OnlineRecht

Liebe/-r wer-weiss-was Experte/-in,

Ich betreibe seit fast 1 Jahr einen Newsletter-Service. Aufgrund von einigen kleinen rechtlichen Schwierigkeiten (Abmahnung wegen unverlangtem Newsletter - aber durch Entschuldigung gelöst) habe ich vor mich mit dem Thema der rechtlichen Bestimmungen ein wenig näher zu beschäftigen. Mich würde interresieren was ich alles zu beachten habe, wenn ich einen solchen Dienst betreibe um nicht irgendwann das böse erwachen zu bekommen. Auch was in die AGBs hinein muss und so etwas wäre wichtig. Ich habe schon einmal mit google nach online-recht gesucht aber nix richtiges gefunden. Vielleicht können Sie mir dabei weiterhelfen

Vielen Dank schon einmal im vorraus.

Mit freundlichen Grüssen

Alexander Adam

hi alex,

das fällt dir aber ziemlich spät ein, oder? :smile:

was meiner ansicht nach auf jeden fall in deine agbs rein muss:

Rechte und Pflichten des Anbieters

-Verpflichtung persönlichen Daten nur bei sich zu speichern und keinesfalls ohne Zustimmung weiterzugeben.
-keine Garantie für die 100%-ige Verfügbarkeit des Dienstes
-keine Haftung für eventuelle Schäden durch den Dienst
-Vorbehalt einer stichprobenartige Inhaltsprüfung der über das Netzwerk versandten Newsletter
-Sorgfältige Verwaltung der Daten sowie der gesammelten E-Mail Adressen gemäß BDSG §9
-Vorbehalt der Löschung ungenutzter Accounts nach einer gewissen Zeit
-Zuständigkeit nur für die Durchleitung der Informationen , nicht aber für die Inhalte, Empfänger sowie Art und Häufigkeit der Verbreitung
-Im Falle von Beschwerden von Seiten der Empfänger des Newsletters Löschung des Accounts, erneute Anmeldung ggf. nicht gestatten
-Forderungen Dritter hat der Kunde zu tragen
-Ausschliesslich Speicherung zweckgebundene Angaben. D.h. der Kunde identifiziert sich durch Name und Anschrift, die Abonnenten des Newsletters lediglich durch E-Mail.

Rechte und Pflichten des Kunden

-privat und/oder kommerzielle Zwecke?
-ggf. Altergrenze für Kunden
-Haftung des Kunden bei Mißbrauch des Accounts durch Dritte (z.B. aufgrund eines Verlustes des Passworts)
-Bei der Anmeldung Angabe wahrheitsgemäßer persönlicher Daten , die vertraulich behandelt werden.
-Verantwortlichkeit des Kunden für den Inhalt der versendeten Newsletter
-Einschränkung der Inhalte?
_Verbot der Verbreitung gesetzeswidriger Inhalte
-Zustimmung des Empfängers (Anmeldeformular auf der HP des Kunden)
-Abbestellung des Newsletters durch gut erkennbaren HTML-Code
-Untersagung von SPAMMING, Strafanzeige?
-Forderungen ungewollter Empfänger hat der Versender des Newsletters zu tragen (BDSG §11 Abs.1 und TDG §8, §9). Der Anbieter fungiert lediglich als Vermittler der Newsletter.

mehr fällt mir momentan nicht ein, aber da gibt es sicher noch einiges mehr zu beachten

lg, bianca

Hi bianca.

Erstmal danke für deine schnelle antwort. Ich werd meine AGBs mal mit deinen Punkten erweitern. Du scheinst davon ja echt Ahnung zu haben oder? Ich würde mich freuen wenn du mir bei der ganzen Sache helfen würdest. Auch bei Fragen, wie zum Beispiel, wie lange muss ich die Logs aufheben, was muss ich loggen und so etwas. Ich will mich so gut es geht absichern. Obwohl das wohl etwas spät ist. Aber besser spät als nie. Ich bin Azubi und kann mir keine Abmahnungen leisten.

MFG Alex

PS.: Du kannst mir auch gerne ne Mail schreiben an:

[email protected]

oder falls du ICQ hast: # 122560738