Hallo,
ich weiß, dre Titel klingt krass, dabei ist die Sache an sich nicht wirklich dramatisch:
Angenommen A stirbt, in die Wohnung zieht ein Nachfahre B von A ein, deswegen bleibt der Nachname am Briefkasten stehen.
An A werden viele Briefe unseriöser Briefkastenfirmen gesendet, weil A auf „Gewinnspiele“ hereingefallen war, und dementsprechend oft geantwortet hatte.
Nachfahre B schickt monatelang eine große Anzahl der ‚Gewinnbenachrichtigungen‘ mit dem Vermerk „Empfänger verstorben“ an die Absenderadresse zurück, oft an die gleichen.
Da die Flut der Gewinnpost nicht abbricht, fragt B bei der Post nach, und erhält die Auskunft, dass über die Absenderpostfächer die Rücksendungen dem jeweiligen Postfachinhaber nicht unbedingt zukommenen müssen. Deshalb bittet B die Post die Inhaber der Absenderpostfächer zu informieren. Dies wird mit der Begründung abgelehnt, dass solche Benachrichtigungen an Postfachinhaber nicht vorgesehen seien.
Jetzt die Frage: Die Post verdient an den Beförderungsentgelten, für Briefe an Verstorbene, welche der Absender u.U. nicht verschicken würde, wenn er über den Tod der Zielperson informiert würde.
Ist dieses eigennützige Verschweigen/Zurückhalten von Informationen gerechtfertigt?
Danke, wenn jemand Interesse hat, zu antworten!
Übrigens: Den betrügerischen Briefkastenfirmen gönne ich natürlich solche Verluste, aber sinnlose Umweltverschmutzung ist’s halt auch …
Ist dieses eigennützige Verschweigen/Zurückhalten von
Informationen gerechtfertigt?
Wenn der Absender falsche Angaben macht / seine Post nicht liest, so liegt das Verschulden nicht im Einflußbereich der Post - was soll sie denn tun? Den Postfachinhaber anrufen? - die dafür nötigen Birefentgelte möchte ich nicht zahlen.
Wenn der Absender falsche Angaben macht / seine Post nicht
liest, so liegt das Verschulden nicht im Einflußbereich der
Post
Da hast du vollkommen Recht.
was soll sie denn tun? Den Postfachinhaber anrufen? -
die dafür nötigen Birefentgelte möchte ich nicht zahlen.
Naja, muss sich die Post erst 'ne Briefmarke kaufen, damit sie eine Postkarte beim Inhaber des Postfaches einwirft?
Gemessen an x Briefen „zurück an Absender“ wäre der Aufwand ja nicht höher …
bei einem vollbezahlten Brief (also 55 Cent) ist die Rücklieferung bei Unzustellbarkeit oder die Nachsendung enthalten. Es gibt aber keine Mailing-Aktion (jedenfalls nicht, wenn man davon etwas versteht), wo der Absender den Normalpreis zahlt.
Da gibt es für solche inhaltsgleichen Sendungen die Angebote Infopost und Infobrief, die (je nach Stückzahl) wesentlich preiswerter sind.
Die Post hat einen Vorteil in der Bearbeitung, den sie durch einen besseren Preis weitergíbt. Wesentlich ist auch, dass unzustellbare Infopost/Infobrief-Sendungen „normalerweise“ durch die Post vernichtet werden. Der Absender KANN verfügen, dass er die Briefe mit neuer Anschrift zurückhaben will, aber das kostet extra. (Dann steht der Vermerk drauf : zurück, falls unzustellbar)
Wenn der Absender diese Option nicht wählt (und das sind nach meiner Kenntnis die wenigsten, die das machen) erfährt er nie davon, dass sich eine Adresse geändert hat…
du sprichst da ein Problem an, dass im Direktmarketing noch kaum erkannt ist, in den nächsten Jahren aber unglaublich real und virtuell zunehmen wird und uns unglaubliche reale und virtuelle Müllmengen bescheren wird.
Bislang ist es einfach zu billig, die Welt mit Werbung zuzumüllen und neue Adressen werden zwar ständig zugekauft, eine anständige Dubletteprüfung oder eine Prüfung von verzogen/verstorben findet aber nicht bzw. bei weitem nicht ausreichend statt. In der realen Welt freut es die Post. Konkretes Beispiel: Bei meinen Eltern landet immer noch regelmäßig an mich bzw. eine von mir mal unter ihrer Adresse betriebene Firma. Firma und ich sind dort aber schon seit sieben Jahren weg. Die gleichen Absender haben mich auch unter meiner zwischenzeitlichen Adresse über fünf Jahre noch zusätzlich bombardiert und einige haben inzwischen auch meine neue Adresse spitz bekommen und müllen mich hier ebenfalls zu.
Zu Anfang habe ich im Interesse meiner Eltern immer schön brav zurückgemeldet, dass ich verzogen bin, aber es gibt unzählige Firmen, die hierauf entweder gar nicht reagieren, oder aber nach einem halben Jahr wieder irgendwo Adressen aufkaufen, bei denen sich ein veralteter Datensatz befindet, und dann geht das Spiel wieder los. Bestes Beispiel ist die GEZ, die dieses Spiel alle halbe Jahr spielt und mich zeitweise parallel mit fünf! leicht abweichenden Datensätzen nervte.
Ich wette, wenn man mal die tatsächliche Zahl der Einwohner mit der Zahl unterschiedlich gespeicherter Datensätze bei Adressverlagen vergelichen würde, würde man feststellen, dass wir mindestens einen Faktor 23 hierbei finden würden, da Menschen postalisch eben nicht umziehen, sondern sich verdoppeln und eben auch ewig leben. Und die Geschwindigkeit des Zuwachses nimmt zu. Mal sehen, wann die Werbewirtschaft dieses Problem erkennt und ihr die Kosten für den zigfach-Versand einfach zu teuer werden und dann mal wieder ordentliche Kontrollen der Daten stattfinden.
Gruß vom Wiz
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