Relevanz von Domain-Endung *.com

Hallo,

ich weiß wohl, was die einzelnen Domain-Endungen bedeuten, aber ich habe eine Frage zur (rechtlichen) Relevanz von *.com:

Das Kürzel steht ja für „commercial“, also „gewerblich, kommerziell“, d.h. eigentlich hat das ganze irgendwas mit Geld zu tun.
Was ist aber, wenn eine *.com-Domain gar nix mit Geld zu tun hat, sondern rein privat und quasi just for fun (weil *com „cooler“ als *.de ist) genutzt wird, und es kommt jemand daher, der diese Adresse zu gewerblichen Zwecken nutzen will? Nehmen wir einfach mal an, dass der entsprechende Name bisher nicht geschützt war, und nun lässt ihn sich jemand schützen und will damit ein Gewerbe betreiben.

Zur Verdeutlichung ein Beispiel:
Als Privatmann habe ich die Domain xyz.com und nutze sie als private Homepage oder von mir aus auch als Plattform für meine Band, die ich nur zum Spaß betreibe, xyz heißt.
Nun gründet jemand eine Firma mit Namen xyz und will meine Domain xyz.com haben.
Hätte er einen Anspruch darauf, weil er die Domain im Gegensatz zu mir ja tatsächlich gewerblich nutzen will und zudem mittlerweile die Namensrechte für xyz besitzt?

Weitergehende Fragen:
Ist es „okay“, wenn ich xyz.com nicht-kommerziell nutze?
Könnte mir jemand unterstellen, dass ich xyz.com (bzw. den Namen xyz) doch kommerziell nutze?

Oder könnte ich umgekehrt sagen „Du kannst Dir den Namen für Dein Gewerbe gar nicht schützen lassen, weil ich ja schließlich eine *.com-Endung habe“?

Abschließend:
Oder ist es im Jahre 2004, wo dot-com ja schließlich immer noch synonym für Internet steht, mittlerweile egal, ob *.com eigentlich ma „gewerblich, kommerziell“ hieß?

Fragen über Fragen - wer weiß was?
Danke, HOFee

Hallo,
es ist irrelevant, ob sich dahinter etwas Kommerzielles verbirgt.
Hat man eine Marke, kann man in der Regel die Unterlassung der Nutzung der entsprechenden Domain verlangen.
Umgekehrt nicht. Wer Cocacola.com reserviert, kann natürlich nicht von coca-cola die Unterlassung der Markennutzung verlangen, sondern umgekehrt coca-cola die domain beanspruchen.

Wer Cocacola.com reserviert, kann natürlich
nicht von coca-cola die Unterlassung der Markennutzung
verlangen, sondern umgekehrt coca-cola die domain
beanspruchen.

Was ist denn, wenn ich eine Domain (und damit ja auch einen Namen) bereits reserviert habe, bevor es ihn überhaupt als Marke bzw. registrierten Namen gibt?
Um beim Beispiel zu bleiben: jemand kommt auf die Idee, sich „xyz“ schützen zu lassen und erhebt dann Anspruch auf meine Domain, die ja bereits vorher unabhängig davon bestand…

Bitte beachten
Hallo,

ich weiß wohl, was die einzelnen Domain-Endungen bedeuten,
aber ich habe eine Frage zur (rechtlichen) Relevanz von *.com:

Die com-Domain ist eine US-omain mit einem amerik. Registrar (ich glaub: network solutions/verisign). Es ist dabei zu beachten, dass

  1. Man seine DOmain regelmaessig erneuern muss, sonst ist sie wieder frei. Auch Big Player (MS) hatten damit trouble.

2.Der dt. Webhoster Strato-/Puretec ggf. nur als Vermittler auftreten. Konsequenzen s.
http://heise.de/newsticker/search.shtml?T=strato&but…
bzw. auf heise.de nach Strato suchen

3.Aus 2. kann sich der Gerichtstand USA ergebn (s. Vertrag).

4.Vor gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand:
Selbst wenn alles ok aussieht, wer kann die Reichweite des amerikanischen DMCA oder Homeland Security wirklich vion hier aus überschauen. Den Wahnwitz der Schadensersatz-Klagen will ich gar nicht erst erwähnen…

Kurz und gut:
Just for fun würde mir so etwas leisten, aber keinesfalls meine Existenz dran aufhängen: Und überhaupt gibt es ja no viele andere neckische Domains: .info, ?.music, .tv, …

Tschuess Marco.

  1. Man seine DOmain regelmaessig erneuern muss, sonst ist sie
    wieder frei. Auch Big Player (MS) hatten damit trouble.

Naja, das machen ja eigentlich die Provider automatisch, oder!? Zumindest 1&1/Puretec haben das bei mir in der Vergangenheit offenbar gemacht. Bin jetzt bei all-inkl.com und denke, dass die das wohl auch tun werden (schließlich bezahle ich ja dafür).

2.Der dt. Webhoster Strato-/Puretec ggf. nur als Vermittler
auftreten. Konsequenzen s.
http://heise.de/newsticker/search.shtml?T=strato&but…
bzw. auf heise.de nach Strato suchen

Oh, das klingt in der Tat interessant…

3.Aus 2. kann sich der Gerichtstand USA ergebn (s. Vertrag).

Auch kein unwesentlicher Punkt…

4.Vor gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand:
Selbst wenn alles ok aussieht, wer kann die Reichweite des
amerikanischen DMCA oder Homeland Security wirklich vion hier
aus überschauen. Den Wahnwitz der Schadensersatz-Klagen will
ich gar nicht erst erwähnen…

s.o.

Kurz und gut:
Just for fun würde mir so etwas leisten, aber keinesfalls
meine Existenz dran aufhängen:

Das ist ja -wie gesagt- auch gar nicht geplant…

Und überhaupt gibt es ja no
viele andere neckische Domains: .info, ?.music, .tv, …

Ja, aber *.com ist und bleibt eben die „coolste“!!! *g*
Ich frage mich halt nur, ob ich bei meinen beiden (freien) Wunschdomains mit *.com zuschlagen soll, oder ob ich dann irgendwann mal in Schwierigkeiten kommen könnte, weil jemand die Namen für sich beansprucht (unwahrscheinlich, aber nicht gänzlich unmöglich).

Vielen Dank auf jeden Fall.

Es zählt die Marke. Ob die Domain vorher bestand, ist unerheblich.

-kostenlose Auskunft ohne Gewähr-