Hallo an alle,
ein Bekannter ist innerorts mit 62 geblitzt worden (Geschwindigkeitbegrenzung auf 30). Er sagt, dass er dafür 1 Monat den FS abgeben soll und 3 Punkte bekommt.
Jetzt hat mein Freund dazu gesagt, dass man das wohl auch anders drehen kann. Er sagte, dass wenn man angibt, dass man den Fs für die Arbeit braucht (der Bekannte fährt Kurierdienst) könne man auch eine hohe Geldstrafe zahlen statt den Lappen abzugeben. Ist das wahr? Dann könnte ja jeder behaupten, dass man den Fs zur Arbeit braucht und niemand müsste den Fs abgeben!
Außerdem sagt dieser Bekannte, dass er jetzt einen Brief erhalten hätte, in dem ihm nahe gelegt wird, eine Nachschulung zu besuchen. Aber nicht etwa, weil er so viele Punkte hätte sondern, weil er jetzt schon zum 6. Mal an der gleichen Stelle geblitzt worden ist.
Ich glaub das ehrlich gesagt nicht so ganz, denn welche Stadt verschickt schon Briefe, um den Autofahrern zu sagen, dass sie sich nimmer blitzen lassen sollten?
An dieser Story stören mich 3 Sachen:
- Wär das ja nen riesiger Verwaltungsaufwand, jedem einen Brief zu schicken, der nen paar Mal an der gleichen Stelle geblitzt wird. Ist doch das Problem vom Autofahrer, wenn er es nach dem 5. Mal immer noch nicht gemerkt hat, dass da ne Blitze steht.
- Darf die Polizei denn nach einem bezahlten Knöllchen die Infos dazu überhaupt noch behalten? Wenn man wirklich viel zu schnell war bekommt man ja Punkte und wenn man weniger schnell war bloß nen Knöllchen. Und wenn man bloß nen Knöllchen bekommt ist doch die Sache erledigt, wenn man es bezahlt hat, oder nicht? Bzw. wie lange werden diese Delikte denn gespeichert?
- Welche Stadt wäre denn so dumm, eine lukrative Einnahmequelle (den gleichen, immer wieder zu schnell fahrenden Fahrer) zu „vergraulen“? Die Bußgelder machen doch einen großen Teil von dem Geld aus, was die jeweilige Stadt einnimmt, oder? Und die Städte sind doch froh über jeden Cent mehr (wer ist das nicht?).
Vielleicht sollte ich mal erwähnen, dass ich meinen Fs nie zu Ende gemacht habe und mich deshalb nicht so ganz mit der Materie auskenne.
Also gibt es das wirklich, dass man einen Brief bekommt, in dem man angehalten wird nicht noch einmal so blöd zu sein, immer wieder in die gleiche Blitze zu geraten? Hat das schon mal jemand von euch erlebt?
Oder wird das wirklich – wie ich denke – so ein Schrieb sein, weil er zu viele Punkte gesammelt hat?
Naja, und vor allem dieses mit Geldstrafe statt Fahrverbot interessiert mich, denn ich fände das wirklich unfair. Wer viel Geld hat kann sich ja dann alles erlauben. Und nen Fahrverbot hat ja auch irgendwo den Sinn, jemanden für ne Zeit von der Straße weg zu holen, wenn er eine Gefahr ist (und das ist er m. E., wenn er über 30 km/h zu schnell ist).
Aber ich lasse mich gern von den Führerscheinbesitzern unter euch eines besseren belehren… 
Grüße,
Susanne
