spielen wir das ganze mal durch.
Hi Bernd,
es geht nicht darum, die Kinder von Gefahren fernzuhalten
(klappt eh nicht), sondern um die Notwendigkeit, als Eltern
mal selbst den A… zu lupfen und kaputte Spielgeräte zu
reparieren
Drei, vier Familien entwickeln lobenswerte Eigeninitiative und verabreden sich am kommenden Wochenende das schadhafte Gerät zu reparieren. Samstagvormittag schrauben und schweißen sechs engagierte Personen mit viel gutem Willem und hoher Motivation an dem Teil herum. Nach zwei Stunden ist alles fertig. Jede Menge ausgewachsener Menschen machen jede Menge Belastungsproben, rütteln an allen nur erdenklichen Stellen und was ihnen sonst noch so einfällt. Ergebnis: Alles Bestens, Turnbetrieb frei!!
Bloß leider, leider war die Sachkenntnis unserer Elternteile nicht ganz so hoch wie ihre Motivation. Wie könnte sie auch, es muss doch einen Grund haben, dass Spielplatzaufbauten von Fachfirmen durchgeführt und vom TÜV abgenommen werden.
Den väterlichen Belastungsproben war das geschweißte Teil ja grade noch gewachsen, doch dem zehnten Kind, das an die Reckstange mit viel Schwung ranspringt um sodann ein paar Wellen dran zu drehen (oder wie immer diese Übungen heißen mögen) dann leider nicht mehr. Sie gibt nach, bricht an der Schweißstelle, oder wo immer ihr schwächster Punkt nun liegt. Ja und das tut auch das turnwillige Kind, auf dem Boden nämlich.
So, und nun sind die beteiligten Eltern wirklich am A**** !! Denn jetzt ist sogar noch die Wohnungsgesellschaft aus der Haftung raus. Die werden sich darauf stürzen „Keine Genehmigung, unsachgemäße Ausführung, keine TÜV-Abnahme“. Und du würdest doch nicht im Ernst darauf hoffen wollen, dass die sich einsichtig zeigen würden, weil sie diese Situation ja ursächlich durch Nichtstun verursacht haben?
Die würden womöglich noch Schadensersatz fordern, weil das unsachgemäß reparierte Teil nun nur noch für den Schrott gut ist und ein neues gekauft werden muss.
oder von mir aus abzubauen, auch wenn dafür
EIGENTLICH jemand anders zuständig wäre.
Ich verstehe ja was du meinst, und ganz, ganz vom Prinzip her stimme ich dir ja auch zu. Bin allerdings auch der Meinung, dass die andere Denkungsart ja auch nicht grundlos im luftleerem Raum entstanden ist. Den Menschen wird an allen Ecken und Enden, für jeden Pups Gebühr, Beteiligung, bei steigender Steuerzahlung, abgenommen und dann dürfen sie nicht mal erwarten, dass die Spielplätze für ihre Kinder in Ordnung gehalten werden?
Die Elternschaft eines öffentl. Kindergartens, den ich kenne hat die Gartenpflege in Eigeninitiative übernehmen wollen. Du glaubst nicht was das Gartenbauamt, das nur noch zweimal im Jahr kommen konnte, wegen totaler Überlastung, für einen Heckmeck veranstaltet hat. Die wollten, dass sich drei Leute als Verantwortliche zur Verfügung stellen und ZUERST EINEN KURS BELEGEN SOLLTEN.
Dass solche Eltern zu dem gleichen Entgegenkommen in ihrer Wohnumgebung nicht mehr bereit sind, das verstehe ich sehr gut, schließlich zahlen sie ja auch noch Miete.
Das hülfe den Kindern
mehr als hinterher nach Schmerzensgeld zu gieren.
Da bin ich gar nicht so sicher, abgesehen davon dass sie dann noch mitkriegen würden, dass eigentlich vorhandene Rechte nicht durchgesetzt werden können.
Gruß Ralf
Auch Gruß Renate