Falsche Behandlung von Kieferorthopädin

Hallo,

wer hat ähnliches erlebt oder kann Tipps geben?

Mein Sohn (9) hat eine ziemlich schlechte Zahnstellung und hat deshalb von der Kiferorthopädin zwei lose Spangen für oben und unten bekommen. Diese trug er etwa 1/2 jahr.

Da er erst sehr wenige Milchzähne verloren hat, zahlte die Kasse nicht, so dass ich es privar gezahlt habe.

Seit dem Tragen der SPangen ist jedoch deutlich geworden, dass er auch einen schiefen Kiefer hat und nicht richtig zubeißt. EIgentlich hätte die KO das schon beim ersten Röntgenbild feststellen müssen.

Aufgrund meiner Nachfrage schickte sie uns in eine Spezialklinik mit dem Ergebnis, dass sie eine völlig falsche Behandlung eingeschlagen hat.

Die Spangen soll mein Sohn ab sofort nicht mehr tragen, sondern eine Spange zum Draufbeissen bekommen, damit der Kiefermuskel wieder trainiert wird. Würde er die Behandlung weitermachenb, würde dieser Muskel verkümmern und irgendwann mal operiert werden müssen.

Nun habe ich die KP darauf angesprochen und sie sagte, dass sie mit dieser Behandlung überfordert wäre! SIe könne sich nur um die richtige Zahnstellung kümmern - mehr nciht. Sie hätte eigentlich damit gerechnet, dass er so weiter behandelt werden soll und irgendwann mit 15 oder so mal operiert wird.

Der Arzt der Klinik empfahl mir zum Schiedsgericht zu gehen.

Wie seht ihr die Chancen in so einem Fall?

Danke!

Gruss

heike

Hallo Heike,

…kann ich auch davon singen. Nach 2 Jahren ohne den geringsten Behandlungserfolg, habe ich mich an meine Krankenkasse gewandt und den ganzen Schlamassel geschildert.
Gleichzeitig einen neuen, guten KFO gesucht und gefunden.

Es war etwas nervig und zeitaufwendig, wegen der Schreiberei usw.,aber wir haben es geschafft.
Zusätzlich musste ich noch die Zahnärztekamme einschalten, weil die „alte“ KFO nicht kooperieren wollte.Du kannst Dir alle Unterlagen geben lassen auch Röntgenbilder, denn die gehören dem Patienten!!!

Ich habe nicht ganz verstanden, ob Du alles privat bezahlen mußt, oder nur einen Teil.

Wichtig ist: wenn Du einen Wechsel willst, dann mußt Du mit Widerstand vom behandelnden Arzt rechnen. Mache von allen Unterlagen Kopien und schicke sie an die Kasse - mit Deiner schriftlichen Begründung und was der Arzt so alles gesagt oder nicht gesagt hat.
Wenn der Fall bei Euch so schwierig ist, würde ich gleich auch alles zur Kammer schicken.

Viel Glück! Iso.Osi

Hallo,

danke für die schnelle Antwort.

Ja, ich habe alles privat bezahlt, angeblich weil mein Sohn noch zu viele Milchzähne hat und die Kasse die Klammer erst ab einer bestimmten ANzahl bleibender Zähne zahlt.

Hinzu kommt auch noch, dass mein Sohn im frühen Säuglingsalter eine Knochenentzündung hatte und die Kieferfehlstellung aufgrund dessen wahrscheinlich vorhanden ist - so die Uniklinik,

Die KO hat jedoch keine gesamtheitliche Anamnese gemacht und nicht nach Vorerkrankungen gefragt. Ich selbst bin auf diese Idee gar nicht gekommen.

Ich wollte sie erst einmal persönlich ansprechen und ggf. das Schiedsgericht beauftragen.

Heike

Hallo,

bei meiner Kasse (AOK Bayern) gibt es in jeder Direktion einen Ansprechpartner für Behandlungsfehlermanagement. Frag doch einfach bei deiner Kasse mal nach, an wen du dich am besten wenden sollst und wie du nacheinander vorgehen sollst.

Gruß
Simone

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Hallo Heike,
… gern geschehen!

Ich hoffe Du meinst das Medizinische Schiedsgericht.
Vorsichtshalber würde ich mich an Deiner Stelle, wenn Du eine Rechtsschutzversicherung hast, mal kundig machen, ob die im Fall der Fälle die Rechnung übernehmen. Du bekommst dann ein spezielles Papier zugeschickt, welches Dich für eine kostenlose Beratung ausweist - auch wenn aus der Sache dann nichts werden sollte.

Es gibt auch Anwälte speziell für solche Fälle, denn ich denke, dass Du als Patient, bzw. Erziehungs-berechtigte eines minderjährigen Patienten, jede Hilfe gebrauchen kannst.
Du mußt ja nichts über´s Knie brechen, aber Du bist immer in der Beweispflicht und „Die“ wissen schon, wie man die Dinge dreht.

Im Net gibt es garantiert Seiten über Patientenrechte, oder rufe die Verbraucherzentrale an.

Viel Glück! Iso.Osi

Kasse interessiert das nicht
hallo Simone,

das habe ich schon gemacht. Allerdings habe ich einen privaten Vetrag mit der KO abgeschlossen und von daher hat die das gar nicht weiter interessiert…

eine Frage noch
Hallo,

wie war das bei Euch genau, wart Ihr vor Gericht oder hat diese Schiedsstelle entschieden, dass ihr Geld zurück erhaltet?

Der Vater des Kindes ist Beanter bei der Stadt und da gibt es kostenfrei für Beamte eine Beratungsstelle und auch die Möglichkeite Hilfe beim Aufüllen der Formulare zu erhalten…

Aber ich schaue auch nochmal im Internet, danke für den Tipp

Auch Hallo,
nein vor Gericht waren wir nicht, aber kurz davor.
Der „Streitwert“ war nicht hoch genug - verrückt was.

Aber bei Dir liegt der Fall ja doch etwas anders, wegen der Milchzahngeschichte und der NULL-Beratung, bzw. Abzockerei des Arztes.
Letztendlich hat uns die Krankenkasse sehr geholfen!
Das lag auch an meinem Begründungsschreiben an die Kasse.
Für nähere Info´s schick mir eine Mail, denn die Details müssen wir ja nicht hier bereden.
Laß auf keinen Fall locker!!!
Gruß Iso.Osi

hallo Simone,

das habe ich schon gemacht. Allerdings habe ich einen privaten
Vetrag mit der KO abgeschlossen und von daher hat die das gar
nicht weiter interessiert…

Hallo, aber die Folgekosten tragen die doch, also sollte es sie doch auch interessieren, wenn sie sich was von der KFO zurückholen können? (Ähnlich zB. bei verbockter SchönheitsOP)
Ansonsten geh zur Verbraucherberatung, die haben auch Leute für die Rechsberatung, zT sogar auf Patientenrechte Spezialisiert.
Kostet nicht viel und ist Unabhängiger als der Patientenombudsmann (den gibts seit der Gesundheitsreform, wo weiss ich nicht) und der Mensch von der www.aerztekammer.de (kannst auch nach aerztekammer „Dein Bundesland“ googlen, dann hast du gleich den richtigen), dort unter Schlichtungsstelle.
Viel Glück Susanne