neulich habe ich mal wieder meine Mutter in Lübeck besucht. Ausnahmsweise waren auch alle Züge pünktlich, nur stand ich vor folgendem Problem: Eigentlich besitze ich eine teuer bezahlte BahnCard 50, die mir zu 50% Rabatt auf allen Bahnstrecken verhilft. In Schleswig-Holstein jedoch gilt seit 14.12.03 genau das nicht mehr - man erhält jetzt - egal welcher BahnCard-Typ - nur noch popelige 25%. Die Bahn meldet auf Anfrage, sie hätten damit nichts zu tun, die Preisgestaltung hinge vom Land ab.
Im sog. „ein- und ausbrechenden Verkehr“ merkt man vom Schleswig-Holstein-Tarif nichts. Da ich jedoch eine Surf&Rail-Karte bis Hamburg hatte, brauchte ich nur die Strecke Hamburg-Lübeck. (Hinzu kommt, daß diese Karte nur in SH gekauft werden kann - ich mußte also während der 10 Minuten Aufenthalt in HH mit allen Koffern zum Fahrkartenautomaten sprinten und zurück in den Zug.)
Für mich geht es hier um 4,50 Euro. Das ist mir nicht so wichtig, als daß ich mir ein Magengeschwür hole und mit der Bahn rummache. Ich frage mich nur, was tun Leute, die vielleicht am 13.12. eine BC50 gekauft haben und sich darauf verlassen und damit kalkulieren, 50% zu erhalten - die stehen jetzt dumm da. Auch heute ist auf der BahnCard-Informationsseite der Bahn kein Hinweis darauf zu finden, daß die BahnCard in Schleswig-Holstein nicht gilt.
Ist das rechtens? Könnte man seine BahnCard ohne Abzüge zurückgeben?
ich bin früher viel Bahn gefahren, mit Bahncard first, jede Woche gependelt ICE 1. Klasse. Wird mir aber zu teuer. Die PlanundSpar-Kontingente sind neuerdings immer schnell weg. Außerdem mußt du inzwischen bei manchen Verbindungen auch in der ersten Klasse reservieren, wenn du einen Sitzplatz willst, kostet nochmal extra. Und wenn ich mal Freitag nicht pünktlich wegkomme wird es superteuer, erst 15 Euro Stornogebühr und dann noch das superteuere Normalticket.
Fazit: ich fahre Auto.
Ist zwar nervig, dauert etwas länger und ich riskiere mein Leben und meinen Führerschein (bin leider ein Heißsporn, kann nicht mit 120 bummeln, sosehr ich mich auch versuche zu disziplinieren), aber mit der Bahn ist mir die Lust vergangen.
Die ewigen Verspätungen tun ihr übriges. Die Verspätungen sind auch „hausgemacht“. aus Werbezwecken sind die ICE-Zeiten so knapp, null Puffer, daß es höchstens zufällig möglich ist, das ein Zug mal verspätungsfrei durchkommt.
als Ex-Bahnkunde, genervt, grüßt dich
Yoyi
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Komm mal runter von Deinem hohen Ross!
Es stellt hier jemand eine ernst gemeinte Frage, du antwortest zwar mit ein paar netten anekdötchen aus deinem leben aber beantwortest die frage nicht. Jemand weisst dich darauf hin und du wirst beleidigend. Was sind denn das für Sitten? Hast du in deinen „28 Semestern Studium“ keinen Anstand gelernt?
Ist das rechtens? Könnte man seine BahnCard ohne Abzüge
zurückgeben?
Da wir seit einiger Zeit eisenbahntariftechnisch weit hinter 1848 zurückgeworfen sind, ist das tatsächlich rechtens: Die Bahncard ist ein Angebot der Dehback und gilt bloß für Leistungen, die diese auf eigene Rechnung erbringt. In allen Herzogtümern, Zaunkönigreichen etc., in denen Verkehrsverbünde bestehen oder die Landesnahverkehrsgesellschaften die Leistungen auf eigene Rechnung erbringen (die Dehback fährt in diesem Fall im Auftrag), entscheidet der jeweilige Grossmogul, Baron, Freyherr etc. über den Tarif, zu dem man in höchstdesselben Zügen fahren darf. Wenn höchstderselbe seinen Tarif öffentlich auszuhängen geruhen, ist dem Recht Genüge getan.
Gleiches kann einem mit der Bahncard passieren, wenn man mit den Fernzügen von Connex unterwegs ist; da machts aber nichts aus, weil die auch zum Standardtarif extrem wohlfeil sind.
Merke: Nicht überall, wo DBAG drauf steht, ist auch DBAG drin.
Am Rande: Es ist nichts so schlecht, dass es nicht auch sein Gutes hätte. Die KiN der Deback sind nur gehalten, die Fahrausweise zu kontrollieren, solange sie auf Strecken des DBAG-Tarifes unterwegs sind. Folge: Sobald man die Schlagbäume SHs passiert hat, sitzen sie plötzlich alle im Dienstabteil und klönen sich einen. Was die Sache mit dem teuren Preis je nach Risikofreudigkeit des Fahrgastes ziemlich relativiert.
Trost: Die Fahrgastvereinigung „Pro Bahn“ ist an der Sache dran. Den Beitritt kann ich nur empfehlen, in Relation zu der kleinen Mitgliederzahl hat deren Lobbyarbeit schon viel mehr bewegt als die des ADAC.
Am Rande: Es ist nichts so schlecht, dass es nicht auch sein
Gutes hätte. Die KiN der Deback sind nur gehalten, die
Fahrausweise zu kontrollieren, solange sie auf Strecken des
DBAG-Tarifes unterwegs sind. Folge: Sobald man die Schlagbäume
SHs passiert hat, sitzen sie plötzlich alle im Dienstabteil
und klönen sich einen. Was die Sache mit dem teuren Preis je
nach Risikofreudigkeit des Fahrgastes ziemlich relativiert.
Keine gute Idee - die Strecke von HH nach HL ist fast komplett im HVV (Hamburger Verkehrsverbund). Und entsprechend kam nach 10 km der nette Kontrolleur des HVV, der mir kaltlächelnd 40 Euro abgeknöpft hätte, wenn ich nicht in Rekordzeit einen überteuerten Fahrschein am Automaten in HH gelöst hätte.
Trost: Die Fahrgastvereinigung „Pro Bahn“ ist an der Sache
dran. Den Beitritt kann ich nur empfehlen, in Relation zu der
kleinen Mitgliederzahl hat deren Lobbyarbeit schon viel mehr
bewegt als die des ADAC.
Sind Pro Bahn nicht diejenigen, die diesen Unsinn mitverbrochen haben???
Also im Ernst - ausgerechnet das KLEINSTE Land Deutschlands muß sich so einen Unsinn erlauben.
Sind Pro Bahn nicht diejenigen, die diesen Unsinn
mitverbrochen haben?
Nein, Pro Bahn sind die, die nach Einführung der Bahncard light und den Spezialrabatten für Kontingente, deren Sitzplatznummern mit der Quersumme des Geburtstages des Fahrgastes übereinstimmen, aber nur wenn man an einem Mittwoch sieben Wochen vor der Fahrt ab 19.30h bucht, vorgerechnet haben, dass das Bahnfahren durch die geänderte Tarifstruktur in den meisten Verbindungen teurer wurde. Herr Mehdorn ist wegen dieser Äußerung gegen den Vorstand von Pro Bahn vor den Kadi gezogen, aber immerhin hat er einige Zeit später heimlich die Bahncard 50 wieder eingeführt; und das war das Ziel von Pro Bahn gewesen, ganz gute Trefferquote.
„Do you know how to make an elephant boogie?“ - „Just push till it moves.“
Wie weit wir mit diesem Pseudo-Halbtaxabo von der CH weg sind, ist auch daran zu erkennen, dass Du auch außerhalb von SH in vielen Verbundtarifen mit der Bahncard Schwierigkeiten haben wirst: Wo sie überhaupt gilt, wird sie meistens nur in höheren Tarifzonen akzeptiert.
Wie weit wir mit diesem Pseudo-Halbtaxabo von der CH weg sind,
ist auch daran zu erkennen, dass Du auch außerhalb von SH in
vielen Verbundtarifen mit der Bahncard Schwierigkeiten haben
wirst: Wo sie überhaupt gilt, wird sie meistens nur in höheren
Tarifzonen akzeptiert.
…dann würde ich es ja einsehen.
Verkehrsverbünde haben irgendwie ihre Berechtigung, wenn’s auch manchmal ärgerlich ist. Denn: 1.) weiß ich schon zu Beginn, also wenn ich die BahnCard kaufe, daß sie dort nicht gilt. 2.) darf ich dafür ja auch alle Busse und Straßenbahnen mit demselben Ticket benutzen.
In SH gilt 1 schon mal gar nicht und 2 eigentlich auch nicht: Ausgerechnet die großen VV (Lübeck und Kiel) lassen die Scheine im Bus nicht gelten. Hamburg auch nur bei Tages- und Gruppenkarten.
Ähnlich auch beim Schleswig-Holstein-Ticket für 21 Euro: Wer in Lübeck-St Jürgen einsteigt, muß sagen, daß er schon in Herrnburg (3 km vorher, in MVP) eingestiegen ist - dann gilt das Ticket.