Betrug im Sportverein

Hallo,

Man nehme an, man seie in einem Sportverein Mitglied. Dort ist jemand in eienr verantwortlichen Position, z.B. Sportwart. Dieser jemand organisiert mehrere Turniere, wobei die teilnehmenden Mannschaften Startgebühren bezahlen. Auch wirbt dieser jemand viele neue Mitglieder für den Verein und lässt sich von ihnen die Aufnahmegebühr und den Jahresbeitrag bar bezahlen, obwohl dies ganz klar geregelt ist, dass es an den kassenwart geht.

Dieses Geld behält die Person ein. Nach mehrfachen Gesprächen u.ä. hat er es immer noch nicht an den Verein bezahlt. Zu klärenden Gesprächen und zu einer Mitgliederversammlung war er mysteriöserweise nicht da (plötzlich im Urlaub, obwohl er einen Tag früher und später wieder ind er Stadt gesehen wurde) und man konnte deshalb nie ein wirklich richtiges Gespräch aufbauen, stattdessen erfuhr man von den neu geworbenen Mitgliedern immer neue Schauermärchen, die das Vertrauensverhältnis zu der Person völlig zerstörten.

Dem Verein fehlt dadurch einen fast 4-stelliger Betrag, was für einen gemeinnützigen Verein eine menge Geld ist.

Der Vorstand überlegt deshalb, den jenigen anzuzeigen. Allerdings macht man sich sorgen, dass auch auf einen selbst etwas zukommen könnte. Denn bei einem e.V. haften prinzipiell persönlich die Vorständler. Und sie haben Angst, dass ihnen vorgeworfen wird, dass sie da stärker hätten aufpassen müssen und dass auf sie dann womöglich ein Verfahren draufzukommt. Ist so etwas möglich? Oder hat der Vorstand nichts zu befürchten?

Und wie stehen die Chancen, von dem jenigen das Geld zu bekommen? Was ist das überhaupt: Betrug, Unterschlagung oder etwas völlig anderes!?

BTW: Kommt man einfach so an einen SCHUFA-Eintrag? Welche Bedingungen müssen dafür erfüllt sein?

Herzlichen Dank,

Dirk

Dort ist jemand in einer verantwortlichen Position, z.B. Sportwart. Er vereinnahmt Geld und gibt es dem Verein nicht sondern verwendet es für sich. Unterschlagung in Tateinheit mit Untreue.

Wolfgang

Hallo,

Dieses Geld behält die Person ein. Nach mehrfachen Gesprächen
u.ä. hat er es immer noch nicht an den Verein bezahlt. Zu
klärenden Gesprächen und zu einer Mitgliederversammlung war er
mysteriöserweise nicht da (plötzlich im Urlaub, obwohl er
einen Tag früher und später wieder ind er Stadt gesehen wurde)
und man konnte deshalb nie ein wirklich richtiges Gespräch
aufbauen, stattdessen erfuhr man von den neu geworbenen
Mitgliedern immer neue Schauermärchen, die das
Vertrauensverhältnis zu der Person völlig zerstörten.

Der Vorstand überlegt deshalb, den jenigen anzuzeigen.

ganz richtig

Allerdings macht man sich sorgen, dass auch auf einen selbst
etwas zukommen könnte. Denn bei einem e.V. haften prinzipiell
persönlich die Vorständler.

bei einer nicht satzungs- und rechtmässigen Handlungsweise

Und sie haben Angst, dass ihnen vorgeworfen wird, dass sie da
stärker hätten aufpassen müssen

Anpisser gibt es überall.
Man muss sich fragen (lassen), ob man den Sachverhalt schnell, zügig und angemessen behandelt hat.
Soll heissen:
Wenn der Sportwart ein langjähriges Mitglied ist, welcher bisher eine saubere Weste hatte und man selbst nach ersten Hinweisen tätig geworden ist (Abgleich der Mitglieder-/Teilnehmerliste mit den Geldeingängen), dann sollte es unter der Rubrik Lenserfahrung laufen.
Je fahrlässiger der Vorsatand gehandelt hat (trotz mehrmalige Hinweise keine Rückfragen an Sportwart und keine Buchprüfung), sind mind. moralische Vorwürfe angebracht.

und dass auf sie dann womöglich ein Verfahren draufzukommt.

ein Verfahren ist ja nicht schlimmes, so lange man es nicht verliert. Ich könnte Dir auch ein Verfahren an den Hals hängen, was Dich mangels Substranz nicht jucken dürfte.

Oder hat der Vorstand nichts zu befürchten?

Dies kann man nur vor Ort entscheiden. Vielleicht gibt es ja im Verein oder im Umfeld einen Juristen der mal auf eine Tasse Tee bei dem einen Voprtstandsmitglied vorbei kommt, wo zufällig der andere auch die Papiere dabei hat und man kommt vom hundersten ins tausendste.

Und wie stehen die Chancen, von dem jenigen das Geld zu
bekommen?

WIe bei jedem Schuldner. Wenn was zu holen ist, gut, ansonsten mies.

Ciao maxet.