Hi, ich denke hier handelt es sich weniger um eine Rechtsfrage, als vielmehr darum:
hat die Freundin konkrete Hinweise darauf, dass ihr Sohn gegenüber anderen Kindern vernachlässigt wird, oder ist das nur eine Vermutung. Es gibt durchaus überfürsorgliche Eltern, die sich ständig nur um ihr Kind kümmern. Wenn dieses dann in der Kindergartengruppe die Aufmerksamkeit mit vielen anderen Kindern teilen muss, es nicht mehr im Mittelpunkt steht, kann es sich schon vernachlässigt fühlen.
die Kinder sollen ja im Kindergarten nicht still auf der Stelle sitzen, sondern auch mal bewegen. dabei besteht - egal was für eine Beaufsichtigung erfolgt - immer das Risiko, dass in Kind irgendwo gegen rennt, stürzt usw. Das kannst Du nur durch Einsperren des Kindes in eine Gummizelle vermeiden - was wohl kaum der Sinn der Sache ist. Dieses Risiko besteht aber auch, wenn das Kind zu Hause ist.
Letztlich hat Deine Freundin etwas unrealisitische Vorstellungen von der Möglichkeit, ein Kind (bzw. gleichzeitig viele Kinder) rund um die Uhr ständig zu beaufsichtigen.
Deswegen treibt man beim Bau von Kindergärten ziemlichen Aufwand, um die Gefahr _schwerer_ Verletzungen weitestgehend auszuschließen.
Als einziges würde ich schon drauf bestehen, zu erfahren, wie die Beule entstanden ist, wenn es denn die Kindergärtnerin überhaupt gesehen hat…
Hi
wenn es in meiner Kindheit nachdem ich die Fortbewegung auf den Stöcken am Hintern gelernt hatte eine Woche ohne frische Beule gegeben hat ist das ein Wunder. vorher fiel man halt nicht so tief.
HH
die brauchen doch bloß mal hintereinander die Treppe zur Rutsche hochklettern - das obere Kind rutscht mit dem Fuß von der Stufe ab, den nächsten an den Kopf - die Beule ist da - das hat wahrlich nichts mit Aufsichtspflicht zu tun.
Es ist nicht Pflicht der Erzieherinnen, ununterbrochen neben einem bestimmten Kind zu stehen und ihm die 3 m Umkreis frei zu halten.
Kinder kriegen blaue Flecken, kloppen sich um Sandkastenformen, schlagen sich Platzwunden an heimischen Wohnzimmertischen (müssen nun alle Eltern, die die Notaufnahme im Krankenhaus schon von innen gesehen haben ein Verfahren wegen Vernachlässigung der Aufsichtspflicht befürchten?)
1 Erzieherin pro 15 Kinder = 4 Minuten pro Kind pro Stunde ungeteilte Aufmerksamkeit (und 14 Kinder in 56 Minuten ohne Auferksamkeit…)
ich kann da nur ein wenig aus unserer Erfahrung berichten: In dem Alter war unser Sohn praktisch nie beulenfrei. Die Kleinen sind noch recht unsicher auf den neu entdeckten Füßen und poltern ständig irgendwo vor oder fallen um, selbst wenn Mama direkt daneben steht.
Die schlimmste Beule hatte unser Sohn sich bei einem Ausflug mit Oma geholt (nur zuer Erklärung: Omas zweiter Name ist Vorsicht!), neben Oma gelaufen („will alleine!“), hingefallen und mit der Stirn auf den einzigen Stein im ganzen Park geditscht.
Das passiert, und wenn man gerade dann nicht hingeschaut hat, weiß man auch nicht wie es passiert ist, die kleinen Menschen sind nämlich auch noch recht hart im Nehmen, sie stehen dann einfach ohne zu weinen auf und rennen zum nächsten Unfall.
Ist das der einzige Grund für die Zweifel an der KIta oder steckt da noch mehr dahinter?
Oder ist es vielleicht auch einfach nur das diffuse Gefühl, das niemand das Kind so gut umsorgen kann wie Mami?? Ich kann mir vorstellen, dass es ganz schön schwierig ist, ein so kleines Kind in „fremde“ Hände zu geben.
Ich muss mal ganz doof Fragen: Ist das ihr erstes/einziges
Kind und ist sie vieleicht im übrigen auch sehr
Übervorsichtig?
Ja, das ist ihr erstes und einziges Kind, übervorsichtig - hm, weiß ich nicht, aber sehr vorsichtig auf jeden Fall. .
Bei beründeten
Verdacht sollte sie, allerdings sehr sehr Diplomatisch, die
Erzieherin oder die Leiterin der Kita mal ansprechen. Aber
vorsicht, die könnten da sehr sensiebel drauf reagieren.
Die Leitung und die beiden Erziehrinnen wollten mit ihr alle drei ein Elterngespräch haben, da sie einen Fragebogen ausfüllen musste und einige ‚Verbesserungsvorschläge zur Aufnahmezeit‘, die sie ihrer Meinung nach gewissenhaft ausgefüllt hat, die Erzieherinnen ‚geschockt‘ haben sollten. Da sie selber pädagogische Ausbildung hat, hat sie sich glaube ich in diesem Fragebogen mit ihren Vorschlägen richtig austoben können *g*. Jetzt ist sie schon selbst verunsichert, was alle drei von ihr auf einmal wollen.
Vieleicht könnte deine Bekannte sich auch mal einen Tag frei
nehmen und in der Kita verbringen um sich einen Eindruck von
dem Umgang der Erzieher mit den Kindern zu machen.
Sie war in der Eingewöhnungsphase (ca. 2 Wochen ) immer mit dabei, und schon von daher hat sie das Gefühl bekommen, ihr Sohn käme zu kurz.