Streit zwischen 2 Wohnungseigentümern eines Hauses

Hallo,

meine Eltern sind Eigentümer in einem Haus (wohnen unten). Über ihnen wohnt eine Witwe, die ebenfalls Eigentümerin ist.

Nun müsste in der Regel ja alles besprochen werden, was das Haus angeht. Ein Verwalter ist nicht bestellt - wie auch bei 3 Leuten.

Nur leider, spricht die Dame nicht mit meinen Eltern, vielmehr glaubt sie, daß sie die Eigentümerin und meine Eltern die Mieter sind.

Da wird mit dem Gemeinschaftseigentum einfach so verfahren wie sie will. Änderungen wie ein eingebautes Dachfenster wurden einfach so vorgenommen ohne meine Eltern zu fragen usw. Da meine Eltern keinen Streit wollen, haben sie das alles bisher so hingenommen. Aber nun ist auch mal Schluß.

Der Anschluß fürs Kabelfernsehen befindet sich im Flur der Frau. In letzter Zeit hat sie des öfteren - wahrscheinlich um meine Eltern zu ärgern - einfach den Stecker gezogen und ist dann aus dem Haus gegangen. Das sich meine Eltern darüber aufregten hat sie dazu veranlasst einen Brief zu schreiben:

Zur nächsten Woche habe ich meinen Kabelanschluß gekündigt. Bitte suchen Sie sich ein anderes Gerät, denn der bisherige Komplex wird abgeschaltet!!! Nicht nur, dass meine Eltern immer noch Vertragspartner des Kabelanschlusses sind, sie haben auch die Hälfte des Verstärkers bezahlt.

Nun liest man überall von Schiedsstellen usw. Aber mit dieser Frau ist einfach nicht zu verhandeln. Definitiv nicht. Was also tun?

Darüber hinaus ist die Frau überaus laut (da sie schwerhörig ist, ist der Fernseher immer recht laut) und es gibt noch Sachen mit dem Garten und dem Gemeinschaftseigentum (Weg zum Garten, die Garagen usw.)
Wie kann man jemanden dazu bringen, dass dieses Haus zwei Parteien gehört und man Dinge nicht einfach so machen kann???

Für jede Antwort zum Thema wäre ich sehr dankbar

Gruß
Marco

Hallo Marco,
das ist wirklich eine sehr schwierige Situation für Deine Eltern.

Als rechtsunkundiger Laie rate ich Dir, Euch bei einem auf dem Gebiet des Wohnungseigentumsrechts kundigen Anwalt Hilfe zu holen.

Aber vor gerichtlichen oder anwaltlichen Schritten unbedingt wirklich alle Versuche auf ein Gespräch wahrnehmen. Wenn das nicht mehr möglich ist, über sachliche Schreiben, die auch begründen, warum etwas so nicht geht, versuchen Kontakt aufzubauen.

Letztes Mittel vor einem Gang zum Anwalt kann vielleicht auch ein Schreiben „Abmahnung“ mit Fristsetzung zur Beseitigung des „Mangels oder Übergriffes auf Gemeinschaftseigentum“ sein.

Stichworte zum Thema sind:
§14 Wohnungseigentumsgesetz, Eigentumsfreiheitsklage, Teilungserklärung des Hauskaufvertrages, Bauordnung, Vertragsunterlagen mit dem Kabelbetreiber, …

Wünsche Euch viel Erfolg und „ruhig Blut“
Bernd
http://www.bernds-welt.de/start.html

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Hallo,

meine Eltern sind Eigentümer in einem Haus (wohnen unten).
Über ihnen wohnt eine Witwe, die ebenfalls Eigentümerin ist.

Nun müsste in der Regel ja alles besprochen werden, was das
Haus angeht. Ein Verwalter ist nicht bestellt - wie auch bei 3
Leuten.

Nur leider, spricht die Dame nicht mit meinen Eltern, vielmehr
glaubt sie, daß sie die Eigentümerin und meine Eltern die
Mieter sind.

Da wird mit dem Gemeinschaftseigentum einfach so verfahren wie
sie will. Änderungen wie ein eingebautes Dachfenster wurden
einfach so vorgenommen ohne meine Eltern zu fragen usw. Da
meine Eltern keinen Streit wollen, haben sie das alles bisher
so hingenommen. Aber nun ist auch mal Schluß.

Der Anschluß fürs Kabelfernsehen befindet sich im Flur der
Frau. In letzter Zeit hat sie des öfteren - wahrscheinlich um
meine Eltern zu ärgern - einfach den Stecker gezogen und ist
dann aus dem Haus gegangen. Das sich meine Eltern darüber
aufregten hat sie dazu veranlasst einen Brief zu schreiben:

Zur nächsten Woche habe ich meinen Kabelanschluß gekündigt.
Bitte suchen Sie sich ein anderes Gerät, denn der bisherige
Komplex wird abgeschaltet!!! Nicht nur, dass meine Eltern
immer noch Vertragspartner des Kabelanschlusses sind, sie
haben auch die Hälfte des Verstärkers bezahlt.

Nun liest man überall von Schiedsstellen usw. Aber mit dieser
Frau ist einfach nicht zu verhandeln. Definitiv nicht. Was
also tun?
Also ich weiß aus unserer Eigentümernachbarschaft, man muss erstmal zum Schiedsmann und dem vortragen, was der Gegner zu unterlassen hat. Z.B. Kabel herausziehen usw. Der Schiedsmann hört sich dann beide Parteien an und versucht zu schlichten. Falls die Witwe das Kabel in der Zukunft wieder herauszieht, kann man sofort zum Amtsgericht. Aber bitte vorher erkundigen, hier in meiner Stadt wird es so gehandhabt.
Darüber hinaus ist die Frau überaus laut (da sie schwerhörig
ist, ist der Fernseher immer recht laut) und es gibt noch
Sachen mit dem Garten und dem Gemeinschaftseigentum (Weg zum
Garten, die Garagen usw.)
Wie kann man jemanden dazu bringen, dass dieses Haus zwei
Parteien gehört und man Dinge nicht einfach so machen kann???

Für jede Antwort zum Thema wäre ich sehr dankbar

Gruß
Marco

Hallo Wuschel,

das mit dem Schiedsmann ist zwar ne tolle Sache, würde aber nichts bringen, da die Dame dort nicht erscheinen würde.

Sie spricht ja nichtmal mit meinen Eltern und geht ihnen aus dem Weg.

Diese Situation wird auf die Dauer die Wohn/Lebensqualitaet beeintraechtigen, daher empfehle ich:
Nutzwertgutachten erstellen lassen.
Wohnungseigentumsvertrag erstellen lassen.
Die somit festgelegten Nutzungsrechte werden ins Grundbuch eingetragen uns sind somit rechtsgueltig.
Diese Investition wird nicht gering sein, aber Ordnung schaffen.