Ich habe eine Frage. Das Zeugnis meiner Tochter (vierte Klasse) ist gerade gekommen und ich bin mit einigen Formulierungen in der schriftlichen Beurteilung absolut unzufrieden, da sie tendenziell bösartig sind. Sie ist ansonsten eine Einser-Schülerin mit Gymnasialempfehlung (an den Noten konnte die Lehrerin, angesicht lauter Einsen in den schriftlichen Arbeiten nur bedingt drehen), aber die Textbeurteilung schreit förmlich „dieses Kind hat mich immer gestört und ich will ihm jetzt noch einmal ordentlich schaden!“ Welche Möglichkeiten habe ich, Veränderungen zu veranlassen, vor allem das Streichen der bösartigen Sätze. Für Anregungen und Ratschläge bin ich sehr dankbar.
Wenn die Gymnasialempfehlung da ist, inwiefern schaden dann diese Formulierungen?
Und kann es vielleicht sein, daß Prinzeßchen den Unterricht gestört hat und nicht nur der Lehrerin gehörig auf den Keks gegangen ist, somit also stimmt was da steht? Mal daran gedacht?
Und kann es vielleicht sein, daß Prinzeßchen den Unterricht
gestört hat und nicht nur der Lehrerin gehörig auf den Keks
gegangen ist, somit also stimmt was da steht? Mal daran
gedacht?
sowas ist generell bei den eigenen Kindern nicht möglich.
Schonmal daran gedacht
Ich habe zwar mit ähnlichen Antworten gerechnet, aber ich habe auch ein paar kompetentere erwartet. Und ich habe die Möglichkeit, dass meine Tochter „im Unterricht gestört hat“ in Betracht gezogen. Tatsächlich hat sie schon mal die Lehrerin berichtigt, z.B. als diese behauptet hat, Kanada sei das größte Land der Welt (Tatsächlich ist es, wie meine Tochter behauptet hat, Russland)., und auch die Behauptung der Lehrerin, Bäume würden „Sauerstoff prodizieren“ hat sie zu der Anmerkung animiert, dass sie tatsächlich Kohlendioxyd in Kohlenmonoxyd und Sauerstoff zerlegen, was auch auf Ungnade gestossen ist. Ach ja, meine Tochter ist hochbegabt (Behauptung der Beratungsstelle für Besondere Begabungen in Hamburg)- eine Tatsache, mit der die Lehrerin von Anfang an nicht klar gekommen ist. Und es sind in den letzten vier Jahren zu viele Dinge passiert, die mich in mainer Annahme bestätigen, dass persönliches Missfallen Ausdruck in dem Zeugnis gefunden hat. Aber die Richtigkeit meiner Annahme steht hier nicht zur Debatte.
Ich habe mich mit einer konkreten Frage an Experten (ich selber unterrichte in der Erwachsenenbildung, die zumindest in Hamburg anderen Gesetzen unterliegt) und nicht an selbsternannte Moralapostel gewand. Also hoffe ich, dass mir jemand objektiv sagen kann: inwiefern ist es möglich, ein ungerechtes Schulzeugnis anzufechten?
moin,
warum willst du das aendern?
die kopfnoten werden sowieso kaum in betracht gezogen - bei einem viertklaesslerzeugnis sowieso nicht.
deine tochter ( und auch du ) werden lernen muessen, dass das leben aus einer kette von fehlbeurteilungen besteht - in der schule, beim studium, im job.
recht haben und recht bekommen waren schon imer zwei unterschiedliche schuhe.
in einigen faellen mag es sehr angebracht sein, sich gegen falschbeurteilungen zu wehren, aber dieses wehren sollte man dosiert einsetzen, um nicht als notorischer noergler eingeschaetzt zu werden.
wenn du in diesem fall unbedingt was machen willst: gespraechstermin mit klassenlehrer, schulleiter, elternbeirat und tochter. beide seiten sollen sich erklaeren - normalerweise reicht das fuer ein entweder neues oder verstandenes ergebnis.
wenn nicht, dann offizielle beschwerde beim kultusministerium.
frage ist und bleibt jedoch, was das soll… bei einem einserzeugnis sehe ich da keinen lebensbedrohenden handlungsbedarf…
gruss
khs
Ich habe zwar mit ähnlichen Antworten gerechnet, aber ich habe
auch ein paar kompetentere erwartet.
Ich versuch’s mal
Und ich habe die
Möglichkeit, dass meine Tochter „im Unterricht gestört hat“ in
Betracht gezogen.
So eine Frechheit … Kommt aber verstärkt vor, wenn es jemandem in einer Klasse zu langsam geht.
Kohlenmonoxyd und Sauerstoff zerlegen, was auch auf Ungnade
gestossen ist. Ach ja, meine Tochter ist hochbegabt
(Behauptung der Beratungsstelle für Besondere Begabungen in
Hamburg)- eine Tatsache, mit der die Lehrerin von Anfang an
aha, irgendein SCHRIFTLICHER Beweis für diese Behauptung vorliegend ?
nicht klar gekommen ist. Und es sind in den letzten vier
Jahren zu viele Dinge passiert, die mich in mainer Annahme
bestätigen, dass persönliches Missfallen Ausdruck in dem
Zeugnis gefunden hat. Aber die Richtigkeit meiner Annahme
steht hier nicht zur Debatte.
Ich habe mich mit einer konkreten Frage an Experten (ich
selber unterrichte in der Erwachsenenbildung, die zumindest in
Hamburg anderen Gesetzen unterliegt) und nicht an
selbsternannte Moralapostel gewand.
Schön gesagt
Also hoffe ich, dass mir
jemand objektiv sagen kann: inwiefern ist es möglich, ein
ungerechtes Schulzeugnis anzufechten?
Da sollte es mehrere Möglichkeiten geben:
knallharte Beweise sammeln, dass die Lehrerin ‚Unsinn‘ erzählt
die Hochbegabung schriftlich bestätigen lassen
sich damit an den Direktor wenden. Zur Not an die zuständige Behörde
Tochter an eine Schule für Hochbegabte schicken und Zeugnis vergessen
Aber wieso sollte man um eine verbale Formulierung soviel Staub aufwirbeln ? Die Noten zuerst zu zeigen sorgt fast automatisch für deren grösseres (optisches) Gewicht. Zusammen mit DER Bestätigung findet sich relativ schnell eine Erklärung für die Formulierungen der Lehrerin. Sofern der Widerspruch gegen deren Beurteilung scheitern sollte…
Du kannst Dich nur an den Rektor der Schule oder an die örtliche Schulbehörde (Schulrat) wenden.
Wenn die Klassenlehrerin aber weiter auf die Bemerkung besteht
(was Anderes wirst Du nicht beweisen können) bleibt es dabei.
Da kannst Du machen nix!
und auch die Behauptung der
Lehrerin, Bäume würden „Sauerstoff prodizieren“
was ist daran falsch? wie definiert deine tochter denn den begriff „produzieren“? könnte man demnach überhaupt noch was produzieren? im grunde geht es überall nur um umwandlung und veredelung.
dass sie tatsächlich Kohlendioxyd in
Kohlenmonoxyd und Sauerstoff zerlegen, was auch auf Ungnade
gestossen ist.
verständlich. es wäre auch ziemlich fatal, würden die bäume kohlenmonoxid"produzieren"
Ach ja, meine Tochter ist hochbegabt
aha! dann wäre zu überlegen, ob du sie überhaupt auf’s gymnasium schickst! bevor sie noch mehr mitschüler bzw. lehrer mit ihrer besserwisserei nervt, wär’s doch gescheiter, sie könnte sich mit ihresgleichen messen, oder?
gruß
michael
der für die inkompetente antwort um entschuldigung bittet.
ich bin mit einigen
Formulierungen in der :schriftlichen Beurteilung :absolut unzufrieden, da sie :tendenziell bösartig sind. :Sie ist ansonsten eine :Einser-Schülerin mit :Gymnasialempfehlung…
In der schriftlichen Beurteilung schlägt sich der Eindruck der Lehrkraft nieder. Diese Beurteilung kann naturgemäß ebenso wenig wie Deine Sicht objektiv sein. Wo es um persönliche Eindrücke und Meinungen geht, wird es mit Rechtsstandpunkten schwer.
Sehr gute Noten und die Gymnasialempfehlung liegen vor. Deine Tochter wurde aus Deiner Sicht unzutreffend beurteilt, aber ein Schaden ist nicht entstanden. Deine Tochter wird die Schule wechseln, in eine andere Klasse mit anderen Schülern und anderen Lehrern kommen. Wenn Du nach vorne siehst, was sollen dann noch rückwärtsgewandte Aktionen mit fragwürdigen Erfolgsaussichten?
Du erwähnst die Hochbegabung Deiner Tochter. Das ist grundsätzlich etwas Wunderbares, aber daraus können auch Probleme entstehen, mit denen sowohl Du als auch Deine Tochter umzugehen lernen sollten. Gleichaltrige, aber auch manche Erwachsene reagieren zuweilen mit einer schwer einzuordnenden Mischung aus Befremdung, Bewunderung, Neid und Knüppel-zwischen-die-Beine-Werfen. Zur besonderen Begabung sollte deshalb noch ein innerer Anstand gegenüber solchen Reaktionen kommen, sonst kann der Alltag schwer werden. Ich würde an Deiner Stelle noch einmal darüber schlafen, ob es möglicherweise sinnvoller ist, die Sache auf sich beruhen zu lassen.
ich finde durchaus nicht, dass man so etwas auf sich beruhen lassen sollte.
Wenn Deine Tochter wirklich hochbegabt ist, mach bitte, bitte nicht den Fehler sie in eine Langweilerschule zu tun. Sonst ist aus Deiner hochbegabten Tochter in 4 Jahren eine Schulabbrecherin mit 5en nd 6en geworden.
Du solltest mal mit dem Direktor reden. Auch wegen der Dienstaufsichrtsbeschwerde gegen die Lehrerin. Sollte irgendwas formales sein. Dann kann sie ihre nächste Beförderung vergessen. Ach ja: stur bleiben. Jede Ablehnung ignorieren und Widerspruch einlegen und neu formulieren. Und: Wenn nach 14 Tagen keine Eingangsbestätigung da ist, dann ist dies bereits ein schweres Dienstpflichtvergehen der vorgesetzten Behörde. Das Spiel heißt Schwarzer Peter.
Das Ministerium ist ein guter Ansprechpartner. Schreib einfach an den zuständigen Minister und bitte um Klärung. Der schickt einen Staatssekretär hin, um das Ganze zu überprüfen.
Dein Landtagsabgeordneter mag es besonders, wenn er sich zu den Zuständen in der Schule äußern muß. Das muss er dann auch innerhalb von 14 Tagen.
Bäume produzieren wirklich kein CO. 6 CO2 + 6 H2O --> C6H12O6 + 6 O2
Trotzdem ist der Einwand gut. Es stellt nämlich eine Theorie dar, die erst mal den Effekt: es entsteht Sauerstoff beschreibt.
Widerlegt wird die Theorie durch die Beobachtung, dass CO uns bereits in geringen Mengen umbringt. Das kann man doch diskutieren, oder? Zumindest, wenn man Ahnung vom wissenschaftlichen Arbeiten hat.
Kinder verhalten sich in der Schule oft anders als zu Hause,also schließe nicht von ihrem Verhalten zu Hause auf das im Unterricht
wie würdest Du es beurteilen, wenn bei Deiner Erwachsenenbildung einer der Teilnehmer bei jeder Ungenauigkeit/jedem Fehler/vermeintlichen Fehler Deinerseits sofort dazwischenfunkt und seine Korrektur zum besten gibt (ggf. auch noch falsch wie im Falle des Kohlenmonoxids)? Als besonders schlau? Oder doch eher als störend, vorlaut,lästig?
Es ist die Berufskrankheit vieler Lehrer, die oft auch auf die Kinder vererbt wird, dass sie immer versuchen anderen etwas beizubringen, andere zu korrigieren und zu kommentieren. Was aber im normalen Leben nicht eben gut ankommt…
wenn die Hochbegabung nicht durch objektive Tests festgestellt wurde, wäre ich mit dieser Behauptung äusserst vorsichtig. Es gibt schließlich sehr viele Eltern, die ihre Kinder für hochbeagbt halten, ohne dass diese es tatsächlich sind. Oft ist da der Wunsch die Mutter des Gedanken und eigentlich hat das Kind nur einen gewissen Entwickungsvorsprung oder auch eine Begabung auf einem Teilgebiet.
die Soziale Entwicklung muss nicht unbedingt mit dem Wissen Schritt halten. Es gibt genug Kinder, die zwar Einsen auf dem Zeugnis haben, aber wenig soziale Kompetenz entwickelt haben. D.h. ein Kind mit lauter Einsern kann sich durchaus im Unterricht unmöglich verhalten.
Vielleicht kann man die Beurteilung auch so lesen, dass sich da eine unschöne Entwickung des Kindes anbahnt, wo man jetzt noch rechtzeitig gegensteuern kann.
Ich würde daher erst mal versuchen, mit der Lehrerin sachlich darüber reden. Von einem Versuch der Kontaktaufnahme Deinerseits hab ich nichts gelesen - nur von Vermutungen, dass Sie persönlich was gegen Deine Tochter hätte. Nicht von dem Standpunkt aus rangehen „das Zeugnis ist falsch - das muss geändert werden“, sondern erst einmal FRAGEN wie diese Beurteilung zustande gekommen ist, und was Du bzw, Deine Tochter nach Ansicht der Lehrerin besser machen sollte.
es ist doch bekannt daß Hochbegabte tatsächlich durch Unterforderung zu Störenfrieden in Klassen mit Normalbegabten werden. Insofern kann es doch sein daß Deine Tochter tatsächlich ein „schwieriges Kind“ in dieser Schulklasse ist…
Dann ergeben die Bemerkungen der Lehrerin in Zusammenhang mit den Noten darüber und der Tatsache, daß Deine Tochter so begabt ist, durchaus einen Sinn. Man kann dann nicht mehr unterstellen daß die Lehrerin Deiner Tochter etwas am Zeug flicken will, sondern es ist womöglich nützlich wenn auch seitens der Lehrerin darauf hingewiesen wird daß hier eine besondere Förderung sinnvoll erscheint.
ich habe mir jetzt mal den ganzen thread durchgelesen und frage mich, wieso hier immer das anliegen in frage gestellt wir…
Die meistenhalten es für quatsch um eine „schriftliche formulierung soviel staub aufzuwirbeln“…
Wärt ihr gebauso drauf, wenn es um euer arbeitszeugnis ging???
Die frage ist WIE bösartig die formulierungen gewesen sind.
Ich würde das mal mit den formulierungen auf den zeugnissen der anderen kinder vergleichen.
Falss hier eine antipathie tatsächlich offensichtlich wird würde ich die lehrerin um ein klärendes gespräch bitten (am besten mit dem direx zusammen).
Ansonsten würde ich den normalen dienstweg einhalten, der die, marina, als lehrerinsicherlich bekannt sein sollte…
meine älteste Tochter hat damals in der Grundschule auf dringendes Anraten der Klassenlehrerin eine Klasse übersprungen. Die aufnehmende Lehrerin aber unterstellte mir, ich sei so eine Eislaufmutter, es könne gar nicht sein, dass mein Kind aus eigenem Antrieb heraus schon so viel wisse und könne. Meine Tochter wurde von ihr entsprechend behandelt *seufz*, und in der schriftlichen Beurteilung stand dann recht deutlich, dass das arme Kind „vermutlich daheim einiges lernen mußte, um Schritt zu halten“. Fakt ist, dass meine Tochter außer den Hausaufgaben - und die nur oberflächlich und ratzfatz *g* - NIX machte, aber das paßte nicht in das Weltbild der Lehrerin.
Zunächst habe ich auch das HB-Frauchen gegeben *kotz*, dann aber abgewägt, ob sich ein Aufstand lohnt. Meiner Meinung nach nicht. Die Lehrerin wirst Du nicht überzeugen können, die Grundschulzeit hat Deine Tochter überstanden, das Zeugnis der 4. Klasse interessiert nicht mehr.
Ich weiß, das wolltest Du so nicht wissen, aber ich denke einfach, bei solchen Kleinigkeiten - und zwar im Hinblick auf die Auswirkungen, die ja sozusagen bei null sind - lohnt sich kein Rechtsweg.
Selbst ein Gespräch mit der Lehrerin halte ich für überflüssig, das würde ihr nur die Genugtuung geben, dass sie Dich erfolgreich geärgert hat.
Sobald Kinder etwas aus der Norm fallen, hilft oft nur, auf Durchzug zu schalten, leider, besonders bei HB. Die Neider und Motzer haben keine Ahnung, sie zu überzeugen ist chancenlos, selbst wenn es Lehrer sind *g*.
Die meistenhalten es für quatsch um eine „schriftliche
formulierung soviel staub aufzuwirbeln“…
Wärt ihr gebauso drauf, wenn es um euer arbeitszeugnis ging???
Nur mal zum Vergleich, wann hole ich mein Grundschulzeugnis raus,
…bei der Bewerbung um eine Lehrstelle?
…bei der Bewerbung nach dem Studium?
…normalerweise nach dem Wechsel auf die Mittelstufe nie mehr.
Allenfalls kann man damit später seine eigenen Kinder oder Freunde und Bekannte beeindrucken, bzw. kann die Mutter damit Freunde und Bekannte beeindrucken.
Meine Arbeitszeugnisse hole ich heraus, wenn ich eine neue Arbeitsstelle suche. Du kannst sicherlich selber beurteilen, was es bedeutet, wenn da ein Zeugnis fehlt oder ungünstig ausfällt.
Vielleicht soltest du einen passenderen Vergleich finden.