Fällen. Hier muss man sich an das
zuständige Vormundschaftsgericht wenden und sich über den
Betreuer entsprechend beschweren und eine neue
Betreuerbestellung beantragen.
Beschwert haben wir uns mehrmals, auch schriftlich. Antwort blieb aus, Reaktion auf Telefonate: " Mit diesem Betreuer arbeiten wir seit 150 Jahren zusammen, was der macht ist also richtig. Was Sie aussagen kann demnach gar nicht stimmen."
Mein Mann würde die Betreuung jederzeit übernehmen.
Aussage vom Richter heute, schriftliches ( vom Vater unterzeichnetes ) genügt nicht, am Montag müssen beide bei Gericht erscheinen. Der Vater hat die totale Panik davor. Ich hoffe, er geht hin.
Dabei deutlich machen, dass der
bisherige Betreuer nicht im Wohl des Betreuten agiert und hier
vermutlich finanziell bedeutende Dinge ohne bzw. abweichend
von vormundschaftsgerichtlichen Genehmigungen ablaufen. Wenn
du dich selbst da nicht drantraust, gehe zu einem Kollegen vor
Ort, der dies übernehmen wird.
Hab inzwischen eine Adresse bekommen von einem auf Betreuungsrecht spezialisierten Anwalt. Hab ihm auf Band gesprochen. Ich hoffe, er ist nicht gerade in Urlaub.
Ich danke Dir für Deine Antwort.
Beste Grüsse
Tanja