mal etwas ausgewogener
Hallöchen,
es gibt ungefähr 1000 Untersuchungen, die belegen, daß Menschen sich bei steigenden Temperaturen schlechter konzentrieren und kontrollieren können. Diese Untersuchungen wurden gemacht, um den Einfluß von hohen Temperaturen auf die Qualität von Arbeit, Motorik, Denkfähigkeit, Selbstbeherrschung und Gefühlsleben im allgemeinen herauszufinden.
Dabei wurde u.a. festgestellt, daß die Leistungsfähigkeit bei Temperaturen jenseits der 30 Grad erheblich abfällt. Insofern liegt es im Interesse des Arbeitgebers, für ein akzeptables Raumklima zu sorgen.
Wohlgemerkt: Die Auswirkungen zeigen sich bei körperlicher und geistiger Arbeit. Ein Autofahrer fällt bei hohen Temperaturen mit seiner Leistung genauso stark ab wie ein Arzt, Uhrmacher oder Psychotherapeut.
Natürlich ist es kaum möglich, in einem Stahlwerk Raumtemperaturen von 20 Grad zu halten, aber wie erwähnt sind erträgliche Raumtemperaturen nicht nur für den Arbeitgeber angenehmer, sondern auch für den Arbeitgeber sinnvoller (nicht zuletzt auch für den Patienten, wenn die Schwestern und Ärzte bei Diagnose und Behandlung nicht unter einem Hitzekoller leiden), weil schlicht und einfach die Leistung der Arbeitnehmer höher ist. Das hat absolut nichts mit Willen oder Können zu tun, sondern damit, daß es nun einmal nicht anders geht.
Bei solchen Temperaturen sind eben Lösungen zu finden, die praktikabel sind. So kann man über Heimarbeit nachdenken, geänderte Kleiderordnung oder andere Arbeitszeiten. Wenn die Leute völlig fertig über den Akten brüten, hilft das niemandem weiter.
Insofern ist Dein Gepöbel absolut unangemessen und letztlich darauf zurückzuführen, daß auch Deine geistige Leistungsfähigkeit bei hohen Temperaturen steil bergab geht.
Gruß,
Christian