Hallo Leute,
ich versuch mal, den Fall kurz zu schildern, ist nicht einfach…
Wir hatten früher den freenet-Power-Tarif (Mindestabnahme 20h, Grundgebühr 11,88 Euro monatlich), gebunden an die Tel-Nr. Nach dem Umzug teilten wir der Firma die neue Tel-Nr. mit. Es hat gute 2 Monate gedauert, bis freenet diese Änderung bearbeitet hat, in der Zeit haben sie uns den Standardtarif berechnet (teuer…). Die Rückerstattung zog sich monatelang hin, dazu hat freenet es nicht geschafft, die monatliche Grundgebühr vom neuen Konto abzubuchen, stattdessen kamen monatelang Mahnungen. Nach 4 Monaten waren wir so genervt, daß wir die Telekom angewiesen haben, die Tel-Rechnungen nicht mehr abzubuchen und haben die Telekom-Rechnungen (ohne den freenet-Anteil) per Überweisung bezahlt. Ende Mai hab ich einen aufgebrachten Kündigungsbrief (Kündigungsfrist 1 Monat zum Monatsende) an freenet geschickt (dämlicherweise nicht per Einschreiben
), den Brief hab ich denen auch noch als eMail zugeschickt. Mitte Juli kam dann endlich das Eingeständnis, daß freenet uns tatsächlich Geld schuldet. Hurra! Also hab ich ein Schreiben aufgesetzt, die Rückerstattung mit den noch ausstehenden Beträgen aus den Telefonrechnungen verrechnet (Ergebnis: wir schulden freenet noch gute 30 Euro), nochmal auf die Kündigung hingewiesen und um die Bankverbindung gebeten, zwecks Überweisung, falls freenet mit meiner Berechnung einverstanden ist. Auf diesen Brief kam bis heute keine Antwort. Stattdessen im August die Abbuchung der Grundgebühr vom Konto (haben wir sofort storniert und nochmal geschrieben, daß wir denen die Einzugsermächtigung entziehen, da ja gekündigt wurde) und Anfang September(!) eine eMail. Inhalt: eine Kündigung per eMail ist nicht möglich. Aha.
Die telefonische Rückfrage ergab: angeblich ist die schriftliche Kündigung nie bei freenet angekommen. Einzige Möglichkeit: nochmal kündigen und darauf hinweisen, daß bereits gekündigt wurde. Von dieser Lösung waren wir zwar nicht begeistert, aber irgendwie muß man das ja beenden, also nochmal hingeschrieben, per Einschreiben. Dazwischen kamen noch ein paar Mahnungen, die ich standhaft ignoriert habe, denn mit freenet kann man ja eh nicht kommunizieren. Jetzt kommt die Antwort: Kündigung angenommen, zum 31.10.03, also läuft der Vertrag zum 30.11.03 aus. Ich muß ehrlich sagen, ich hab fast einen Schreikrampf bekommen!
Ich weiß wirklich nicht mehr, was ich da noch anstellen soll.
Briefe werden generell entweder gar nicht beantwortet oder mit 2-3 Monaten Verspätung (dazwischen wird gemahnt, klar…). Telefonate gehen langsam ins Geld, Ergebnisse gibt es keine, denn es wird einem am Telefon alles Mögliche zugesichert, danach tut sich nichts. eMails werden ignoriert.
Ich will diese verdammten Grundgebühren für Juli-November nicht bezahlen, da ich mir nichts zuschulden habe kommen lassen, schließlich hab ich ja rechtzeitig gekündigt! In meinen Augen ist das regelrechtes Raubrittertum und sonst nichts… Die 30 Euro, die denen noch zustehen, kriegen sie ja sofort von mir, wenn ich nur die Bankverbindung und sowas wie eine vernünftige Rechnung und vor allem die Zusicherung bekomme, daß damit alles erledigt ist.
Was kann man in so einem Fall überhaupt noch machen? Rechtsanwalt geht nicht (keine Rechtsschutzversicherung), außerdem geht man doch wegen 11,88*5 Euro nicht zum Anwalt…
Aber ich will freenet dieses Geld nicht geben, soo wenig ist das schließlich nicht und ich hab den Kündigungsbrief auch nicht verschlampt.
Bittebitte helft mir, ich bin langsam echt verzweifelt, das kann doch nicht sein, daß eine Firma mit solchen Methoden auch noch durchkommt…
Grüße
Helen, fast schon am Heulen