Nehmen wir mal an, jemand hätte vor zwei Jahren bei einem Internetspiel mitgemacht, welches anscheinend ein verstcktes Schneballsystem ist.
Es funktioniert nach dem Prinzip:
Man schicke jeweils 1,- EUR an alle sechs Personen in einer Liste, somit wird man von diesen Personen in deren Adressdatenbank aufgenommen.
Danach trägt man sich selbst nach dem bekannten Prinzip in diese Liste an die sechste Stelle ein und rückt alle anderen auf, wobei der an Position 1. verschwindet. Diese neue Liste (inkl. einer Erklärung des Ganzen) postet man nun in möglichst vielen Newsgroups.
PRINZIP: Man bezahlt 6 Personen für eine Dienstleistung -> Aufnahme in deren Datenbank.
Nachdem derjenige vor zwei Jahren noch Schüler war und eine einmalige Chance in diesem Prinzip sah, machte er kurzentschlossen mit und postete den Artikel in ca. 100 Newsgroups. Die Resonanz des ganzen war, dass alle paar Wochen mal ein anderer mitgemacht hat und ebenfalls beim Schüler eine Dienstleistung anforderte, die er mit 1,- EUR vorab vergütete.
Der Schüler hat in diesen 2 Jahren somit ca. 25 EUR verdient und nun einen Brief der Kriminalpolizei geöffnet, indem er zur Anhörung in einigen Tagen gebeten wird mit dem Tatbestand: „Progressive Kundenwerbung (Schneeballsystem) gemäß §6c UWG“
Bitte habt einen guten Rat, wie sich dieser Schüler nun bei der Anhörung verhalten soll, damit er die Sachlage möglichst ohne großen Schaden abschließen kann.
Ist es besser, wenn er aufrichtig zu der Sache steht, Seinen Fehler auch einsieht und einer Strafe entgegensieht? Oder sollter er lieber auf Unwissenheit plädieren? Hat jemand Erfahrungen, wie es mit einer Strafe aussehen kann, denn der Schüler ist nun zum Auszubildenen gradiert worden, wobei immernoch Geldknappheit herrscht.
Für jeden kleinen Hinweis wäre dieser Mensch sicher sehr dankbar!