Was passiert mit den Geldern?

Hallo zusammen,

ich hoffe ich bin hier richtig. Gestern hatte ich eine Diskussion mit meinem Freund. Es ging um den Schiedsrichterskandal. Herr H. hat ja Gelder bekommen. (Die genaue Summe weiß ich nicht mehr.) Ich gehe mal davon aus, dass er das Geld nicht behalten darf. (Wenn doch, für einige Euros würde ich ein paar Jahre Knast schon in Kauf nehmen! (o;= ) Aber was passiert mit dem Geld? Es kann ja nicht an seinen rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden, weil es ja aus Wetteinsätzen stammt.

Wisst ihr da mehr?
Neugierige Grüße
Mareike

P.S. Falls ich hier falsch sein sollte, verschiebt mich bitte!

Hallo,

mir ist nicht ganz klar, wieso es nicht an die früheren Besitzer zurückgegeben werden können sollte. Ich habe die Sache nicht so aufmerksam verfolgt, aber es geht doch hier um Betrug bzw. Beihilfe zum Betrug oder so…? Die Wettbüros sind doch getäuscht worden, der Betrug war zu ihrem Nachteil.

Levay

Hallo,

Hoyzer ist wegen Beihilfe zum Betrug verurteilt worden. Als Betrugshandlung ist der Abschluss der Wetten zu werten. Darauf hatte Hoyzer keinen Einfluss, so dass er nur wegen Beihilfe zum Betrug verurteilt werden konnte.

Zivilrechtlich haftet er als Gesamtschuldner mit den Mittätern auf Schadensersatz, zumindest gegenüber den getäuschten Wettern, die ihre Einsätze verloren haben, wenn sie sie nicht zurückbekommen haben. Das sollen 2 Mio Euro sein. Es ist auch immer von einem finanziellen Schaden der Wettbüros die Rede, die auch Ansprüche stellen könnten.

Von daher wird das Geld zur Begleichung des Schadens von den Geschädigten sicher eingefordert werden.

Grüße
EK

Hallo,

Die Wettbüros sind
doch getäuscht worden, der Betrug war zu ihrem Nachteil.

Sicher sind die Wettbüros getäuscht worden. Nur haben sie daruas keinen Schaden erlitten, denn die Gewinnquote wird ja nach den Einsätzen festgelegt und ihren Anteil ziehen die Wettbüros ohnehin ab. Der Schaden ging also ausschließlich zu Lasten derer, die ihre Wette verloren haben. Es dürfte allerdings den meisten sehr schwer fallen
a) zu beweisen, daß sie überhaupt gewettet haben (wer hebt die Unterlagen nach einer verlorenen Wette schon auf - ausgenommen, es war eine Online-Wette, da gibt es Kontenführung etc.)
b) nachzuweisen, wieviel Gewinn ihnen entgangen ist (dazu müsste alles zurückgerechnet werden, bedeutet sehr viel Aufwand und die Daten dazu müssten erstmal durch die Wettbüros ermittelt werden - das könnte teurer werden, als überhaupt dabei rausspringt)
c) das Geld von denjenigen zurückzuholen, die zusammen mit den Betrügern Nutznießer gewesen sind - und das sind die größeren Beträge gewesen.

Gruß
Axel

Hallo!

Ich gehe mal davon aus,
dass er das Geld nicht :behalten darf. (Wenn doch, :für einige Euros würde ich :ein paar Jahre Knast schon in :Kauf nehmen!(o;= )

Wenn jemand Geld haben will, muß er seinen Schaden nachweisen. Ob und wie das gelingt, kann ich nicht beurteilen. Ich antworte nur wegen der Bemerkung zum lohnenden Knast für die paar Euronen. Der Herr H. gehörte eigentlich schon wegen Dummheit verurteilt. Der saudumme Hund (Entschuldigung an alle Säue und Hunde) ruinierte für ein Trinkgeld seine komplette (neben-)berufliche Laufbahn, mit der er ohne weiteres den zigfachen Betrag auf ehrliche Weise hätte verdienen können. Für den Gegenwert eines Jahresgehalts mit geachtetem Job zum für mehrere Jahre verurteilten Knacki zu werden, hat sich ganz sicher nicht gelohnt. So lang der Bengel ist, so strohdoof ist er.

Gruß
Wolfgang

Für den Gegenwert eines Jahresgehalts mit geachtetem Job zum
für mehrere Jahre verurteilten Knacki zu werden, hat sich ganz
sicher nicht gelohnt. So lang der Bengel ist, so strohdoof ist
er.

Moin moin,

ihm geht es wie den meisten Verbrechern: Sie rechnen ja nicht damit, dass sie erwischt werden. Und das Risiko einer Haftstrafe war ja bis zum Urteil selbst vom Staatsanwalt als eher gering eingestuft.

Gruß

ALex

Hallo

Sicher sind die Wettbüros getäuscht worden. Nur haben sie
daruas keinen Schaden erlitten, denn die Gewinnquote wird ja
nach den Einsätzen festgelegt und ihren Anteil ziehen die
Wettbüros ohnehin ab. Der Schaden ging also ausschließlich zu
Lasten derer, die ihre Wette verloren haben. […]

Soweit ich weiss gibt es bei den meisten Sportwetten keinen Totalisator. Es wird zwar die Quote an die Einsätze angepasst um Risiken zu minimieren, aber für schon ausgestellte Scheine gilt diese Änderung nicht mehr. Die Erst-Quote wird von den Experten der Bookies festgesetzt.
Daher können auch Wettbüros durch so einen Betrug geschädigt werden.

(Ich hoffe die Überlegung ist richtig, bin kein Fachmann :smile: ).

Gruß,
DW.

Hallo,

Soweit ich weiss gibt es bei den meisten Sportwetten keinen
Totalisator. Es wird zwar die Quote an die Einsätze angepasst
um Risiken zu minimieren, aber für schon ausgestellte Scheine
gilt diese Änderung nicht mehr. Die Erst-Quote wird von den
Experten der Bookies festgesetzt.
Daher können auch Wettbüros durch so einen Betrug geschädigt
werden.

ich bin weder Wettenanbieter noch Selberwetter. Aber es ist doch wohl so, daß die Quote zunächst mal im Voraus festgelegt wird und sofort nach jeder Plazierung angepasst wird - und das natürlich so, daß die bisherigen Platzierungen damit ebenfalls ausgeglichen werden. Die Begrenzung der Wetteinsätze begrenzt dabei natürlich auch das Risiko des Wettbüros. Von daher wird sich der Verlust des Büros im Centbereich abspielen und müsste auch erstmal genau nachgewiesen werden. Ich kann mir nicht vorstellen, daß sich dieser Aufwand lohnen würde.

Ich könnte mir vorstellen, daß die Werbung durch Medienpräsenz für die Wettfirma interessant wäre, dagegen steht aber die Negativwerbung, daß da gefummelt werden kann.

(Ich hoffe die Überlegung ist richtig, bin kein Fachmann :smile: ).

Ich auch nicht. Alles reine Vermutungen.

Gruß
Axel

Danke für die Antworten! owt
Owt