Hallo Leute!
Ich hatte vor langer Zeit von der Familienmediation gehört und muß mich jetzt mit dem Thema Scheidung befassen. Ist die Mediation eine Alternative zum beiderseitigen Rechtsanwalt-können die Kosten damit wirklich gesenkt werden? Mir ist bekannt das man so oder so einen Anwalt braucht für bestimmte Dinge !
beim Scheidungsverfahren vor dem Familiengericht selbst besteht Anwaltszwang und da kommt man um die Gebühren nicht herum. Einen beiderseitigen Rechtsanwalt gibt es nicht. Ein Anwalt kann im Prozeß nur eine Partei vertreten, der andere ist dann juristisch mundtod (kann also keine eigenen Anträge stellen). Ist also nicht risikofrei, wenn aber die Einigung schon vorher klar war und vom Anwalt weisungsgemäß beantragt wird, kann es gutgehen. An sonsten muss ja der Anwalt „seinen“ Mandanten zu dessen Gunsten beraten und nicht den anderen Ehegatten.
Mediation ist aus den USA und schon deshalb toll, eigentlich aber nur die Kunst der Schlichtung. Es gibt aber immer mehr Familienanwälte, die auch Mediatoren sind, um eine gütliche Einigung (oder sogar Versöhnung) herbeizuführen. Ich gehe bei wirtschaftlich denkenden Anwälten von heute davon aus, dass die Mediation - da ja kostenpflichtige Zusatzausbildung - als Zusatzleistung auch zu den Anwaltsgebühren zusätzlich abgerechnet wird. Kann natürlich auch anders sein.
Kann natürlich auch sein, dass durch die Mediation eine außergerichtliche Einigung herbeigeführt wird, so dass die Ein-Anwalt-Lösung funktioniert und damit Mediation plus einmal Anwaltsgebühren immer noch billiger ist als zweimal Anwaltsgebühren, geschweige denn bei einmal Anwaltsgebühren inkl. Mediation.
Grüße
ek
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über das Märchen vom gemeinsamen Anwalt bist du ja schon aufgeklärt worden. Dazu mein deutlicher Hinweis: Finger weg von einseitiger anwaltlicher Vertretung. Nicht weil ich als Anwalt um meine Pfründe kämpfe oder unnötige Schärfe in eine Sache reinbringen will, die sich gütlich regeln lässt, sondern weil jeder Anwalt seinen Mandanten eben umfassend beraten muss, und das Wohl der eigenen Partei immer der Maßstab ist. Man darf nicht an den Gegner denken, und dies ist auch richtig so. Dafür sollte dieser ja auch einen Anwalt haben, der die Sache auf seiner Seite genau so sieht, und mit vernünftigen Anwälten auf beiden Seiten kommt man zu den besten (weil umfassend besprochenen und geregelten) Scheidungen.
Was die Mediation angeht, so kann diese in zwei Fällen sinnvoll sein:
Man glaubt die Ehe noch retten zu können und setzt auf den Mediator für einen Neuanfang. D.h. Ziel ist es, dass ein bereits eingereichter Scheidungsantrag nach gegenseitiger Aussprache, Vereinbarung von neuen „Regeln“, … zurückgenommen wird (geht natürlich auch statt Antragstellung).
Der Antrag ist gestellt und es ist klar, dass die Ehe auch geschieden wird, weil ein Partner eben nicht mehr zurück will. Jetzt kommt es oft zum Rosenkrieg, und hier ist die Mediation eine Alternative zum jahrelangen Rechtsstreit um alte Kochtöpfe. D.h. man setzt sich gemeinsam hin und trägt seine Wünsche vor und der Mediator versucht diese überein zu bringen (Sorgerecht, Unterhalt, vermögensrechtlicher Versorgungsausgleich, Hausratsverfahren). Kommt man so zu einem für beide Seiten tragbaren Gesamtpaket, kann man eine Scheidungsfolgenvereibarung ggf. auch notariell beglaubigen lassen, das Familiengericht ist hieran dann gebunden. Vertraut man sich soweit, kann man einen entsprechenden Vergleich aber auch einfach gerichtlich protokollieren.
Gruß vom Wiz
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Die Befürworter der Mediation verweisen auf die Kostenersparnis. Ein Anwaltsbüro wirbt im Internet bereits mit einem Rechner, der den Aufwand eines Prozesses über die Instanzen und die Kosten für eine Mediation miteinander vergleicht. Das Fazit ist klar: Die Mediation ist günstiger. Pro Stunde soll ein Mediator 100 bis 200 Euro berechnen. (gilt auch beim Anwalt: Honorarvereinbarung für Mediation nach §4 RVG oder §612 BGB,wenn keine Vereinbarung getroffen wurde laut §34 RVG)
(Quelle: Anwalt-Suchservice)
Das anwaltsbüro kenne ich nicht, aber Du kannst sicher über Google einiges dazu finden
Gruß
Barbara
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es ist eine Alternative. Problem ist allerdings, dass sich noch
zu viele Scharlatarne auf dem Markt tummeln.
In erster Linie ist der gesunde Menschenverstand gefragt.
Sagen wir es mal so :
Der Ofen ist aus, nix mehr zu retten, also
Trennung und Scheidung.
Welchen vernünftigen Grund also gibt es, sich um
den Umgang mit den Kindern vor Gericht zu
kloppen.
So Schatz, die Kinder sind 2 und 3 Jahre alt. Da wirst
Du nicht arbeitn gehen können. Ich zahle an Unterhalt
das, was mir möglich ist, den Rest bitte vom
Sozialamt. Fertig ist dieser Teil.
Den Zweitwagen melden wir um auf Deine Schwester, dann
kannst Du ihn weiter nutzen und gibt kein Theater mit
dem Sozialamt.
Du bleibst mit den Kindern in der kleinen Wohnung.
Finanzierung wie oben. Ich nehme nur meine
persönlichen Klamotten mit und fange neu an. Dreh mir
nicht die finanzelle Luft ab, ich brauche alles neu
und wenns ne gebrauchte Waschmaschine ist.
Wenn eine solche Basis möglich ist und Ihr diese Dinge mit
„einem“ Anwalt besprecht ist der für beide da. Erst Mal.
Im Scheidungsverfahren braucht Ihr einen zweiten Anwalt.
Das kann dann einer sein, der aufm Gerichtsflur rumsteht
und wartet.
Schieest von den Parteien nur eine quer nützt alles nix.
Man muss sich einfach vor Augen führen, dass an einer
Schlammschlacht Anwälte verdienen. Da werden Unterhalts-
forderungen hochgejubelt, die niemals durchgesetzt
werden können. Folge : Streitwert steigt. Damit das
Einkommen der Anwälte. Der eine Mensch denkt, er / sie
kriegt das viele Geld und vergisst, wie es verdient
werden soll. „Das andere Mensch“ sieht kein Land mehr
und dreht durch, weil er sich am Ende sieht. Und das
ist der Moment, in dem die Anwälte das Dollarzeichen
in den Augen haben.
Und wenn so einme Schlammschlacht zu Ende ist gehen die
beteiligten Anwälte zusammen Kaffee trinken und klopfen
sich auf die Schenkel, weil sie bsplw. durch den Streit
um das alte Schrottauto den Wert hochgejubelt haben
und nun satt verdienen…
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