Hallo
Also zunächst einmal trennst Du die Frage nicht vom Thema. Es
ging gar nicht um die Frage, ob das Verbot sinnvoll ist oder
nicht. Die Frage war ausgesprochen sachlich, um vermutlich
eben das zu verhindern, was jetzt passiert: einen thread zu
starten, der sich darum tummelt, ob man Raucher dahingehend
bestrafen sollte oder nicht.
Wennn Du die Frage nochmal liest, wird Dir auffallen, dass sie sich eben nicht auf eine reine Fragestellung beschränkt sondern selbst ein Wertendes Element enthält: Vergleich Kippen - Hundescheiße.
Dementsprechend habe ich mir herausgenommen selbst wertend zu werden.
Davon ab gibt es wie bei jedem Verbot immer welche, die es gut
finden und welche die es blöd finden (und das auf beiden
Seiten). Kettenraucher LeoLo findet die Forderung (also das
Bereitsstellen von "öffentlichen Aschenbechern") lange lange
überfällig und begrüßt es. Kettenraucher LeoLo amüsiert sich
aber auch köstlich über die Raucher, die es einen moralischen
Unterschied finden, wenn sie regelmäßig Ihre einzelne Kippe in
die Gegend pfeffern und sich an anderer Stelle maßlos über die
Proleten aufregen, die an der Ampel mal eben die Tür aufmachen
und einen Aschenbecher (von dem man gar nicht glaubt, was da
alles rein passt) *klock* *klock* mal eben komplett auf die
Straße ausleeren.
Das aufstellen öffentlicher aschenbecher ist eine politische Frage. Da man allerdings inzwischen sogar sog. Druckräume für Drogenabhängige aufstellt, wieso dann keine Aschenbecher?
Ich war letztes Jahr in Spanien, da war am Strand nicht ein
Hundehaufen - dafür gabs keine Quadratmeter ohne Kippenreste.
Tja, ich war auch in solchen Gegenden. Und am Schlimmsten
waren die ganzen nervenden Urlauber. Da sind mir Kippen gar
nicht aufgefallen. :o)
Die kamen noch dazu, wir wollten eigentlich auch nicht in eine Tourigegend, sonder uns die Landschaft ansehen, aber das hat der Mann im Reisebüro wohl etwas falsch, sonst hätte er uns an die Atlantikküste geschickt... Aber das ist eine andere Geschichte.
Schade, dass solche Fragen überhaupt gestellt werden. Das hört
sich so an, als ob Menschen, die erst ihren Dreck in der
Gegend rumwerfen, versuchen krampfhaft einen Weg zu finden dem
Staat, der sie ausnahmsweise mal erwischt hat und zur
Verantwortung zieht, zu entgehen, statt sowas einfach zum
Wohle aller in Zukunft zu unterlassen.
Ungeachtet dessen, daß Twingo ja eigentlich ganz im Gegenteil
eine Bereitschaft voraussetzt, daß ein Raucher bereit ist, die
Zigarettenstummel sachgerecht zu entsorgen, wenn man ihm doch
bitte auch ein entsprechende Möglichkeit bietet (nach
spätestens 10 Zichten sind die Löcher in der Jackentasche
nämlich zu groß): Wo hat er eigentlich geschrieben, daß er
Raucher ist? Ist für Dich jeder, der fragt, ob man im
Supermarkt einfach seine Tasche durchsuchen darf, automatisch
ein Dieb? Scheinbar. Und, lieber Mike, das finde
ich "schade".
Die Frage "Darf mich ein Mitarbeiter des Ordnungsamtes anhalten und meine Identität feststellen und dies mit Zwang durchsetzen?" wäre objektiv gewesen, die hätte ich auch anders beantworte.
Wenn Du meine Antwort nochmals lesen würdest, würdest Du feststellen, dass ich ihn bei den Passagen die Menschen kritisieren, die Ihren Dreck rumwerfen, nicht persönlich angesprochen habe. Da sich seine Frage ein bischen so anhört, also ob es hier um seine eigenen konkreten Überlegungen für den eigenen Fall geht, hört sich meine Antwort auch ein bischen so an... Weiter nichts.
Off topic: Stecken die Hundebesitzer Spaniens eigentlich alle
die Kacke in die Tasche und nehmen sie mit nach Hause? Ist das
in Deutschland auch so?
Ich weiß zwar nicht was immer die Hunde mit der Sache zu tun haben - aber wenns Dich interessiert, da am Strand waren gar keine. Und nochwas: Ich bin Nichtraucher, habe keinen Hund und vollgeschissene Gehwege finde ich auch ätzend - ein Raum voller Raucher ist jedoch ungesünder als Kacke am Schuh.
M.