Hallo,
wie wehrt man sich gegen einen Chatter, von dem man bedroht, verleumdet
und bloßgestellt wird? Nehmen wir an, eine Person hat mit einem Chatter mal Fotos ausgetauscht. Die will er jetzt publik machen und seine schmutzige Kampagne durchziehen. Nur weil die Betroffene ihn nicht zu sich einlädt. Hat sich negativ entwickelt, darum will sie ihn nicht sehen. Nun hat sie schlaflose Nächte.
ich würde ich zuerst mal an den Betreiber der Seite wenden bezüglich des Users.
Der könnte zumindest den User sperren, herauswerfen… oder so…
Kann Dir nun leider keinen „Rechtstipp“ geben… das nur rein intuitiv…
Ob im Netz oder real ist hierbei völlig wurscht, ausser das es im Netz schwerer ist soetwas zu beweisen.
Wenn das Verhalten massiv ist würde ich halt die Staatsanwaltschaft einschalten und denen die Sachlage schildern.
Sofern die Person die Adresse hat kann sie natürlich auch gerichtlich gegen ihn vorgehen durch Erlaß einer einstweiligen Verfügung.
Zusätzlich sollte sie die Betreiber der Seite auffordern seine PC-Daten zu sichern, sodaß er ggf. später eindeutig identifiziert werden kann.
Kommt halt drauf an wie massiv sein Vorgehen ist und wie sehr sie sich bedroht fühlt…
das Strafrecht gilt im Netz genauso wie im „real life“. Ich würde den „sauberen“ Bekannten darauf aufmerksam machen, dass er sich strafbar macht, wenn er das durchzieht. Man sollte das aber auch so rüberbringen, dass er das nicht als leere Drohung ansieht.
Es kommen da einige Straftatbestände infrage, das müsste man sich dann nochmal genauer ansehen.
ja, ja, das Netz verkommt leider auch immer mehr, aber man ist dem nicht hilflos ausgeliefert. Entweder selbst direkt zur Polizei oder Staatsanwaltschaft oder einen Anwalt hierfür einschalten (Rechtsschutzversicherung?). Wichtig dabei: Man braucht „reale“ Daten, also den echten Namen, die echte Adresse, … Hat man diese bislang nicht, muss man ggf. über den Provider, den Forenbetreiber, … gehen und notfalls gerichtlich Auskunft einklagen.
Außerdem sollte man Beweise sichern, d.h. alle Chats protokollieren, alle gewechselten Mails ausdrucken, Zeugen bei Telefonanrufen dabei haben, …
Hatte gerade neulich so einen Fall, und dem Schmutzfinken ist es dann ziemlich kalt über den Rücken gelaufen, als er plötzlich anwaltliche Briefpost an seine reale Adresse bekam, womit er offenbar überhaupt nicht gerechnet hatte. Der Gang zum Staatsanwalt hat sich dann erübrigt, der Guteste war so kleinlaut, hat alles zugegeben und schriftlich seine Schuld eingestanden und Besserung gelobt. Sollte er noch mal auffällig werden, würde sein Geständnis sofort an die Staatsanwaltschaft gehen und dies wird er sicher nicht riskieren.