Müssen/sollen Kostenvoranschläge kostenlos sein?

Von: , Frage gestellt am So, 13. Nov 2005

Hallo,

müssen und/oder sollen Kostenvoranschläge immer kostenlos sein?

Z.B. wenn man welche einholen will für die Reparatur einer Waschmaschine oder für große Reparaturen am Auto in der Werkstatt?

Oder dürfen Werkstätten "Gebühren" für Kostenvoranschläge verlangen?

Danke
Chris

7 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 13 Minuten 1 hilfreich
    Nein

    Hallo Chris,

    Was hat die Werkstatt davon, wenn sie Zeit investiert, um dir einen Kostenvoranschlag zu machen, und du mit diesem dann zur Konkurenz gehst.
    Meine Citroen-Werkstatt in Luxemburg berechnet für jeden Kostenvoranschlag 50€, die sie dann nach Auftragserteilung mit der Endrechnung verrechnet.
    Ein kostenloser Kostenvoranschlag dient IMHO nur dazu, die Kunden zu ködern. Die Zeit des Technikers und seine Anfahrt (Bsp Waschmaschine) kosten ja auch Geld. Bei einem kostenlosen KVA müssen die aber das Geld irgendwie anders reinholen, dann wahrscheinlich auf Kosten aller Kunden, die dann etwas reparieren lassen.
    Natürlich sollte man das ganze nicht zu eng sehen und zwischen KVA für Reparatur und KVA für "Neukauf" * unterscheiden.
    *mit Neukauf meine ich zB der Dachdecker, Elektriker ...., der zu dir nach Hause kommt, um dir ein Angebot zu machen.

    Gruß
    Sticky

    • Antwort von nach 30 Minuten 0 hilfreich
      Für eine grobe Einschätzung zahlen?

      Hallo,

      eigentlich schon richtig.

      Das heißt also, wenn ich eine Megareparatur am Auto brauche, dann zahle ich erstmal richtig für Kostenvoranschläge, die ich mir bei der Fachwerkstatt, bei einer freien Werkstatt, bei ATU & Co. machen lasse??

      Ich will ja keine vorherige große "Begutachtung", ich möchte ja nur, dass mir wenigstens grob überschlagen berechnet wird, was mich

      Stoßdämpfer, Zylinderkopf, Zahnriementausch kosten

      Und für diese Einschätzung zahlen?

      na ich weiß nicht ...

      Chris [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

      • Antwort von nach einer Stunde 0 hilfreich
        Re: Für eine grobe Einschätzung zahlen?

        Hallo,

        wenn du in eine Werkstatt gehst, kann man dir bestimmt eine kostenlose grobe Einschätzung geben.
        So nach dem Motto, was wird das ungefähr kosten, so ungefähr 1000€
        und du zahlst im Endeffekt 2000.
        Ein Kostenvoranschlag ist da schon genauer, allerdings auch nicht 100%ig.
        Aber einen gewissen Prozentsatz darf dieser Kostenvoranschlag nicht überschreiten. Deswegen kostet es auch, weil keiner krabbelt kostenlos in deinen Motor, nimmt Schraube für Schraube auseinander um dir den genauen Preis sagen zu können, damit du hinterher in eine andere Werkstatt gehst.

        Gruß
        Rocco

      • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
        Re: Für eine grobe Einschätzung zahlen?

        Hallo,
        hallo auch,
        eigentlich schon richtig.

        Das heißt also, wenn ich eine Megareparatur am Auto brauche,
        dann zahle ich erstmal richtig für Kostenvoranschläge, die ich
        mir bei der Fachwerkstatt, bei einer freien Werkstatt, bei ATU
        & Co. machen lasse??
        Wieso nicht ? Wenn doch die Kosten für den KVA bei der Reparatur verrechnet werden ?

        Die Frage ist auch, was dir ein grober kostenloser KVA von z.B. ATU bringt, bei dem Sie dir kosten von ca. 1.200 EUR ankündigen und eine Fachwerkstatt nachher die Reparaturen, die angeblich nötig gewesen wären durchführt und einen tatsächlichen Reparaturaufwand von 500 EUR hat. (real-life-report)
        Ich will ja keine vorherige große "Begutachtung", ich möchte
        ja nur, dass mir wenigstens grob überschlagen berechnet wird,
        was mich

        Stoßdämpfer, Zylinderkopf, Zahnriementausch kosten

        Und für diese Einschätzung zahlen?
        Also ich glaub hier und fast überall arbeitet keiner mehr umsonst, Leistung muss bezahlt werden, und wenn die Kosten dann bei der Endreparatur verrechnet werden halte ich´s für absolut in Ordnung für einen KVA zu zahlen.
        na ich weiß nicht ...
        ich schon ;o)

        der jörg
        Chris





        Hallo Chris,

        Was hat die Werkstatt davon, wenn sie Zeit investiert, um dir
        einen Kostenvoranschlag zu machen, und du mit diesem dann zur
        Konkurenz gehst.
        Meine Citroen-Werkstatt in Luxemburg berechnet für jeden
        Kostenvoranschlag 50€, die sie dann nach Auftragserteilung mit
        der Endrechnung verrechnet.
        Ein kostenloser Kostenvoranschlag dient IMHO nur dazu, die
        Kunden zu ködern. Die Zeit des Technikers und seine Anfahrt
        (Bsp Waschmaschine) kosten ja auch Geld. Bei einem kostenlosen
        KVA müssen die aber das Geld irgendwie anders reinholen, dann
        wahrscheinlich auf Kosten aller Kunden, die dann etwas
        reparieren lassen.
        Natürlich sollte man das ganze nicht zu eng sehen und zwischen
        KVA für Reparatur und KVA für "Neukauf" * unterscheiden.
        *mit Neukauf meine ich zB der Dachdecker, Elektriker ...., der
        zu dir nach Hause kommt, um dir ein Angebot zu machen.

        Gruß
        Sticky

        • Antwort von nach einem Tag 0 hilfreich
          Re^2: Für eine grobe Einschätzung zahlen?

          Wieso nicht ? Wenn doch die Kosten für den KVA bei der
          Reparatur verrechnet werden ?
          Z.B. wegen dem, was ich gestern schon schrieb, siehe oben. Ohne Absprache muss der Kostenvoranschlag grds. nicht vergütet werden. Das steht so im Gesetz.

          Levay

  2. Antwort von nach 47 Minuten 0 hilfreich
    Re: Müssen/sollen Kostenvoranschläge kostenlos sei

    Hallo Chris, es ist schon so, dass Werkstätten Kostenvoranschläge verlangen dürfen, ja. Sie haben, wie Sticky schon anführte, ja entsprechenden Zeit- bzw. Personalaufwand, um ihn Dir überhaupt abgeben zu können. In den meisten Fällen werden diese Kosten im Falle einer REparatur dann angerechnet. Da es aber unterschiedlich gehandhabt wird, bleibt Dir nur, zu der Werkstatt zu gehen und nach einem Kostenvoranschlag und seinen eventuellen Kosten zu fragen - dann kannst Du Dich immer noch entscheiden. Gruss, Eva [Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

  3. Antwort von nach einer Stunde 1 hilfreich
    Re: Müssen/sollen Kostenvoranschläge kostenlos sei

    Um mal eine juristische Antwort zu geben:

    § 632 III BGB sagt:

    "Ein Kostenanschlag ist im Zweifel nicht zu vergüten."

    Das heißt im Umkehrschluss, dass eine Vergütung vereinbart werden kann. Das heißt aber auch, dass ohne ausdrückliche (grds. nicht konkludente) Vereinbarung der Kostenvoranschlag eben kostenlos ist.

    Levay

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