Hallo,
angenommen ich würde eine deutsche Spedition beauftragen, 3 Paletten Elektrogeräte für mich in Italien abzuholen. Angenommen die Abwicklung würde 2 x so lange dauern als sonst (ich würde nicht das 1. Mal mit der Sped. arbeiten). Angenommen schon wärend der langen Lieferzeit wäre ich langsam stinkig geworden wegen der unprof. (keine Ahnung wo der LKW hängen geblieben ist…) und auch etwas frechen Art der Mitarbeiter der Sped.! Angenommen die Ware würde mir dann mit einem von der Sped. organisierten Transportunternehmen endlich angeliefert. Angenommen von außen o.k. - im stress und „nichtsbösesahnend“ würde mein Mann den Empfang der Ware quittieren - nur mit seiner Unterschrift. Angenommen ich packe die Ware aus und stelle dann fest, dass einer der Artikel (ein Pizzaofen von ca. 120 kg Gewicht) ein kompletter Totalschaden ist (innenliegende Schamottsteine oben und unten in tausend Stück zerbrochen, Hinten außen am Gehäuse ein Schlitz im Stahl und eine Beule von oben). Der Karton wäre seltsamerweise nicht beschädigt, jedoch im Gegensatz zu den anderen 2 Paletten mit weißem statt schwarzen Band umringt. Wenn dann der Schaden noch am selben Tag schriftlich per Fax reklamiert worden wäre, die Sped. sich erst mal ein paar Tage nicht kümmern würde, dann versprechen, die Angelegenheit wäre an die Schadenabteilung und von dort zur Versicherung verschickt worden, nach weiteren 12 Tagen auf Nachfragen wäre die Angelegenheit plötzlich doch noch auf dem Tisch der Sachbearbeiterin, und nach weiteren 3 Tagen käme dann ein Brief der wie folgt lauten könnte:„die Sendung…wurde gegen reine Quittung entgegengenommen…insofern ist festzuhalten, dass sich das Gut bei Übergabe in äußerlich einwandfreiem Zustand befand. Wir weisen auf Ziff. 28 der ADSp in Verbindung mit § 438 HGB hin, wonach bei äußerlich nicht erkennbaren Schäden den Anspruchsteller die Beweislast trifft, dass der Schaden tatsächlich im Gewahrsam des Sped. eingetreten ist. Der Sped. hat lediglich zu beweisen, dass er ein Gut, so wie er es übernahm, auch ausgeliefert hat. Für Inhalte ist er nicht verantwortlich. Dieser Beweis ist durch die vorbehaltlose Quittung des Empfängers erbracht. Eine Haftung unseres Hauses besteht nicht. …“ Über ein Auskunft über diesen „fiktiven“ Fall wäre ich sehr dankbar, herzliche Grüße, Angi
Moin,
die Sped. hat Recht. Die Ware wurde im einwandfreien Zustand übergeben, zumindest laut Ablieferquittung.
Da diese Palette aber anders foliert war, kann man davon ausgehen, das es ein Transportschaden ist und die Sped. diese Palette neu foliert hat.
Dies könnte dann auch als Beweis gelten. Du könntest jetzt die Sped. wieder anschreiben und den Fall so darlegen. Ich hoffe, das du Fotos gemacht hast oder einen Zeugen benennen kannst.
Ich hoffe auch, das der Schaden innerhalb der Frist gemeldet wurde. Wenn du hartnäckig bleibst, müsste es die Sped. eigentlich der Versicherung melden, wenn für diesen Transport eine Versicherung vereinbart war.
Gruß
roland
Hallo Roland,
herzlichen Dank für diese Antwort.
das du Fotos gemacht hast oder einen Zeugen benennen kannst.
Fotos vom Ofen sind vorhanden. Für die - offensichtliche - nachträgliche Umringung in weiß statt schwarz gibt es sogar insgesamt 3 Zeugen (ich incl.)
Ich hoffe auch, das der Schaden innerhalb der Frist gemeldet
wurde.
Gemeldet habe ich den Schaden noch am selben Nachmittag der Anlieferung per Fax
Wenn du hartnäckig bleibst, müsste es die Sped.
eigentlich der Versicherung melden, wenn für diesen Transport
eine Versicherung vereinbart war.
Ja, ich zahle immer einen extra Betrag für die Versicherung.
Bisher (seit 1, 5 Jahre) war immer alles super. Bei diesem Fall stellen sie sich schlimm an (warscheinlich bin als Kunde zu mini ??)
Die ersten Tage wurde mir zweimal eine positive Bearbeitung zugesagt und dann dieses Schreiben.
Werde nun nochmal schreiben wie von Dir vorgeschlagen. Poste dann Reaktion wieder hier an dieser Stelle.
Grüßle, Angi