Mal wieder Mietrecht und Lärmbelästigung

Hallo liebe Experten!

Meine Wohnung liegt eigentlich sehr günstig, ich habe drei Außenwände ohne Nachbarn, und die einzige Lärmquelle ist die Wohnung über mir.

Gleich vorweg, das Ehepaar, das vor dem jetzigen Mieter die Wohnung bewohnte, hat es problemlos geschafft, sich selbst zu verwirklichen, ohne mich irgendwie zu stören. Und das obwohl das Haus zugegebenermaßen recht hellhörig ist und ihr Boden aus Steinfliesen oder irgendetwas Nacktem besteht!

Doch der neue Mieter ist mal wieder so ein rücksichtsloses Kaliber.
Früher wurde die Wohnung von der Stella AG an ihre Darsteller und Mitarbeiter vermietet, die waren immer viel zu laut, konnten morgens zu lange schlafen und daher abends ziemlich lange aufbleiben. Das hier scheint etwas Ähnliches zu sein, oder ich habe Glück, und er hat nur Urlaub für den Umzug bekommen.

Vielleicht bin ich etwas voreilig - er ist Sonntag eingezogen - aber er hat sein bzw. mein Lärmlimit schon gut überschritten.
Seit gestern hat er quasi 3 Dauergäste. Bis heute Nacht um 2 Uhr war Poltern und laute Gespräche auf dem Balkon. Ich habe die Zeit bei geschlossener Tür und mit Oropax verbracht und bin heute dementsprechend müde und gerädert.
Auch heute tagsüber konnte ich meinen Balkon nicht nutzen, weil ich sonst die Gespräche hätte mitstenographieren können. Und das ständige Gelaufe hatte die Ausmaße einer Elefanteherde.
Ist es okay, wenn jemand als Einzelmieter die Wohnung dann quasi als Hauptquartier für andere „Bewohner“ zur Verfügung stellt?
Dafür sind sie nämlich echt nicht gebaut (2-Zimmer, recht klein), das merkt man.

Natürlich werde ich, falls sich das nicht selbst reguliert, mal hingehen und meckern müssen. Ich habe hier schon einige Artikel zum Thema gelesen, und wenn ich recht verstanden habe, ist es durchaus nicht „zickig“ für eine ruhige Umgebung zu kämpfen. :o)

Wie mache ich das freundlich, aber bestimmt? Was sage ich wohl am besten, damit er nicht bockig wird, mich aber ernst nimmt?
Bin da etwas ratlos und fürchte, ich habe mich schon viel zu sehr aufgeregt, um noch besonders nett zu sein… *seufz*

Vielen Dank für alle Tipps!
Silke

Bisschen Off Topic
Hallo,

die Stella AG hat die Objekte doch Dopstadt Immobilien übergeben, richtig? So zumindest in Krefeld.

Vor Jahren wohnte ich gegenüber der Königsburg und hatte die gleichen Probleme. Mietminderung zeigte hier, nach anfänglichen Schwierigkeiten mit Dopstadt, Wirkung. Natürlich erst nach Ankündigung usw.

Gruß
roland

Hallo Roland!

Das weiß ich leider gar nicht. Als Stella noch die Hand drauf hatte, war es eigentlich immer recht bequem: Irgenwann bekam ich die Telefonnummer einer Art „Kundenbetreuerin“.
Die konnte ich dann immer anrufen, wenn es Probleme gab, und sie machte ihre Sache auch ganz gut. Manche Irren hatte sie natürlich nicht im Griff, aber die blieben zum Glück sowieso nie lange.

Ja, aber jetzt sind sie nicht mehr zuständig, das stimmt. Dass das nun trotzdem noch Stella-Leute sind, schließe ich aus den beiden amerikanisch sprechenden Frauen und wie gesagt, den sehr merkwürdigen „Arbeitszeiten“. Ich habe zur Zeit Urlaub, daher kriege ich leider ALLES mit.

Wäre es dann vielleicht auch bei mir klug, mit Dopstadt zu reden - falls ein persönliches Gesuch nichts ergibt?

Viele Grüße
Silke

Hi Silke,

Seit gestern hat er quasi 3 Dauergäste. Bis heute Nacht um 2
Uhr war Poltern und laute Gespräche auf dem Balkon. Ich habe
die Zeit bei geschlossener Tür und mit Oropax verbracht und
bin heute dementsprechend müde und gerädert.
Auch heute tagsüber konnte ich meinen Balkon nicht nutzen,
weil ich sonst die Gespräche hätte mitstenographieren können.
Und das ständige Gelaufe hatte die Ausmaße einer
Elefanteherde.
Ist es okay, wenn jemand als Einzelmieter die Wohnung dann
quasi als Hauptquartier für andere „Bewohner“ zur Verfügung
stellt?

Natürlich mußt Du nächtliche Ruhestörung nicht dulden. Der Weg zum Abstellen geht über den Vermieter, notfalls unter Androhung von Mietminderung. Dieses wird Günter W. aber sicherlich besser erklären als ich es könnte. Im Zweifel einfach Mitglied des örtl. Mietervereins werden…
Aber wenn ich lese „Auch heute tagsüber konnte ich meinen Balkon nicht nutzen, weil ich sonst die Gespräche hätte mitstenographieren können“ frage ich mich doch ernsthaft, ob Du wirklich gestört wirst.
Selbstverständlich darf ein Mieter Besuch empfangen, auch über mehrere Tage hinweg. Schlag mich nicht, aber meines Wissens spricht man erst bei Besuchen über 3 Monaten von „Mitwohnen“. Aber bei zwei Tagen schon von „Hauptquatier für andere Bewohner“ zu sprechen ist schon ausgesprochen dreist! Und selbstverständlich darf sich Dein Nachbar tagsüber auf seinem Balkon (oder bei offenem Fenster) auch unterhalten, wenn es ihm gefällt stundenlang!
Was stellst Du Dir denn vor? Soll Dein Nachbar tagsüber nicht auf dem Balkon sprechen dürfen, damit Du Deinen „in Ruhe“ nutzen kannst? Dann kaufe Dir ein Haus mit ein paar Tausend qm Grundstück, dann hast Du auch keine störenden Nachbarn…

Zu dem „Gelaufe der Elefantenherde“ sage ich besser nichts - das müßte man schon selbst erleben.

kopfschüttelnde Grüße
Stefan

Hallo Silke,

ich weiss ja nicht, ob du auch in Krefeld wohnst und ob es sich um das gleiche Objekt handelt. Ist denn Stella noch offiziell dein Vermieter oder ist Dopstadt als Nachfolger vorgestellt worden?
Wenn ja, lohnt es sich. Wie gesagt macht er erstmal Schwierigkeiten, aber wenn er sieht, das jemand hartnäckig ist und seine Rechte kennt, dann lässt er auch mit sich reden, gezwungenermaßen :wink:

Gruß
roland

Hallo Roland!

Eigentlich gehören alle Wohnungen in unserem Haus privaten Eigentümern, soweit ich weiß. Meine gehört zumindest meinen Eltern ;o)

Ein paar müssen ja wohl aber damals an Stella übergeben worden sein, denn dass die Stuttgarter Musical-Stars drin wohnten, weiß ich.
Eine Zeitlang wohnte sogar Uwe Kröger höchst persönlich in der Wohnung über mir - naja, war auch kein angenehmer Mitmieter ;o)

Bei dem vorletzten Mieter sagte mir dann die freundliche Betreuerin aber, dass sie jetzt nicht mehr zuständig sei, die Stella-Leute müssten sich mittlerweile selbst um ihre Wohnungen kümmern.
Seitdem waren auch keine „Verrückten“ mehr da oben.

Warum das jetzt von vorne losgehen muss… *seufz*

Viele Grüße
Silke

Hallo Stefan!

Genau mit solchen aggressiven Typen komme ich nicht klar!
Würdest du dich mit Adjektiven wie „gestört“ und „dreist“ etwas zurückhalten?

Ich habe selber schon im Ausgangsartikel eingeschränkt, dass ich möglicherweise voreilig reagiere. Vielleicht hat der arme Mann nur seine Einweihungsparty gegeben, und die Leute waren zum letzten Helfen da.

Ich will/kann ihm doch gar nicht verbieten, Besuch zu haben! Und das mit dem Hauptquartier war eine ironische Übertreibung - muss man denn immer hinter alles einen Smiley setzen, damit es richtig ankommt?

Fakt ist, ein Nachbar darf sich eben NICHT zu jeder Zeit über Zimmerlautstärke hinaus unterhalten! Ich hätte den fehlenden Nachtschlaf ja vielleicht mit einem Mittagsschlaf nachholfen können - und die Mittagsruhe steht in der Hausordnung verzeichnet - aber das ging eben auch nicht.
Kannst du dir nicht vorstellen, dass man irgendwann krötig wird? :o)

Gruß Silke

gestört werden und gestört sein…
Hallo,

Genau mit solchen aggressiven Typen komme ich nicht klar!

wenn Du das schon als „aggressiv“ empfindest, dann halte ich Dich wirklich für etwas überempfindlich. Wie dem auch sei…

Würdest du dich mit Adjektiven wie „gestört“ und „dreist“
etwas zurückhalten?

Dieser Satz hier

Selbstverständlich darf ein Mieter Besuch empfangen, auch über
mehrere Tage hinweg. Schlag mich nicht, aber meines Wissens spricht
man erst bei Besuchen über 3 Monaten von „Mitwohnen“. Aber bei zwei
Tagen schon von „Hauptquatier für andere Bewohner“ zu sprechen ist
schon ausgesprochen dreist!

ist inhaltlich absolut korrekt und ich kann mich nur anschliessen.

Ich habe selber schon im Ausgangsartikel eingeschränkt, dass
ich möglicherweise voreilig reagiere.

Das ist ja schonmal was :smile: Ich an Deiner Stelle würde erstmal ein paar Tage abwarten, eine Woche vielleicht, bis ich mir da Sorgen machen würde - bis dahin würde ich davon ausgehen, daß das noch Nachwehen vom Einzug sind. Ein Umzug ist ja immer mit Dreck und Lärm verbunden.

Kannst du dir nicht vorstellen, dass man irgendwann krötig
wird? :o)

Irgendwann sicherlich. Aber a) nicht 2 Tage nach dem Einzug und b) nicht, bevor ich nicht da hoch gelaufen bin, mich vorgestellt habe und freundlich (wirklich freundlich) darauf hingewiesen habe, daß das Haus sehr hellhörig ist, Du morgens früh aufstehen musst und Du es ganz zauberhaft fändest, wenn Deine neuen Nachbarn ein wenig mehr auf die Nachtruhe achten würden.

Ich gebe ja zu, daß das von Deinen neuen Nachbarn nicht gerade der beste Einstand war/ist, aber Du scheinst da doch ein wenig zu krass drauf zu reagieren (und auch, wenn es von Dir vielleicht gar nicht so gemeint ist: Von dem her, was ich hier lese - ich kenn Dich ja nicht - würde ich das auch als zickig einordnen. Hinzu kommt, daß Goosi Dich nicht „gestört“ genannt hat, sondern nur in Frage gestellt hat, daß Du wirklich gestört wirst. Also bitte etwas genauer lesen. Denn auch dies - ein Verb als ein Adjektiv lesen - kommt rüber, als ob Du grundsätzlich erstmal auf Konfrontationskurs bist. DAS ist aggressiv.)

Gruß,

Malte.

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Hi Silke,

Genau mit solchen aggressiven Typen komme ich nicht klar!

Wenn Du mit aggresiv mich meinst, kann ich mich nur wundern. Mein Posting war sicher nicht übertrieben aggresiv. Da werden wahrscheinlich noch ganz andere kommen…

Würdest du dich mit Adjektiven wie „gestört“ und „dreist“
etwas zurückhalten?

Wer lesen kann… ich habe Dich nie als „gestört“ bezeichnet, sondern leise Zweifel angemeldet, ob Du (in dem Sinne wie es landläufig verstanden wird) wirklich gestört wirst. Daß Du Dich gestört fühlst steht natürlich außer Zweifel.
Und wenn jemand fragt, ob es in Ordnung ist wenn ein Einzelmieter in einer kleinen Wohnung Übernachtungsgäste beherbergt, dann werde ich das auch in Zukunft als dreist bezeichnen, denn das geht die lieben Nachbarn schlicht nichts an.

Ich will/kann ihm doch gar nicht verbieten, Besuch zu haben!
Und das mit dem Hauptquartier war eine ironische Übertreibung

  • muss man denn immer hinter alles einen Smiley setzen, damit
    es richtig ankommt?

Auch nach nochmaligen Lesen Deiner Frage kann ich die Ironie nicht entdecken. Und wenn man Ironie so gut versteckt, sollte man sie schon mit einem Smilie kenntlich machen…

Fakt ist, ein Nachbar darf sich eben NICHT zu jeder Zeit über
Zimmerlautstärke hinaus unterhalten!

Habe ich auch nicht behauptet. Aber hier gebe ich den Ball zurück: Du hast davon gesprochen, daß Du den Balkon nicht nutzen kannst, weil Du die Gespräche „mitstenographieren“ kannst. Das deutet nicht auf eine übermäßige Lautstärke hin. Und Unterhaltungen sind während der Mittagsruhe auch auf dem Balkon erlaubt! Selbst gegen dreistes Lachen wirst Du wenig ausrichten können…

Kannst du dir nicht vorstellen, dass man irgendwann krötig
wird? :o)

Wird oder ist? Konnte ich mir jetzt nicht verkneifen…

Gruß Stefan

2 „Gefällt mir“

Hallo Stefan!

Tut mir Leid, den Satz mit dem „gestört“ habe ich wirklich total falsch verstanden.
Ich scheine innerlich wirklich schon auf 180 zu stehen *puh*

Das kommt daher, dass ich mit lauten Nachbarn schon eine etwas längere Vorgeschichte habe.
Ich denke, wenn da ganz normal ein neuer Mieter ins Haus gezogen wäre, würde es mich gar nicht kratzen, denn ich weiß natürlich, dass ein Umzug auf jeden Fall Lärm mit sich bringt.

Allerdings bin ich durch diverse Nachbarn schon ein wenig „geschädigt“. Wenn man ein paarmal mitten in der Nacht aus dem Schlaf geschreckt wurde, und dann warten musste, bis andere Leute auch bereit waren ins Bett zu gehen, wird man vielleicht etwas nervös, sobald erste Anzeichen erscheinen, dass das wieder passieren könnte.

Wie gesagt, ich kenne die Schallverhältnisse der oberen Wohnungen jetzt durch diverse Mietergenerationen hindurch, und ich weiß, dass man dort auch wohnen kann, ohne dass ich es höre und ohne dass sich jemand dabei einschränken muss.
Die beiden letzten Leutchen hatten auch Besuch :o)

Also, von „dreistem Lachen“ habe ich jetzt aber wirklich nichts geschrieben.
Und ich gebe dir Recht, tagsüber auf dem Balkon muss man sich unterhalten können, dafür ist ein Balkon ja schließlich da!
Etwas unangenehm wird es allerdings, wenn das Gespräch sogar drinnen meinen Fernseher übertönt. :o(

Wie auch immer, ich arbeite auch bald wieder und bin dann von 7-18 Uhr außer Haus. Alles, was ich dann will, ist eine erholsame Nachtruhe - und wenn ich dich und auch Malte richtig verstanden haben, kann ich die zumindest kriegen, oder? :o)

Gruß Silke

Hi Silke,

Dein Friedensangebot ist angenommen :wink:

Also, von „dreistem Lachen“ habe ich jetzt aber wirklich
nichts geschrieben.

Stimmt, das war eine Spitze von mir! Sozusagen eine ironische Übertreibung…

Und ich gebe dir Recht, tagsüber auf dem Balkon muss man sich
unterhalten können, dafür ist ein Balkon ja schließlich da!
Etwas unangenehm wird es allerdings, wenn das Gespräch sogar
drinnen meinen Fernseher übertönt. :o(

Klingt schon anders. Aber das unterbinden zu wollen, ist recht aussichtslos.
Da hier keine Lärmschutzverordnungen o.ä. mißachtet werden (die Mittagsruhe gibt es nur in der Hausordnung) und die Wohnungen offensichtlich auch noch Eigentumswohnungen sind (also kein Vermieter als „zentrales Organ“ zur Verfügung steht), wird es schwer. Ein freundliches Gespräch ist da sicher vielversprechender.

Wie auch immer, ich arbeite auch bald wieder und bin dann von
7-18 Uhr außer Haus. Alles, was ich dann will, ist eine
erholsame Nachtruhe - und wenn ich dich und auch Malte richtig
verstanden haben, kann ich die zumindest kriegen, oder? :o)

Gerade was die Nachtruhe angeht, kann ich Dich sehr gut verstehen. Ich habe kürzlich mitten in der Woche kurz vor Mitternacht den Eindruck gehabt in unserer Wohnung würde ein Saufgelage laufen. Die Saufgesänge unserer Nachbarn (Donaulied, eisgekühlter Bommerlunder, längste Theke ect.) haben sich angehört als ob sie im Zimmer wären. Auch sonst haben wir das Problem immer mehr Studenten im Haus zu haben - wenn man um 4:30 Uhr raus muß ist das nicht wirklich erbaulich.
Um Deine Frage vorwegzunehmen: wir ertragen den Lärm, da wir sowieso ein Häuschen suchen und nicht mehr lange dort wohnen werden.

auf eine geruhsame Nacht
Stefan

Hallo Stefan!

Wow, 4.30 Uhr - da bin ich quasi noch scheintot :o)
Und da bist du noch nicht mit Hackebeil losgezogen, um etwas gegen die fröhlichen Studenten zu unternehmen?

Ich schätze, wenn man zu zweit oder mehreren ist, lässt sich so etwas ein wenig besser ertragen. Für mich als Alleinlebende ist das irgendwie schwieriger. Und ein Haus kommt leider auch nicht in Frage ;o)
Aber klar, wenn es anders nicht klappt, werde ich wohl auch umziehen müssen. Schade, ansonsten ist es hier nämlich wunderbar ruhig, und die Leute sind alle sehr nett. Wie schnell sich sowas ändern kann…

Die Wohnungen sind übrigens zwar Eigentumswohnungen, aber alle vermietet, insofern muss schon irgendwo ein Ansprechpartner sein.

Nein, ich glaube, es wird keine ruhige Nacht, denn gerade sind alle zurückgekehrt und meine Wohnung vibriert wieder *seufzheul*

Gruß Silke

Hallo Seidenperle,

grundsätzlich hat sich jeder Mieter so zu verhalten, dass er den nahcbarn nicht stört. Hierzu gehört auch, dass eine Unterhaltung auf dem Balkon sich in eienr Lautstärke zu beschränken hat, die den Nachbarn nicht stört. Da ist es völlig egal ob die Störung nach fünf Jahren erfolgt oder bereits am ersten Tag.

Hier ist daher zu unterscheiden zwischen der rechtlichen Situation ( welche ab der ersten Sekunde ein Einschreiten ermöglicht), den dort bestehenden Möglichkeiten bis hin zur Mietminderung und der Möglichkeit, den neuen Mieter auf seinen Störungen hinzweisen mit der Bitte seine Gäste um Rücksichtnahme zu bitten. Suche daher das Gespräch, lasse Dich jedoch nicht anpöbeln. Sollte ein solcher Vresuch unternommen werden, drehe Dich ohne weiteren Kommentar um und dann sind Massnahmen erforderlich. Damm muss Dein Vermieter aufgefordert werden, den Mangel zu beseitigen unter Androhung der Mietminderung. Hierfür ist es zur Beweisführung jedoch erforderlich, dass Du die Zeiten der Lärmstörungen notierst.

Meine Wohnung liegt eigentlich sehr günstig, ich habe drei
Außenwände ohne Nachbarn, und die einzige Lärmquelle ist die
Wohnung über mir.

Gleich vorweg, das Ehepaar, das vor dem jetzigen Mieter die
Wohnung bewohnte, hat es problemlos geschafft, sich selbst zu
verwirklichen, ohne mich irgendwie zu stören. Und das obwohl
das Haus zugegebenermaßen recht hellhörig ist und ihr Boden
aus Steinfliesen oder irgendetwas Nacktem besteht!

Hier muss unterschieden werden zwischen der Lärmstörung, die vom Bodenbelag ausgeht und der Lärmstörung, die auf dem Balkon erfolgt bis in die Nacht hinein.

Doch der neue Mieter ist mal wieder so ein rücksichtsloses
Kaliber.
Früher wurde die Wohnung von der Stella AG an ihre Darsteller
und Mitarbeiter vermietet, die waren immer viel zu laut,
konnten morgens zu lange schlafen und daher abends ziemlich
lange aufbleiben. Das hier scheint etwas Ähnliches zu sein,
oder ich habe Glück, und er hat nur Urlaub für den Umzug
bekommen.

??? Ist er eingezogen, zieht er ein ?

Vielleicht bin ich etwas voreilig - er ist Sonntag eingezogen

  • aber er hat sein bzw. mein Lärmlimit schon gut
    überschritten.
    Seit gestern hat er quasi 3 Dauergäste. Bis heute Nacht um 2
    Uhr war Poltern und laute Gespräche auf dem Balkon. Ich habe
    die Zeit bei geschlossener Tür und mit Oropax verbracht und
    bin heute dementsprechend müde und gerädert.
    Auch heute tagsüber konnte ich meinen Balkon nicht nutzen,
    weil ich sonst die Gespräche hätte mitstenographieren können.
    Und das ständige Gelaufe hatte die Ausmaße einer
    Elefanteherde.
    Ist es okay, wenn jemand als Einzelmieter die Wohnung dann
    quasi als Hauptquartier für andere „Bewohner“ zur Verfügung
    stellt?

Nein, aber wie kommst Du auf diese Idee ? Wenn es Besucher sind, wird die Wohnung nicht zur Verfügung gestellt.

Dafür sind sie nämlich echt nicht gebaut (2-Zimmer, recht
klein), das merkt man.

Natürlich werde ich, falls sich das nicht selbst reguliert,
mal hingehen und meckern müssen. Ich habe hier schon einige
Artikel zum Thema gelesen, und wenn ich recht verstanden habe,
ist es durchaus nicht „zickig“ für eine ruhige Umgebung zu
kämpfen. :o)

Wie mache ich das freundlich, aber bestimmt? Was sage ich wohl
am besten, damit er nicht bockig wird, mich aber ernst nimmt?
Bin da etwas ratlos und fürchte, ich habe mich schon viel zu
sehr aufgeregt, um noch besonders nett zu sein… *seufz*

Du klingelst und fragst, ob er Zeit hat für ein kurzes Gespräch. Erkläre ihm höflich, dass Du wegen der lauten Gespräche nicht schlafen kannst. Bitte ihn, dafür zu sorgen, dass seine Gäste Rücksicht nehmen.

Gruss Günter

Hallo Seidenperle,

aus dieser Mail entnehme ich, dass Du vermutlich im SI-Center eine Eigentumswohnung Deiner Eltern bewohnst. Dann müssen sich Deine Eltern an die zuständige Hausverwaltung wenden. Es dürfte auch nicht die Gesellschaft in Krefeld zuständig sein. Nach meiner Erinnerung wurden Teile der Stella AG Stuttgart, auch Wohnungen, verkauft und die Verwaltung wurde von einer Auffangsgesellschaft übernommen, die später beim Verkauf der restlichen Teile bestehen blieb.

Eigentlich gehören alle Wohnungen in unserem Haus privaten
Eigentümern, soweit ich weiß. Meine gehört zumindest meinen
Eltern ;o)

Ein paar müssen ja wohl aber damals an Stella übergeben worden
sein, denn dass die Stuttgarter Musical-Stars drin wohnten,
weiß ich.
Eine Zeitlang wohnte sogar Uwe Kröger höchst persönlich in der
Wohnung über mir - naja, war auch kein angenehmer Mitmieter

Bei dem vorletzten Mieter sagte mir dann die freundliche
Betreuerin aber, dass sie jetzt nicht mehr zuständig sei, die
Stella-Leute müssten sich mittlerweile selbst um ihre
Wohnungen kümmern.
Seitdem waren auch keine „Verrückten“ mehr da oben.

Warum das jetzt von vorne losgehen muss… *seufz*

Gruss Günter

Hallo Günter!

Danke für die deutlichen Worte, es beruhigt mich schon mal ungemein zu wissen, dass ich gewisse Dinge nicht einfach hinnehmen muss.

Ich war heute oben und habe mit dem neuen Mieter gesprochen. Er wusste auch sofort, welche Situation ich meinte, als ich von Lärm sprach. Wahrscheinlich hatte er selbst schon ein schlechtes Gewissen, andererseits verstehe ich auch, dass man seine Gäste nicht andauernd „maßregeln“ möchte.
Sie reisen morgen ab, dann ist er wieder alleine. Ich denke, diesen Zeitraum kann ich noch ertragen.
Und er meinte von sich aus, dass er wahrscheinlich zu Ikea fahren und einen Teppich holen wird. Ihm gefallen die blanken Bodenfliesen auch nicht ;o)

Das ist also alles sehr schön gelaufen. Ich hoffe, es hält sich so.

Noch ein Wort zu dem „Hauptquartier“. Der Ausdruck ist vielleicht unglücklich gewählt, aber ich habe mit den Stella Leuten schon die abenteuerlichsten Dinge erlebt. Wenn da beispielsweise Mieter im Urlaub waren, wurde die Wohnung herumreisenden Feriengästen zur Verfügung gestellt. Und diese haben sich auch verhalten wie in einer Feriensiedlung!
Ich hatte immer das Gefühl, speziell die Stella-Mieter betrachten ihre Wohnung nicht als „Heim“, sondern als „Hauptquartier“, was mit sich bringt, dass sie sich null um die restliche Hausgemeinschaft scheren.
Und diesen Eindruck hatte ich eben auch mal wieder in den letzten Tagen. Daher das Wort. War wohl blöd, sorry!

Danke noch mal für die Beratung!
Gruß Silke

Hallo Günter!

Nein, ich wohne in einem ganz normalen Mehrparteienhaus im umliegenden Dorf ;o)

Ich habe natürlich nicht mitbekommen, wie die Wohnung weitervermietet wurde, aber müsste nicht irgendein Vermieter bzw. eine Vertretung an Eigentümerversammlungen teilnehmen? Da sollte mein Dad eigenlich wissen, wer das ist. Im Falle eines Falles werde ich ihn ja sowieso ansprechen müssen. :o)

Vielen Dank!
Silke

Hallo Silke,

frage Deinen Dad. Er muss als Eigentümer zu den Eigentümerversammlungen eingeladen werden.

Gruss Günter