Fahrradhelm pflicht?

Hallo

Nein ! und das soll bitte auch so bleiben! Es gibt Untersuchungen aus Australien, das dort nach Einführung der Helmpflicht der Radverkehr deutlich zurückgegangen ist.
Wenn man wirklich etwas für die Sicherheit der Radler tun wollte, sollte man erstmal die „Bürgersteigradwege“ verbieten !!!

Gruß Robert

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Hallo!

Nein ! und das soll bitte auch so bleiben! Es gibt
Untersuchungen aus Australien, das dort nach Einführung der
Helmpflicht der Radverkehr deutlich zurückgegangen ist.

Das kommt mir ein bisschen so vor, wie die Argumente derer, die gegen die Gurtenpflicht waren.

Gruß
Tom

Hallo Tom,

Auch die meisten Autofahrer sterben bei Unfällen an schweren Kopfverletzungen, aber außer Schumi und seinen Kollegen trägt auch keiner einen Helm im Auto. Außerdem sprechen wir hier von bunten Styropurhütchen, die vielleicht helfen wenn man aus eigenen Antrieb von Rad fällt, ich glaube aber nicht wirklich an einen Effekt wenn ich mit 25 Km/H ein Auto mit 50-60 Km/H Treffe.
Wie schon gesagt, wer wirklich etwas für die Sicherheit der Radler tun will, soll die Benutzungspflicht für die saugefählichen „Bürgersteigradwege“ aufheben, dort werden die Radfahrer umgenietet, weil sie von den Autofahren beim Abbiegen oder aus der Einfahrt fahren nicht gesehen werden, da hilft auch kein Helm.

Gruß Robert

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Auch die meisten Autofahrer sterben bei Unfällen an schweren
Kopfverletzungen, aber außer Schumi und seinen Kollegen trägt
auch keiner einen Helm im Auto. Außerdem sprechen wir hier von
bunten Styropurhütchen, die vielleicht helfen wenn man aus
eigenen Antrieb von Rad fällt, ich glaube aber nicht wirklich
an einen Effekt wenn ich mit 25 Km/H ein Auto mit 50-60 Km/H
Treffe.

Da gibt es Tests. Da wird ein solcher Helm einer Melone aufgesetzt. Und dann darf die Melone durch die Gegend fliegen. Sie bleibt auch bei einem Sturz aus beachtlicher Höhe ganz. Es gibt sicher noch einen Haufen anderer Tests, die etwas über die Sicherheit solcher Helme aussagen. Und wenn ich Kinder hätte, würde ich sie zum Tragen eines solchen Helmes verdonnern.

Wie schon gesagt, wer wirklich etwas für die Sicherheit der
Radler tun will, soll die Benutzungspflicht für die
saugefählichen „Bürgersteigradwege“ aufheben, dort werden die
Radfahrer umgenietet, weil sie von den Autofahren beim
Abbiegen oder aus der Einfahrt fahren nicht gesehen werden, da
hilft auch kein Helm.

Zum einen schützt ein solcher Radweg immer noch mehr Radfahrer als deswegen umgefahren werden. Wenn die Radfahrer auf der Straße fahren, sind sie verpflichtet, möglichst weit rechts zu fahren. Die Risiken sind die gleichen. Und auf jeden Fall ist man auf Bürgersteigen vor LKW geschützt.

Seit einigen Jahren ist es übrigens nicht mehr Pflicht für Radfahrer, auf ausgezeichneten Radwegen zu fahren. Wenn der Radweg nicht genehm ist, darf auf Straßen gefahren werden. Ich bevorzuge allerdings immer noch Radwege auf Bürgersteigen. Die gefährlichsten Situationen in meinem Leben traten immer da auf, wo ich auf der Straße fahren mußte, weil es keinen Radweg gab.

Wenn ich allerdings einen Kreisverkehr um-/überfahren muß, fahre ich lieber mitten auf der Straße, und zwar so mittig, daß mich keiner überholen kann. Da hat man tatsächlich auf dem Radweg außen rum kaum eine Chance.

Bis denne!
Schnoof

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Hallo Schnoof,

Da gibt es Tests. Da wird ein solcher Helm einer Melone
aufgesetzt. Und dann darf die Melone durch die Gegend fliegen.
Sie bleibt auch bei einem Sturz aus beachtlicher Höhe ganz.

Die Melon hat aber keine Arme. um sich abzustützen. Bei Radfahrgeschwindigkeiten unter 20 km/h ist das nämlich eine bewährte Methode, den Kopf zu schützen.

Und wenn ich Kinder hätte, würde ich sie zum Tragen eines solchen Helmes
verdonnern.

Und selber? Übrigens haben Kinder sehrviel schmalere Schultern im Verhältnis zur Kopfgröße, da ist das Helmtragen schon wieder sehr viel sinnvoller. Aber eine Helmpflicht würde sich ja nicht nur auf die Kinder beziehen.

Wie schon gesagt, wer wirklich etwas für die Sicherheit der
Radler tun will, soll die Benutzungspflicht für die
saugefählichen „Bürgersteigradwege“ aufheben, dort werden die
Radfahrer umgenietet, weil sie von den Autofahren beim
Abbiegen oder aus der Einfahrt fahren nicht gesehen werden, da
hilft auch kein Helm.

Zum einen schützt ein solcher Radweg immer noch mehr Radfahrer
als deswegen umgefahren werden.

Quelle?

Wenn die Radfahrer auf der Straße fahren, sind sie verpflichtet,
möglichst weit rechts zu fahren.

„möglichst“ heißt nicht „halb im Straßengraben“. Und Autofahrer müssen einen ausreichenden Sicherheitsabstand halten. Der aktuelle Stand in der Rechtsprechung ist bei 1,5 bis 2 Meter. Da sollte sich Überholen bei Gegenverkehr sowieso schon erledigt haben.

Die Risiken sind die gleichen. Und auf jeden Fall ist
man auf Bürgersteigen vor LKW geschützt.

Nö, gerade die LKW-Unfälle haben damit zu tun, das Radler von rechts im toten Winkel daher kommen, eben gerade auf dem Radweg.

Seit einigen Jahren ist es übrigens nicht mehr Pflicht für
Radfahrer, auf ausgezeichneten Radwegen zu fahren.

Korrektur: Auf nicht als benutzungspflichtig gekennzeichneten Radwegen. D.h. alle Radwege mit Schild sind immer noch benutzungspflichtig.

Wenn ich allerdings einen Kreisverkehr um-/überfahren muß,
fahre ich lieber mitten auf der Straße, und zwar so mittig,
daß mich keiner überholen kann. Da hat man tatsächlich auf dem
Radweg außen rum kaum eine Chance.

So solltest Du auch sonst ohne Radweg fahren. Dass zumindestens ein echter Spurwechsel zum Überholen notwendig ist.

Gruß, Karin

Hallo,

das alles sind keine Argumente gegen den Helm bei Rad fahren. Autofahrer sind im Falle eines Falles ganz anderen Unfallmechanismen ausgesetzt als Radler, also kann man da keine Vergleiche anstellen.

Davon abgesehen gibt es natürlich immer Aufprallgeschwindigkeiten, bei denen Schutzeinrichtungen nicht mehr wirken. Daß der Radfahrerhelm nix nutzt wenn ein Auto den Radler mit 100 km/h über den Haufen fährt ist klar, genauso wie der Airbag nicht hilft wenn man mit 200 km/h gegen einen Betonpfeiler donnert.
Bei vielen Unfällen liegen Aufprallstärke und Unfallmechanismus aber in einem Bereich, innerhalb dessen Schutzeinrichtungen sehr wohl darüber mitbestimmen wie stark die folgenden Verletzungen ausfallen. Was ist wenn der Autofahrer noch bremst und der Radler „nur“ mit 15 oder 20 km/h kollidiert? Oder was wenn der Radfahrer ohne zutun von anderen stürzt?

Nach 12 Jahren Rettungsdienst habe ich eindeutig das Gefühl daß Radlerhelme helfen Schlimmeres zu verhindern. Schaden tun sie in jedem Fall nicht, und heutzutage braucht auch niemand mehr Angst haben daß er schief angeschaut wird wenn er mit einem solchen Hut unterwegs ist. Insofern - was spricht dagegen einen Helm zu tragen?

Gruß,

MecFleih

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Hallo,

Zum einen schützt ein solcher Radweg immer noch mehr Radfahrer
als deswegen umgefahren werden. Wenn die Radfahrer auf der
Straße fahren, sind sie verpflichtet, möglichst weit rechts zu
fahren. Die Risiken sind die gleichen. Und auf jeden Fall ist
man auf Bürgersteigen vor LKW geschützt.

ich muss dich da etwas deillusionieren. Eine Untersuchung in KA hat festgestellt, dass das Risiko für einen Radfahrer, einen Unfall zu erleiden auf dem Bürgersteigradweg ca 3mal so hoch ist wie auf der Straße daneben. Mein einziger Unfall als Radfahrer im Zusammenhang mit Autos fand auf genau so einem Radweg statt (Frau bog in Einfahrt als ich gerade mit ca. 15 km/h auf dem Radweg daherkam.). Die wenigsten Autofahrer danken daran, dass rechts von ihnen etwas ist, was sich deutlich schneller als Fußgänger bewegt.

Gruss, Niels

Und wenn ich Kinder hätte, würde ich sie zum Tragen eines solchen Helmes
verdonnern.

Und selber? Übrigens haben Kinder sehrviel schmalere Schultern
im Verhältnis zur Kopfgröße, da ist das Helmtragen schon
wieder sehr viel sinnvoller. Aber eine Helmpflicht würde sich
ja nicht nur auf die Kinder beziehen.

Aus Vorbildgründen würde ich dann natürlich auch mich nebst Mann verdonnern. ;o)

Zum einen schützt ein solcher Radweg immer noch mehr Radfahrer
als deswegen umgefahren werden.

Quelle?

Habe ich tatsächlich keine. Ist mehr auf persönliche Erfahrungen gestützt.

Wenn die Radfahrer auf der Straße fahren, sind sie verpflichtet,
möglichst weit rechts zu fahren.

„möglichst“ heißt nicht „halb im Straßengraben“. Und
Autofahrer müssen einen ausreichenden Sicherheitsabstand
halten. Der aktuelle Stand in der Rechtsprechung ist bei 1,5
bis 2 Meter. Da sollte sich Überholen bei Gegenverkehr sowieso
schon erledigt haben.

Naja, es gibt aber genügend Autofahrer, die sich nicht daran halten. Ich bin schon mal bei voller Fahrt an die Bordsteinkante gepreßt worden. Meine Mama hat mich früher bei gemeinsamen Ausflügen immer ausgeschimpft, weil ich ihrer Meinung nach zu viel Abstand nach rechts gehalten hatte. Ich habe lieber einen Meter nach rechts zum Ausweichen gehabt, weil es mir schon damals (DDR, weniger Autos, weniger Verkehr) zu oft passierte, daß die Autofahrer eben keine anderthalb Meter Abstand hielten, auch wenn kein Gegenverkehr da war.

Die Risiken sind die gleichen. Und auf jeden Fall ist
man auf Bürgersteigen vor LKW geschützt.

Nö, gerade die LKW-Unfälle haben damit zu tun, das Radler von
rechts im toten Winkel daher kommen, eben gerade auf dem
Radweg.

Gut, vielleicht rechne ich zu sehr mit dem Versagen anderer und gucke immer, daß die Autofahrer mich garantiert sehen (z.B. versuche ich, per Rückspiegel Blickkontakt aufzunehmen). Das hilft eben nur nichts, wenn mich jemand mit nicht mal einen Meter Abstand auf der Straße überholen will. Bisher war ich wirklich auf Radwegen immer besser aufgehoben. Und LKW können extrem ausscheren, wenn sie in eine kleine Kurve fahren. Das mag ich an ebenerdigen Radwegen nämlich überhaupt nicht.

Seit einigen Jahren ist es übrigens nicht mehr Pflicht für
Radfahrer, auf ausgezeichneten Radwegen zu fahren.

Korrektur: Auf nicht als benutzungspflichtig gekennzeichneten
Radwegen. D.h. alle Radwege mit Schild sind immer noch
benutzungspflichtig.

Hmm, ich hatte es anders in Erinnerung. Ich hatte zu dem Zeitpunkt gerade Führerschein gemacht. Da wurde das besprochen, weil einige von uns begeisterte Radfahrer waren.
Gibt es überhaupt Radwege ohne Schild? Da fallen mir jetzt keine ein. Ich glaube, bei uns gibt es nur ausgezeichnete Radwege oder keine.

Wenn ich allerdings einen Kreisverkehr um-/überfahren muß,
fahre ich lieber mitten auf der Straße, und zwar so mittig,
daß mich keiner überholen kann. Da hat man tatsächlich auf dem
Radweg außen rum kaum eine Chance.

So solltest Du auch sonst ohne Radweg fahren. Dass
zumindestens ein echter Spurwechsel zum Überholen notwendig
ist.

Dann überholen sie mich extra mit nur 50cm Abstand, um mich an den rechten Rand zu verweisen. Falls ich dabei stürze, wird ein Witz gerissen und dann Gas gegeben. Das ist mir zu gefährlich. Ich meide Straßen lieber ganz - soweit möglich.

Bis denne!
Schnoof

Moin,

Die Melone hat aber keine Arme. um sich abzustützen. Bei
Radfahrgeschwindigkeiten unter 20 km/h ist das nämlich eine
bewährte Methode, den Kopf zu schützen.

sorry, diese Aussage ist in keinster Weise nachvollziehbar und erst recht nicht zu empfehlen :
Ich hatte selber mal einen Radunfall (bei unter 20 km/h mit dem Lenker an einem Verkehrsschild hängengeblieben) und keine, aber auch gar keine Chance , mich mit irgendwelchen Körperteilen irgendwo abzustützen oder zu schützen (du kriegst das einfach nicht hin, in dem Bruchteil der Sekunde, die das Fahrrad und dein Körper braucht, um auf der Straße aufzuschlagen, dich noch zu schützen!). Ich war echt froh, einen Helm aufgehabt zu haben. Den habe ich hinterher weggeschmissen, was man jedem raten sollte, da Beschädigungen nicht ohne weiteres erkennbar sind.

Ergebnis des Unfalls: Fahrradlenker verbogen, Wolf gänzlich unversehrt.

Fazit für mich: Immer nur noch mit Helm! (Warum braucht man eigentlich für alles eine Vorschrift )?

Gruß vom Wolf (dessen Kollegen auch nicht lachen, wenn sie ihn mit Helm sehen!!!)

Hallo!

Ich kann das bestätigen. Ich hatte selber vor mittlerweile zehn Jahren einen Fahrradunfall ohne Helm und hab mir den Kopf ordentlich angehauen. Ich bin mit dem Vorderrad in ein Loch gefahren und habe mich überschlagen, obwohl ich nicht schnell unterwegs war (das war nicht beim Bergabfahren oder so). Abstützen konnte ich mich überhaupt nicht, das war zu schnell. Ich kann mich zwar konkret an den Unfall nicht erinnern, hatte aber auf dem Handrücken Schürfwunden. Also hab ich die Hände scheinbar nichtmal vom Lenker rechtzeitig wegbekommen. Jedenfalls habe ich keinen Helm aufgehabt, war dann bewusstlos und bin eine Zeit lang im Krankenhaus gelegen - und das ganze noch im Ausland, als ich auf Urlaub war. Hätte ich damals schon einen Helm aufgehabt, wäre mir sicherlich vieles erspart geblieben.

Gruß
Tom

Hallo,

ich habe in meinem (vereinsbedingt nicht kleinen) Bekanntenkreis von Radlern um Größenordnungen mehr von

  • Schulter
  • Hand
  • Oberschenkel

verletzungen als von Kopfverletzungen im Alltagsverkehr gehört und auch selber nie andere erlebt. Wohlgemerkt mit der o.g. Einschränkung. Hier noch Frage an Wolf: Hast Du gerade mit dem Tacho gespielt, als Dud as Verkehrsschild übersehen hast? Oder hast Du Deine Geschwindigkeit doch nur geschätzt? Dann behaupte ich, dass Du schneller warst.

Selber hatte ich einen einzigen Unfall mit einer Kopfverletzung. Da bin ich (Übrigens auf einem ach so sicheren Radweg von einer Fußgängergruppe ausgebremst) rücklings gegen eine (senkrechte) Hauswand gefallen. Die Hauptverletzung war ein Schleudertrauma, verursacht durch das Auslenken des Kopfes beim Sturz. Mit ein paar Zentimeter mehr Auslenkung hätte das sehr böse ausgehen können, hat der Rettungssanitäter gesagt. Die Helme, die ich kenne, sind alle nach hinten hinaus mindestens 2.5 cm dick…

Andere Stürze haben auch bei mir ausschließlich zu den oben aufgelisteten Verletzungen geführt, auch einmal ein Stock im Vorderrad damals noch mit echten Schutzblechen. Jeder darf sich die unfreiwillige Vollbremsung vorstellen: Fahrradlenker parallel zum Fahrrad (herrliche Hämatome auf beiden Oberschenkeln), Hangelenke eine Woche in der Manschette, Kopf nix

Versteht mich nicht falsch, ich will euch den Helm nicht ausreden, ich spreche nach wie vor nur gegen die Helmpflicht.

Gruß, Karin

Die Melon hat aber keine Arme. um sich abzustützen. Bei
Radfahrgeschwindigkeiten unter 20 km/h ist das nämlich eine
bewährte Methode, den Kopf zu schützen.

Nein, absolut nicht. Der Reflex bei einem Sturz geht erwiesenermaßen dahin, weiter in Richtung des Lenkers zu greifen, um einen Haltepunkt zu haben. Dadurch kommen bei kleineren Stürzen zahlreiche Schulter- und Kopfverletzungen, da meist der Arm beim Aufprall unter dem Körper verdreht wird und der Kopf ungeschützt aufschlägt. Das kann man auf weichem Untergrund selbst testen: sobald man ein Objekt in Händen trägt und stolpert, lässt man es nicht reflexartig los, um den Kopf zu schützen, sondern versucht tatsächlich, sich an diesem Objekt festzuhalten. Die Arme als relativ sichere Fallstütze funktionieren nur bei Laufunfällen mit freien Händen zuverlässig - bei Zweiradunfällen ist gerade deswegen ein Kopfschutz unerlässlich.

Gruß, Joachim

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Hallo Schnoof,

Zum einen schützt ein solcher Radweg immer noch mehr Radfahrer
als deswegen umgefahren werden.

Quelle?

Habe ich tatsächlich keine. Ist mehr auf persönliche
Erfahrungen gestützt.

Wenn die Radfahrer auf der Straße fahren, sind sie verpflichtet,
möglichst weit rechts zu fahren.

„möglichst“ heißt nicht „halb im Straßengraben“. Und
Autofahrer müssen einen ausreichenden Sicherheitsabstand
halten. Der aktuelle Stand in der Rechtsprechung ist bei 1,5
bis 2 Meter. Da sollte sich Überholen bei Gegenverkehr sowieso
schon erledigt haben.

Naja, es gibt aber genügend Autofahrer, die sich nicht daran
halten. Ich bin schon mal bei voller Fahrt an die
Bordsteinkante gepreßt worden.

Wenn Du da noch Platz hast, weil Du schon von haus aus weit genug Abstand vom Straßenrand hältst, dann passiert das nicht so leicht.

Meine Mama hat mich früher bei
gemeinsamen Ausflügen immer ausgeschimpft, weil ich ihrer
Meinung nach zu viel Abstand nach rechts gehalten hatte. Ich
habe lieber einen Meter nach rechts zum Ausweichen gehabt,
weil es mir schon damals (DDR, weniger Autos, weniger Verkehr)
zu oft passierte, daß die Autofahrer eben keine anderthalb
Meter Abstand hielten, auch wenn kein Gegenverkehr da war.

Da hattest Du eben mehr recht als Deine Mama, wobei ich nicht weiß, wie die Rechtslage bei euch war.

Seit einigen Jahren ist es übrigens nicht mehr Pflicht für
Radfahrer, auf ausgezeichneten Radwegen zu fahren.

Korrektur: Auf nicht als benutzungspflichtig gekennzeichneten
Radwegen. D.h. alle Radwege mit Schild sind immer noch
benutzungspflichtig.

Hmm, ich hatte es anders in Erinnerung. Ich hatte zu dem
Zeitpunkt gerade Führerschein gemacht. Da wurde das
besprochen, weil einige von uns begeisterte Radfahrer waren.
Gibt es überhaupt Radwege ohne Schild? Da fallen mir jetzt
keine ein. Ich glaube, bei uns gibt es nur ausgezeichnete
Radwege oder keine.

Die Rehtslage findest Du anschaulich hier dargestellt: http://www.adfc.de/verkehr/stvo/

Dann überholen sie mich extra mit nur 50cm Abstand, um mich an
den rechten Rand zu verweisen. Falls ich dabei stürze, wird
ein Witz gerissen und dann Gas gegeben. Das ist mir zu
gefährlich. Ich meide Straßen lieber ganz - soweit möglich.

Aber, wenn Du recht noch einen Meter Platz hast, dann kannst Du erst mal noch ausweichen. Und so wendig sind die Autos, die ich kenne, nicht, dass die Fahrer das ohne weiteres nachmachen können.

Gruß, Karin

HI MecFleih,

wenn man das Radfahren verbietet, könnte man 100% aller Radunfälle verhindern. Viele Radfahrer fahren dann zwar mit dem Auto und töten die Fußgänger, aber das kann man ja auch verbieten. Dann fahren irgenwann alle mit dem Auto.

Mit anderen Worten: die Gefährdung der Radfahrer geht vor allem vom Auto aus! Warum sollte man das Radfahren nun uninteressant machen, wo doch die Autos die Gefahr verursachen?

Auch ich fordere daher Helmpflicht für Auto(+mit-)fahrer. Viele Leuten würden dann lieber laufen als Autofahren und die Welt damit sicherer werden als bei der Einführung der Helmpflicht für Radfahrer und bald für Fußgänger.

Alles Gute wünscht
Michael

Hallo Karin,

Die meisten Leute glauben halt immer noch:

die Erde ist eine Scheibe
Schweine können fliegen

und Radwege sind sicher

es wird ihnen ja von der Autolobby auch immer wieder vorgebetet, obwohl erwiesen, dass es falsch ist, damit die Outos freie Bahn haben.

Wer Radwege baut, ist Fallensteller

Gruß Robert

Hallo,

Mit anderen Worten: die Gefährdung der Radfahrer geht vor
allem vom Auto aus! Warum sollte man das Radfahren nun
uninteressant machen, wo doch die Autos die Gefahr
verursachen?

das schiebt den Autofahrern pauschal die Schuld in die Schuhe. Wenn ich mir hier in Karlsruhe so die Radfahrer anschaue, komm ich zu dem Schluß, dass ein nicht unerheblicher Teil sich selbst und andere gefährden allein durch ihr Verhalten.

Gruss, Niels

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Hallo!

Nur ganz kurz: natürlich kann man mit Helm Verletzungen erleiden, es kann auch sein, dass der Helm die Verletzungen verstärkt. Genauso wie einem der Gurt verletzen kann und genauso wie ein Raucher 90 Jahre alt werden kann und ein 50 jähriger Nichtraucher an Lungenkrebs sterben kann - natürlich kann das alles sein - aber das ändert nichts.

Die Wahrscheinlichkeit mit Helm am Kopf verletzt zu werden ist trotzdem geringer als ohne Helm, genauso wie die Wahrscheinlichkeit angegurtet verletzt zu werden geringer ist als nicht angegurtet, genauso wie die Wahrscheinlichkeit für einen Nichtraucher geringer ist an Lungenkrebs zu erkranken wie für einen Raucher. Man muss das ja wohl in einer Gesamtsicht sehen und nicht Einzelfälle herausnehmen, das wäre eine unseriöse Argumentation. Du musst dir nur die Unfall- und Verletzungsstatistiken anschauen - natürlich sind schon Motorradfahrer im eigenen Helm erstickt, aber insgesamt wurde die Zahl der schweren Verletzungen durch die Helmpflicht halt deutlich reduziert.

Gruß
Tom

Hallo,
genau sie gefährden sich selbst, weil sie auf unzumutbaren Radwegen und Gehwegen (wenn es geht auch noch links)Slalom und Buckelpiste fahren, anstatt einfach nur gemutlich und ziehmlich gefahrlos auf der Straße geradeaus zu rollen.

Gruß von Robert, der das Rechtfahrgebot auch als Radler einhält und nicht über rote Ampeln fährt.

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

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Moin,

Hier noch Frage an Wolf: Hast Du gerade mit dem
Tacho gespielt, als Du das Verkehrsschild übersehen hast? Oder
hast Du Deine Geschwindigkeit doch nur geschätzt? Dann
behaupte ich, dass Du schneller warst.

Schneetreiben (weisst du, wie unangenehm Schnee ist, der waagrecht ins Gesicht fliegt?). Natürliche Reaktion: Kopf möglichst weit nach unten. Und natürlich war ich selbst an dem Unfall schuld, aber anderes habe ich auch nicht behauptet.

Versteht mich nicht falsch, ich will euch den Helm nicht
ausreden, ich spreche nach wie vor nur gegen die Helmpflicht.

Sorry, lies noch mal unsere beiden Postings nach, da geht es um das Abstützen mit den Armen. Zitat von Dir:

Die Melon hat aber keine Arme. um sich abzustützen.
Bei Radfahrgeschwindigkeiten unter 20 km/h ist das nämlich
eine bewährte Methode, den Kopf zu schützen.

Und in meinem Posting war keine Rede von Helmpflicht, im Gegenteil:

Fazit für mich: Immer nur noch mit Helm! (Warum braucht
man eigentlich für alles eine Vorschrift )?

Gruß vom Wolf, für den dieser Nebenkriegsschauplatz somit abgeschlossen ist!