ich habe einen Anwalt beauftragt weil ich eine Anklage bekommen hatte.
Der Anwalt hatte aber den Kläger nebst einem Zeugen der anklage bereits gerichtlich vertreten.
ich hatte nach gut einem jahr eine rechnung von der gerichtskasse bekommen, die mir nichts sagte. bei der nachforschung nach den kosten stellte sich raus dass ich ohne mein wissen verurteilt wurde…
der anwalt, der mich vertreten sollte, hat die ganze post an die gengerische partei / kläger geschickt - wie o.g. zu seinem mandatem stamm zählte.
Für mich riecht das stark nach „Mandantenverrat“. Ein Anwalt hat seinem potentiellen Mandanten darüber zu informieren, dass er auch für die gegnerische Partei tätig ist.
Einem Bekanntem von mir ging es so in einem Arbeitsrechtsfall. Der Anwalt seines Vertrauens arbeitete in einer Kanzlei, die die Hausanwälte seines Arbeitgebers waren. Die Kanzlei lehnte die Vertretung mit dem Hinweis eines Interessenkonflikts ab.
Ganz davon abgesehen, ist es üblich, dass der Anwalt jeden Brief ans Gericht oder die gegnerische Partei zur Einsichtnahme als Kopie an seinen Klienten schickt. Damit der über alles informiert ist.
Mich wundert aber, dass Sie selbst keine Vorladung vom Gericht bekommen haben.
Ich würde in Ihrem Fall einen anderen Anwalt aufsuchen und die Sachlage entsprechend prüfen lassen.
eigentlich ist das Ganze recht unglaubwürdig, ABER mir ist ähnliches auch schon passiert ;o))
Schalte sofort die zuständige Anwaltskammer ein! Meistens bringt dies zwar nichts, doch in solch krassem Falle werden die tatsächlich tätig. Auf jeden Fall haben sie bei mir die Sache gleich an die Staatsanwaltschaft weitergereicht und den Anwalt gibt es net mehr…