Liebe Experten,
Folgendes könnte sich so oder so ähnlich zugetragen haben:
Jemand bestellt kurz vor Weihnachten im Internet Eintrittskarten für eine Veranstaltung, die Anfang März stattfinden soll. Die Karten sollen zu Weihnachten verschenkt werden, auf der Website wird geworben mit „Heute noch bestellen, garantiert bis Weihnachten geliefert“.
Es wird Weihnachten, unser armer Besteller hat die Karten noch immer nicht erhalten. Er düst also an Heiligabend noch schnell in die Stadt um Ersatzgeschenke zu besorgen und gibt bei der Gelegenheit auch gleich die Lastschrift zurück- der Lastschrifteinzug hatte nämlich umgehend funktioniert…
Anfang Januar erhält er eine Mahnung über den Betrag, antwortet freundlich, dass er die Karten weder bis Weihnachten noch bis Januar erhalten und nun auch kein Interesse mehr daran habe. Gleiches widerholt sich Anfang Februar. Ende Februar erhält unser geplagter Freund Post von einer Inkassostelle (Karten sind noch immer nicht angekommen, mittlerweile ist auch der Aufführungstermin verstrichen). Es sei, so die Inkassogesellschaft, die falsche Adresse angegeben worden, dafür hafte der Besteller.
Tatsächlich hatte sich ein Dreher in der PLZ eingeschlichen. Der Besteller fragt also bei der Post nach, was in einem solchen Falle mit einem „falsch“ adressierten Paket geschähe. Man sagt ihm, in 99% der Fälle würde die Sendung mit 1-2 Tagen Verzögerung zugestellt, ansonsten erhielte sie der Absender zurück. Bei der Gelegenheit bittet der Besteller die Post auch gleich um Nachforschung nach dem guten Stück.
Anfang April erhält der Besteller nun fast zeitgleich zwei Schreiben: Die Post teilt mit, dass für unversicherte, unregistrierte Briefe leider keine Haftung übernommen werden könne, der Brief sei also schlicht verschollen. Ein Anwaltsbüro fordert zur Zahlung auf, man werde sonst gerichtliche Schritte einleiten.
Was meint Ihr: wie sollte sich unser Besteller verhalten?
Vielen Dank für das geduldige Lesen und für Eure Hilfe
Gruß
Ramona