Ggf. Strafanzeige…
Jetzt zu meiner Frage: Welches Widerspruchsrecht hat man/frau
gegen die Veröffentlichung des eigenen Bildes, sei es auf
Video oder als Photo ?
Wie und in welcher Form muss man wo widersprechen, damit man
nicht plötzlich im Fernsehen erscheint ?
Zunächstmal könnte das Abbilden gegen den Willen eine Straftat nach § 23 KuG darstellen.
Man sollte es dem Fernsehteam gleich sagen und ihnen mit einer Strafanzeige und zivilrechtsklage drohen.
Gleiches wäre dann
auch interessant, wenn man von privater Seite aus gefilmt
wird.
Da gilt das gleiche, wobei man beachten muss:
nicht das Filmen ist verboten, nur das öffentliche Abbilden gegen den Willen des Betroffenen.
Es gab mal einen Fall, da hat jemand aus einer Einkaufstasche im Sommer den Frauen unter den Rock gefilmt - ist nicht verboten, solange er das nicht öffentlich verbreitet.
Aus Gefahrenabwehrrechtlichen Gründen (Gefahr der Verbreitung) kann die Polizei die Bilder aber sicherstellen…
§ 22 (Recht am eigenen Bild)
Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, daß er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von 10 Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte und die Kinder des Abgebildeten, und wenn weder ein Ehegatte noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten.
§ 23 (Recht am eigenen Bild, Ausnahmeregelungen)
(1) Ohne die nach § 22 erforderliche Einwilligung dürfen verbreitet und zur Schau gestellt werden:
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Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte;
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Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen;
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Bilder von Versammlungen, Aufzügen und ähnlichen Vorgängen, an denen die dargestellten Personen teilgenommen haben;
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Bildnisse, die nicht auf Bestellung angefertigt sind, sofern die Verbreitung oder Schaustellung einem höheren Interesse der Kunst dient.
(2) Die Befugnis erstreckt sich jedoch nicht auf eine Verbreitung und Schaustellung, durch die ein berechtigtes Interesse des Abgebildeten oder, falls dieser verstorben ist, seiner Angehörigen verletzt wird.
§ 24 (Recht am eigenen Bild; Ausnahmeregelungen bei öffentlichem Interesse)
Für Zwecke der Rechtspflege und der öffentlichen Sicherheit dürfen von den Behörden Bildnisse ohne Einwilligung des Berechtigten sowie des Abgebildeten oder seiner Angehörigen vervielfältigt, verbreitet und öffentlich zur Schau gestellt werden.
§ 33 (Strafvorschrift)
(1) Mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe wird bestraft, wer entgegen den §§ 22, 23 ein Bildnis verbreitet oder öffentlich zur Schau stellt.
(2) Die Tat wird nur auf Antrag verfolgt.
M.