Hallo,
deiner Vika entnehme ich, dass du Anwalt bist.
Ist das dein Stil, irgendwelchen haltlosen Unsinn per
Postzustellungsurkunde als Drohbrief zu versenden um
irgendwelche Großkonzerne einzuschüchtern zu wollen ?
Das ist genau das, was Hausverwaltungen, Telefongesellschaften, INkassobüros und Versicherungen auch machen. Wenn man deren Interessen vertritt, macht mit Verbrauchern letzlich genau das gleiche, Forderungen maximieren!!! Natürlich schicke ich wie die meisten anderen auch Verbraucher, die mit sowas zu einem kommen, in der Regel sofort wieder weg außer es sind entweder alte Mandanten, die auch mal größere Fälle haben oder persönliche Bekannte.
Mir ist dieser Prozeß auch nie klar gewesen, bis ich irgendwann anfing mich ernsthaft mit meiner Telefongesellschaft auseinanderzsetzen. Zumindest zahle ich jetzt keine Gebühren mehr, die die vor keinem Gericht durchsetzen könnten und muß nie mehr in der Telefonwartschleife hängen, weil man dann sehr schnell einen persönlichen Kundenberater samt Durchwahl zugeteilt bekommt.
Außerdem ist das mit den „Drohbriefen“ durchaus eine Kunstfertigkeit für sich, die einiges Fingerspitzengfühl erfordert. Sie dürfen nicht so kompliziert und in der Sache gerechtfertigt sein, das der Sachbearbeiter sie an die Rechtsabteilung oder den Vorstand weitergibt, aber auch nicht so lasch, dass er nur mit der Schulter zuckt. Was man will ist halt, dass er sich sagt, na gut, sei´s drum.
All das hat mit Recht nix zu tun sondern mit Geld und da ich erklärter Anhänger der Law and Economice Schule bin, finde ich das auch richtig. Hier nen Beispiel: jemand will seine eigene Haftpflichtversicherung wegen irgendeins Mimimalbetrages verklagen.
Er ist bei dem gleichen Konzern Rechtsschutzversichert. Selbst wenn er gegen den Haftpflichtversicherer vollkommen verliert, können die entstehenden Forderungen gegen die Rechtsschutzversicherung letztlich höher sein, so daß derselbe Konzern in der Haftpflichsache gewonnen hat, aber letztlich unterm Strich ein Minus macht.
mfg astrachan