16 jährige

Hallo liebe Kundige,

welche Rechte habe 16 jährige gegenüber ihren Eltern. Wie verhält es sich da mit Zeiten (nach Hause kommen und von dort gehen), allein wohnen u.s.w…
Welche Rechte haben Eltern gegenüber ihren 16 jährigen Kindern?
Wie können sie Schulschwänzen verhindern?
Wie können sie sie zu Schulleistung bringen?
Was macht man, wenn sie nicht nach Hause kommen u.s.w.?

Wie immer Dank für Antworten
Gruß
Michael

Hoi nach Eisenach!!!

Deine Fragen klingen irgendwie so, als hättet ihr ein paar Probleme !
Vielleicht solltest Du etwas detailierter werden, damit man Dir zu einzelnen Punkten raten kann.
Im Grunde sind die „Kinder“ mit 16 genau so, wie Du sie erzogen hast.
Kurz: Du erntest gerade die Früchte, die Du gesät hast :frowning:
Jetzt mit Recht und Gesetz zu kommen, ist nicht so einfach.
Ich gehe davon aus, dass Dir das auch nicht wirklich weiterhelfen wird.
16jährige sind auch wahre Meister im „selektiven“ zuhören: ist es in ihrem Sinne, behalten sie alles, ist es nicht in ihrem Sinne, hören sie es garnicht erst :frowning:
Versuch einfach, den Nachwuchs so zu behandeln, als wäre er Teenager!
… und manchmal ist es besser für die Kids, wenn sie schon früh lernen, dass Fehler wehtun können!
Es ist nicht leicht, wenn man als Eltern dabei zusieht, wenn die eigenen Kinder etwas falsch machen. Aber auch heute noch lernt man nie so gründlich, wie durch eigene Fehler!
LG Ulli, die gelernt hat, einfach mal loszulassen… What is another year???

welche Rechte habe 16 jährige gegenüber ihren Eltern. Wie
verhält es sich da mit Zeiten (nach Hause kommen und von dort
gehen), allein wohnen u.s.w…
Welche Rechte haben Eltern gegenüber ihren 16 jährigen
Kindern?
Wie können sie Schulschwänzen verhindern?
Wie können sie sie zu Schulleistung bringen?
Was macht man, wenn sie nicht nach Hause kommen u.s.w.?

Wie immer Dank für Antworten
Gruß
Michael

Hallo Michael,

ein Teil deiner Fragen beantwortet sicherlich das Jugendschutzgesetz. Die Frage ist nur, ob sich ein Jugendlicher davon beeindrucken läßt… ich wage es zu bezweifeln, wenn es sich hier um elementaren Streit handelt.
Weisst du wo sie steckt, wenn sie mal nicht um 24 Uhr zu hause ist und bist du konsequent genug sie von der Polizei holen zu lassen? Ich denke nicht dass hier Rechtsauslegungen von Gesetzen irgendwas bewirken.

Mir scheint ein Brett für Rechtsfragen jedenfalls der falsche Ort für deine Frage zu sein. Für Erziehungsfragen gibt es hier bei w-w-w geeignetere Bretter. Nur so als Tip.

Gruß Ivo

Hi Michael,

als 20 Jähriger, kann ich mich noch zu gut an die Zeit erinnern, als ich 15/16 war.
Das ist (fast) bei jedem eine schwierige Zeit. Klar erntet man auch die Früchte der Erziehung. Aber es ist in erster Linie ein Abnabelungsprozess, der sich vollzieht. Je krasser dieser stattfindet, desto „besser“ ist es für den Jugendlichen, um sich später im eigenen Leben durchsetzen zu können (und auf eigenen Beinen stehen zu können).

Bei mir war’s beispielsweise so, dass meine Eltern mich strikt um 24:00 Uhr zu Hause wissen wollten.
Meine gleichaltrigen Freunde durften aber alle viel länger, weswegen ich von Zeit zu Zeit einfach gegen 24:00 Uhr heimgegangen bin, brav gute Nacht gesagt hab und danach wieder heimlich abgehauen bin. Bis meine Eltern mal Wind davon bekommen haben. Nach einigen Streitereien, haben wir uns dann zusammen hingesetzt und relativ gleichberechtigt (also kein „Von-oben-herab“ von meinen Eltern) versucht einen Konsens zu finden (der dann war, dass ich ein Handy erhalte, damit sie mich jederzeit anrufen können und ich dafür open end habe). War da allerdings schon 17.

Nur die Quintessenz ist wohl die, dass Jugendliche in diesem Alter „für das Leben üben“. Man sucht nach Anerkennung und möchte seine (zumindest subjektiv-berechtigten) Rechte wahrnehmen. Ich denke, dass auch Eltern in dieser Zeit einen Entwicklungsprozess durchmachen. Denn was der Jugendliche fordert ist nur ein: Nicht von oben herab angesehen zu werden. Er strebt nach einer Art der Gleichberechtigung (und Unabhängigkeit) mit (und zu) seinen Eltern. Und für Eltern wiederrum ist es schwierig in diesen Momenten die Gleichberechtigung zuzulassen. Daraus resultiert zwangsläufig Krieg :wink:.
Also, wenn Du der Entwicklung Deines Sohns/ Deiner Tochter weiterhelfen möchtest (und dazu noch die Konfrontationen einigermaßen stoppen willst), dann musst Du vor der eigenen Haustüre anfangen.
Räume Deinem Kind neue Rechte ein, die ihm helfen Verantwortung für sein Handeln zu übernehmen- und behandle es wie einen eigenständigen Menschen (bedenke: In 2 Jahren muss es sowieso auf eigenen Beinen stehen (zumindest juristisch betrachtet)).
Versuche gleichberechtigt mit ihm/ ihr einen Konsens zu treffen, mit dem sich beide Parteien abfinden können.

Im Endeffekt ist und bleibt es das Leben Deines Kindes…

Hoffe das hilft ein wenig…
Beste Grüße,
Typhoon

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Ein Beispiel dazu…
Für die Unsinnigkeit mancher „Regeln“:

Wie gesagt, ich musste immer Punkt 24:00 Uhr zu Hause sein und meine Freunde durften länger.

Nun sind wir an einem Abend in eine benachbarte Ortschaft gefahren (10 Fahrradminuten) um dort zu grillen. Der Abend verlief schön und frivol. Und irgendwann war dann Mitternacht; Ich musste mich also sputen, um rechtzeitig nach Hause zu kommen. Also verabschiedete ich mich flux von meinen Freunden, stieg auf’s Fahrrad und raste gen heimwärts.

Da sieht man beispielsweise die Kontraproduktivität einer solchen Regel in bestimmten Fällen:

Ich musste alleine durch die stockfinstere Nacht rasen. Ein deutliches Risiko sowohl für den Verkehr (-> rasen), als auch für mich selbst (-> Nachts alleine unterwegs). Hätte ich dagegen noch zwei Stunden dort bleiben dürfen, wäre ich gemütlich mit ein paar Freunden heimgefahren und das Risiko hätte sich immens minimiert…

So far,
Typhoon :smile:

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Das ist sicher richtig. Was wäre gewesen, wenn die Regel mißachtet worden wäre, mit o. g. Begründung?

Gruß
Michael

Das ist sicher richtig. Was wäre gewesen, wenn die Regel
mißachtet worden wäre, mit o. g. Begründung?

Dann wäre meine Mutter vermutlich bis zu meiner Ankunft wach gesessen und hätte sich die größten Sorgen und Vorwürfe gemacht (vielleicht wären sie auch auf die Suche gegangen- aus reiner Sorge).
Auf jeden Fall hätt ich ne Menge Ärger (oder zumindest Schuldgefühle) bekommen…-
Da fällt mir grad ein, dass ich an dem Abend (glaub ich) sogar noch mit dem Handy eines Awesenden zu Hause angerufen hab, um die Situation zu schildern (naja einigermaßen zumindest; so à la: Die dürfen alle länger…). Meine Eltern wollten mich halt irgendwie vor den ganzen schlimmen Sachen bewahren (Alkohol, Nachts irgendwelchen ominösen Gestalten begegnen, etc.) - dass man aber genau das Gegenteil erreicht, wenn man einen Jugendlichen unter Zeitdruck setzt (ich musste halt einfach schneller trinken als die andern :wink: ), war ihnen vermutlich nicht bewusst.
Naja egal…- sie haben’s ja gut gemeint :smile: - und wenn ich mal Kinder hab, mach ich alles besser… :wink:

Beste Grüße,
Typhoon

Gruß
Michael

Da fällt mir grad noch ein…
…dass es oftmals auch sehr hilfreich sein kann, wenn man sich einfach nicht so sehr auf der Pelle sitzt. D.h. dass man ein wenig Abstand zueinander schafft. Bei uns ging das indem mir meine Eltern einfach eine Wohnung in unserem Haus zur Verfügung gestellt haben (wovon ich verständlicherweise absolut begeistert war). Das ist natürlich nicht überall machbar, hat aber wahre Wunder gewirkt…