T-Online und die RA Seiler § Kollegen

Auch ich darf mich über ständige Post der RAe Seiler & Kollegen erfreuen.

Im November 1999 beantragte ich eine ISDN-Flaterate, bei der ich 24 Std. am Tag online sein konnte. Kurz danach erhielt ich Rechnungen, in denen nicht nur die Flaterate berechnet wurde, sondern auch die gesamten Onlinezeiten extra berechnet wurden.

Ich reklamierte die Rechnung telefonisch, mit der Bitte um Erstattung des zuviel eingezogenen Betrages in Höhe von damals ca. 330,00 DM.

Aber leider bekam ich den Betrag nie erstattet und die Rechnungen wurden weiter „Doppelt“ berechnet.

Unzählige Telefonate folgten - immer die Zusage von der Telekom, sich darum zu kümmern und den Fall zu klären.

Ich bakamm immer wieder verschiedene Faxnummern genannt, zu denen ich den Sachverhalt auch schriftlich schickte.

Zwischendurch immer wieder Anrufe von mir. Einmal kam dann heraus, dass sie mir eine DSL-Flaterate eingerichtet hatten, wobei ich aber nur ISDN hatte (bis dahin wusste ich nicht mal, was DSL ist-geschweige denn war T-Online in der Lage, in unserem Ort einen solchen Anschluss anzubieten). ich bekam dann endlich die ISDN-Flaterate, leider nicht mehr für 24 Std./täglich (wie ursprünglich abgeschlossen), sondern nur noch für 90 St. / Monat.

Der Schriftverkehr zog sich raus - einmal eine Pause von 1 Jahr - bis September 2002.
Dann erfolgte ein Schreiben der netten Herren Seiler & Kollegen.

Telfonisch versuchte ich sie zu erreichen, gab aber nach 5 Minuten Bandansage „bitte warten“ entnervt auf.
Also setzte ich mich hin und erläuterte ihnen alles noch mal schriftlich und schickte ihnen ein Fax (Anlage Schriftverkehr ca. 30 Seiten)
Ich gab noch mal zu verstehen, dass ich die Mahnbeträge (mittlerweile € 1.100,00 - obwohl ich den Anschluss schon seit Mai 2001 gar nicht mehr habe) nicht durchschaue und bat abermals um eine Aufstellung.

Auch gab ich zu verstehen, dass der Schriftverkehr mit der Telekom / T-Online völlig einseitig verlieft, denn ich bekam NIE eine Antwort.

Kurz darauf erhielt ich ein Schreiben der RAe Seiler & Kollegen, in dem man mich um Geduld bat, bis sie den Sachverhalt geklärt hätten. Bis dahin würde man keine weiteren Maßnahmen gegen mich ergreifen und mich schriftlich informieren.

Dieses Scheiben bekam ich im Oktober 2002…und wartete geduldig.

Bis vor ca. 4 Wochen dann ein Mahnbescheid ins Haus flatterte.

Nun habe ich die Faxen echt dicke!!! Ich habe alles meinem Rechtsanwalt übergeben.
Der hat dem Mahnbescheid widersprochen.

SOFORT kam ein erneutes Schreiben der RAe Seiler & Kollegen, in dem man mich aufforderte, den Widerspruch auf dem beigefügten Formular zurück zu nehmen. Ansonsten käme mich die Angelegenheit sehr teuer zu stehen…blablabla…und sie würden mir doch auch gerne Ratenzahlung anbieten, falls ich finanzielle Schwierigkeiten hätte (wie nett!) Fristsetzung bis Ende Juli 2003!

Anruf bei meinem Anwalt: Wir reagieren nicht - sind nur die üblichen Einschüchterungsversuche.

Warum haben sie nicht das Schreiben meinem Rechtsanwalt geschickt? Der hat doch auch dem Mahnbescheid widersprochen. Ob der die Masche vielleicht durchschauen könnte? Versucht man es doch lieber bei der „dummen“ Privatperson.

Also, ich folge dem Rat meines Anwalt, denn wenn der sagt: Machen SIe sich keine Sorgen", dann mache ich mir auch keine.
Wird wahrscheinlich zum Prozess kommen.
Diesem sehe ich gelassen entgegen, denn in den Händen meines Anwalts fühle ich mich recht sicher (so sicher wie damals, als es Probleme mit dem Arbeitsamt wegen Konkursausfallgeld gab - auch da bekam ich mein Recht)

Ich kann nur den Rat geben: Habt keine Angst vor großen Unternehmen!!! Hebt alle Unterlagen auf! Macht euch Notizen über Telefonate. Und geht spätestens bei Eintreffen des Mahnbescheides zum Rechtsanwalt (vielleicht auch eher - erspart Bauchschmerzen).

Glaubt nicht, dass solche Anwälte wie Seiler & Kollegen oder gar die Inkassobüros sich die Mühe machen, den Sachverhalt zu klären.
Alles läuft ausschließlich über Serienbriefe und Einschüchterungsversuche!

Ich hoffe, dass ich denen, die ähnliche Probleme haben, ein wenig helfen konnte.

Hallo,

ich beglückwünsche Dich zu Deinem Vorgehen.
Grund: Ich sehe in dem Verhalten der Telekom/T-Online fast schon betrügerische Absichten: Ich kenne etliche Fälle (mich eingeschlossen), bei denen nach der Erteilunge eines Flat-Rate-Anschlusses munter auch die Gebühren für den eco-Tarif abgebucht wurden. Für mich sieht das nach einem System aus. So viele Zufälle bzw. Einfaches Übersehen/Falschen Klick gemacht kann es nicht geben!

Hast Du die ISDN-Flatrate per Telefon bestellt? Beim nächsten Mal unbedingt schriftlich machen, am Telefon versprechen die Mitarbeiter einem ALLES!
O-Ton: „Ihr Anschluss wurde auf die Flatrate umgestellt“, Nachfrage: „Es ist jetzt also wirklich die Flatrate drin, ich surfe also nicht mehr über den Minuten-Takt-Anschluss“, Antwort: „Ja, keine Sorge…“

Wird Zeit, dass denen endlich mal jemand in den A… tritt.

Grüsse
Andreas

Hallo!

Warum haben sie nicht das Schreiben meinem Rechtsanwalt
geschickt? Der hat doch auch dem Mahnbescheid widersprochen.
Ob der die Masche vielleicht durchschauen könnte? Versucht man
es doch lieber bei der „dummen“ Privatperson.

Das ist eigentlich ein Verstoß gegen anwaltliches Standesrecht. Wenn jemand anwaltlich vertreten ist, dann muss der Anwalt ein solches Schreiben an den Vertreter richten.

Gruß
Tom