Abzocke - wäre das gerechtfertigt? - lang!

hallo liebe wwwler,

also nehmen wir mal ganz spekulativ an:

eine frau hätte als nebentätigkeit zum erzeihungsurlaub bei einer firma die haushaltswaren aus kunstsoff verkauft angefangen und sich dort hochgearbeitet, so das die firma ihr einen wagen zur verfügung stellt. weiterhin könnte es dann vorgekommen sein, das dieser frau, die sich ja auch nnoch um ihre kinder kümmern muss, die ganze sache zu arbeitsintensiv wird, und sie der firma den wagen zurückgibt.

folgender zustand des fahrzeugs wäre gegeben:
vor übergabe an die frau hätte das fahrzeug einen unfall mit heckschaden gehabt, (Gutachten mit dokumentiertem heckschaden liegt vor - jedoch wurde trotz heckschaden angegeben „keine wertminderung“) nach Rückgabe des Fahrzeugs stelt ein anderer gutachter fest "heckschaden - stoßfänger verbogen etc. wertminderung 660 EUR.

die junge frau bestreitet für diesen schaden verantwortlich zu sein und widerspricht. fordert weiterhin belege für die durchgeführte reparatur an - nichts kommt - ausser der rechnung über 660 eur, obwohl das fahrzeug in unverändertem zustand bei der firma auf dem hof steht.

die frau reagiert nicht weiter, da sie meint, normale vorgehensweise mahnverfahren - klärung vor gericht ob forderung gerechtfertigt oder nicht - fall erledigt.

jetz kommt aber von einem inkasso unternehmen ein brief an die frau - offenen rechnung der haushaltswarenfirma - über 660 eur für schaden am fahrzeug + kosten etc. = 780 EUR.

auf dem schreiben der inkassofirma kann sie zwar angeben das die forderung nicht gerechtfertigt ist, aber kann es denn sein, dass sich die niederlassung der haushaltswaren aus kunststoff so über alles hinwegsetzen kann, ohne irgendwelche belege o.ä. beizubringen ?!

für tips bin ich jederzeit dankbar !!!

jörg

auf dem schreiben der inkassofirma kann sie zwar angeben das
die forderung nicht gerechtfertigt ist, aber kann es denn
sein, dass sich die niederlassung der haushaltswaren aus
kunststoff so über alles hinwegsetzen kann, ohne irgendwelche
belege o.ä. beizubringen ?!

das war bislang ein ganz normale abflauf:

  • forderung wird gestellt
  • forderung wird bestritten
  • forderung wird angemahnt
  • forderung wird durch inkasso gemahnt

was jetzt noch kommt:

  • gerichtlicher mahnbescheid
  • dem mahnbescheid wird widersprochen
  • klage wird erhoben
  • richter urteilt

wobei mir nicht ganz klar ist, was die sache bei einem schaden soll, der offenbar schon vor übergabe begutachtet wurde und sicherlich in einem übergabeprotokoll dokumentiert ist.

auf dem schreiben der inkassofirma kann sie zwar angeben das
die forderung nicht gerechtfertigt ist, aber kann es denn
sein, dass sich die niederlassung der haushaltswaren aus
kunststoff so über alles hinwegsetzen kann, ohne irgendwelche
belege o.ä. beizubringen ?!

das war bislang ein ganz normale abflauf:

  • forderung wird gestellt
  • forderung wird bestritten
  • forderung wird angemahnt
  • forderung wird durch inkasso gemahnt

hallo,
ich dachte inkassounternehmen kaufen titel ab und treiben diese dann ein ?

was jetzt noch kommt:

  • gerichtlicher mahnbescheid

dachte ich kommt nach der mahnung ?

  • dem mahnbescheid wird widersprochen
  • klage wird erhoben
  • richter urteilt

wobei mir nicht ganz klar ist, was die sache bei einem schaden
soll, der offenbar schon vor übergabe begutachtet wurde und
sicherlich in einem übergabeprotokoll dokumentiert ist.

der schaden wurde im gutachten (das ca. 4 wochen vor übergabe gemacht wurde) dokumentiert, die reparatur (wurde zugesagt, auf nachfrage bei der angegeben werkstatt aber dort nicht durchgeführt), der clou ist, das in diesm spekulativen fall, sogar vonm niederlassungsleiter der haushaltwarenfirma schriftlich bestätigt würde, das das fahrzeug im zustand laut gutachten (also mit vorhandenem unfallschaden) übernommen wurde.

ebenso fadenscheinig scheint , das die firma versucht den vollen betrag von 700 EUR einzutreiben, obwohl für das fahrzeug eine teilkasko mit SB abgeschlossen ist und die frau in der zeit in der sie das fahrzeug fuhr (2 monate) definitiv keinen unfall hatte, den sie (nach angaben der firma) auf ihre eigene rechnung (ohne inanspruchnahme irgendwelcher versicherungen) hätte reparieren lassen sollen.

gruß jörg

Moien!

hallo,
ich dachte inkassounternehmen kaufen titel ab und treiben
diese dann ein ?

Dies sit auch eine Variante, aber man kann die Firmen auch bei ungeklärten Forderungen einsetzen.

was jetzt noch kommt:

  • gerichtlicher mahnbescheid

dachte ich kommt nach der mahnung ?

Jau, wenn man halt kein Inkassowürg dazwischenschaltet…

von daher einfach abwarten bis ein gerichtlicher Mahnbescheid kommt und alles andere ignorieren…die Inkassofirma anzuschreiben lohnt überhaupt net, da dort alles ausser Zahlungen in Ablage P wandert…

Bernd

ich dachte inkassounternehmen kaufen titel ab und treiben
diese dann ein ?

gibts auch, dürfte aber der geringere teil der inkassos sein.

  • gerichtlicher mahnbescheid

dachte ich kommt nach der mahnung ?

deshalb schrieb ich weiter oben „betrag wird angemahnt“. unabhängig davon ist es einigermaßen egal, wer denn nun mahnt. für einen mahnbescheid ist das keine voraussetzung. wenngleich es sinnvoll ist, den schuldner vorher in verzug zu setzen, sonst bleibt man auch bei erfolgreichem mb auf dessen kosten sitzten.

ebenso fadenscheinig scheint , das die firma versucht den
vollen betrag von 700 EUR einzutreiben, obwohl für das
fahrzeug eine teilkasko mit SB abgeschlossen ist und die frau

eine teilkasko würde das sowieso nicht bezahlen, außer vielleicht man hätte im rückwärtsgang einen hirsch umgelegt.