Rübenernte - Verschmutzung von Strassen

Hallo,
am Niederrhein ist Zuckerrübenernte und es regnet. Das heißt, dass Trecker und Lastwagen die Strassen verschmutzen und es zu gefährlichen Schlingerpartien kommt. Lt. Paragraph 32 der StVO sind Strassen vom Verschmutzer zu reinigen und sogar zu kennzeichnen. Nun meine Fragen:

  1. Gilt das für alle Strassen? z.B. auch für sogennante Wirtschaftswege, die nur für Anlieger befahrbar sind.
  2. Wer hat dafür zu sorgen, dass die Sauberkeit der Strassen gewährleistet ist. Die Gemeinde?
  3. Bringt es in dem Fall etwas, an die Gemeinde einen Brief zu schreiben, in der man sie auffordert, die Sauberkeit der Strassen zu überwachen?
  4. Kann man Anzeige gegen Unbekannt erstatten wegen Verkehrgefährdung + Kostenerstattung erfragen für die fällige Wagenwäsche?

Vielen Dank
Jörg-Holger

Klar kannst Du fragen ob Dir irgendjemand Deine Autowäsche bezahlt, aber was ist mit dem normalen Schmutz auf Deinem Auto? Willst Du das dann verrechnen?

An die Gemeinden kannst Du auch ganz viele Briefe schreiben.

Kannst Dich ja auch direkt an den Bundestag wenden und vielleicht erlassen die ja auch ein Gesetz, dass alle Rübenbauern ins Gefängnis müssen.

Es ist doch nunmal bekannt das zur Zeit die Rüben in die Fabriken gefahren werden. Da kann man sein Fahrverhalten auch anpassen. Muss man eh, wegen den langsameren Trecker etc.

Muss man denn für jede Kleinigkeit irgendwo nen Aufstand proben? Kann man nicht selber auch mal Rücksicht nehmen und das Leben so nehmen wie es ist? Sonst beschwert sich doch auch jeder das wir zuviele Verordnungen und Gesetze haben. Da muss man dann nicht noch wegen jeder Kleinigkeit sich dauernd beschweren.

Hallo,

das ist natürlich alles andere als eine Antwort auf die Frage. Scheint in diesem Forum üblich, Belehrungen weiterzugeben statt Informationen.

Zum genannten Thema habe ich ein ganz ähnliches Problem: Zur Zeit der Maisernte sind bei uns manche Radwege für mehrere Wochen fast unpassierbar, weil dort Unmengen zerfetzter und nicht zerfetzter Maiskolbenreste herumliegen. Besonders toll wirds, wenn die dann nach einem Regen noch feucht sind. Alternative bleibt, die stark befahrene Hauptstraße zu benutzen.

Gruß, Niels

Hallo,

die StVO gilt natürlich für alle als öffentliche Straße gewidmeten Straßen. Inweit Dein Wirtschaftsweg jetzt hierzu gehört, vermag ich nicht zu sagen.

Zuständig für die Überwachung der Straßenreinigung ist das Ordnungsamt. Dieses wird entweder
a) dem Verschmutzer (so feststellbar) die Reinigung aufgeben oder
b) den Bauhof damit beauftragen

Eine Anzeige wegen „Verkehrsgefährung“ ist völlig abwegig (warum wollen eigentlich alle immer irgendjemand wegen irgendwas „anzeigen“?).
Gruß,
Dea

[Bei dieser Antwort wurde das Vollzitat nachträglich automatisiert entfernt]

Hallo,
am Niederrhein ist Zuckerrübenernte und es regnet. Das heißt,
dass Trecker und Lastwagen die Strassen verschmutzen und es zu
gefährlichen Schlingerpartien kommt.

Dann fahr langsam und so, daß nichts passiert.
Man kann die Rübenernte nicht stoppen, nur weil die Strassen verschmutzen.
Man kann nicht hinter jedem Transporter gleich eine Reinigungsmaschine setzen.

Die normale Landbevölkerung passt sich an. Zugereiste beschweren sich meistens. Siehe Kirchenglocken, siehe Miststreuen.

mfgConrad

Rübenernte steht über dem Gesetz?
Hallo,
nach Deiner Logik rechtfertigt die Rübenernte also alles. Jetzt sind es die Rüben, davor waren es die Kartoffeln, davor Salat. Nach dem Motto: Wo gehobelt wird, fallen auch Späne. Die Amerikaner bezeichnen das im Krieg als Kolateralschaden.

  1. wo bleibt die Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer?
  2. wenn die Rüben bereits zu hochsubventionniertem Zucker verarbeitet wurden, liegt der Schmier immer noch auf der Strasse
  3. Paragraph 32 ist eindeutigt: Wer die Strasse verschmutzt, muss diese sauber machen.
  4. Das hat nix mit Kirchenglocken und Mist streuen zu tun. Mist muss z.B. innerhalb von 24 h untergepflügt werden. Das passiert seltsamerweise.
    Denk mal drüber nach.

Gruss

Jörg-Holger

Dann fahr langsam und so, daß nichts passiert.
Man kann die Rübenernte nicht stoppen, nur weil die Strassen
verschmutzen.
Man kann nicht hinter jedem Transporter gleich eine
Reinigungsmaschine setzen.

Die normale Landbevölkerung passt sich an. Zugereiste
beschweren sich meistens. Siehe Kirchenglocken, siehe
Miststreuen.

mfgConrad

Danke, gute Bemerkung
Hallo Niels,

gute Argumentation. Ich wohne mit einigen Leidensgenossen in einer Insel, die von Feldern umgeben ist. Es gibt keine Alternative zu Wirtschaftwegen. Wir sind friedliche Menschen, wollen allerdings diese Rücksichtslosigkeit der Bauern nicht länger hinnehmen, denn die Rübenernte ist nur die Krone. Die Strassen sind je nach Ernte und Aussaatsaison sowohl im Frühjahr als auch im Herbst verschmutzt.

Gruss
Jörg-Holger

Wenn die Glocken läuten…
Hallo!

Die normale Landbevölkerung passt sich an.

Wenn die auf der Straße ins Schlingern kommen und das Auto schrott ist gehen die wahrscheinlich mit Bauer Jockel ein Bierchen trinken und regeln das so…also ich würd’ nicht sagen, dass die Tatsache, dass ein Streitpunkt den meisten egal ist, ein Argument dafür sein sollte, dass schon alles seine Richtigkeit hat.

Zugereiste
beschweren sich meistens. Siehe Kirchenglocken, siehe
Miststreuen.

Was das Miststreuen angeht: Ich bin doch tatsächlich zugezogen, und ja, es gibt auch in Dortmund noch bäuerliche Gegenden. Jetzt wohne ich direkt an einem großen Feld, zwischen Mist und Gülle und meinem Gartenzaun passt kein Blatt Papier. Ich rege mich nicht großartig darüber auf, aber es stinkt nunmal erbärmlich, das kann man ja nicht von der Hand weisen.

Was die Kirchenglocken angeht, so sollte man das nicht einfach gleich als Spinnerei abtun. Nicht nur, dass es Menschen gibt, die vielleicht Nachts arbeiten und von den Glocken jeden Morgen pünktlich geweckt werden, wenn sie in der Nähe der Kirche wohnen, es gibt auch Menschen, die wollen mit Kirche nichts am Hut haben und die fühlen sich dadurch gestört, wenn ihnen irgendwelche kultischen Handlungen unentrinnbar am Frühstückstisch serviert werden. Das nennt man dann die negative Religionsfreiheit. Also kann ich schon verstehen, dass manche Menschen lieber ihre Ruhe vor dem sogenannten liturgischen Läuten der Glocken haben.

Frank

Hallo Dirk,

Klar kannst Du fragen ob Dir irgendjemand Deine Autowäsche
bezahlt, aber was ist mit dem normalen Schmutz auf Deinem
Auto? Willst Du das dann verrechnen?

Wenn ich gerade aus der Waschanlage komme und durch eine Schlammwüste muss, um mein Haus zu betreten, ist die Verrechnung sehr einfach.

An die Gemeinden kannst Du auch ganz viele Briefe schreiben.
Kannst Dich ja auch direkt an den Bundestag wenden und
vielleicht erlassen die ja auch ein Gesetz, dass alle
Rübenbauern ins Gefängnis müssen.

Qualitativ hochwertige Bemerkung. Vielleicht reicht ja die Streichung der Subventionen. Hätte zwei Vorteile: Ich zahle weniger Steuern und brauche mein Auto seltener zu waschen.

Es ist doch nunmal bekannt das zur Zeit die Rüben in die
Fabriken gefahren werden.

Ja, und vorher sind Kattoffeln, davor Salat, im Frühjahr wird gepflügt und immer liegt tagelang ein Schmierfilm auf der Strasse.
Erlaubt also die Ausübung einer Arbeit, dass man Gestze übertreten darf? Paragraph 32 ist eindeutig: Wer eine Strasse verschmutzt, muss diese reinigen.
Nach Deiner Logik könnte ich morgen um mit 120 km/h innerorts an einer Schule vorbeifahren und der Polizei und den Eltern des toten Kindes dann erklären, dass man doch weiss, dass um diese Zeit eilige Berufstätige unterwegs sind.

Kann man nicht selber auch mal Rücksicht nehmen und
das Leben so nehmen wie es ist?

Die Bemerkung drehe ich Dir glatt um: Gelten Rücksicht und Verkehrregeln nicht auch für Bauern?

Ich hätte gerne konstruktive Ansätze und Ideen und keine Belehrungen.

Gruss
Jörg-Holger

Hallo!

Klar kannst Du fragen ob Dir irgendjemand Deine Autowäsche
bezahlt,

Ich denke es geht weniger um eine Autowäsche, als um Sicherheit auf der Straße, wie auch das unten genannte Beispiel mit dem Rad gezeigt hat. Wenn die Gemeinde wirklich wollte, dann könnte sie schon dafür sorgen, dass die Straßen danach schneller wieder gereinigt werden. Entweder durch die Bauern selbst, oder eben durch die Gemeinde, die sich das Geld von den Bauern wiederholt. Wäre das denn so ein großes Problem?

Frank

Danke, konstruktive Bemerkung
Hallo Dea,

Inweit Dein Wirtschaftsweg jetzt hierzu
gehört, vermag ich nicht zu sagen.

Es ist eine Strasse, die einen offziellen Namen trägt, aber nur für Anlieger als Zufahrtsweg geöffnet ist

Zuständig für die Überwachung der Straßenreinigung ist das
Ordnungsamt. Dieses wird entweder
a) dem Verschmutzer (so feststellbar) die Reinigung aufgeben
oder
b) den Bauhof damit beauftragen

Eine Anzeige wegen „Verkehrsgefährung“ ist völlig abwegig

Warum abwegig? Wenn ich auf einem zentimeterdicken Schmierfilm verunglücke, ist das eine Gefährdung.

(warum wollen eigentlich alle immer irgendjemand wegen
irgendwas „anzeigen“?).

Du hast recht, ich habe noch nie jemanden angezeigt und möchte das natürlich über Einsicht ins Rollen bringen. Im ersten Ärger ist man mal schnell dabei…

Gruss
Jörg-Holger

Hallo Holger,

klar willst du keine Belehrungen hören. Darum gehts mir auch nicht, sondern nur um einen kleinen Aspekt, der zum großen Ganzen gehört. Seit Jahren beobachte ich, daß Menschen aufs Land ziehen, entweder sehr isoliert wohnen oder in ein Neubaugebiet in Dörfern außerhalb der Stadt. Ist ja auch sehr idyllisch da. Und außerdem ist der Baugrund und die Mieten da billiger, Klasse. Die schönen Felder, in die man seinen Hund Gassi führen kann. Die tollen Feldwege, über die man mit dem Mountainbike fahren kann - direkt von zuhause aus.

Und irgendwann merken diese Stadtflüchtlinge, die meist jeden Bezug zur Natur und zur landwirtschaftlichen Produktion (immerhin geht es um die Erzeugung unserer Lebensmittel - aber bei Fertigpizzas kann man sich eh nimmer vorstellen, daß da was natürlich produziertes drin ist) verloren haben oder noch gar nie hatten, daß auf dem Land wohl doch nicht alles so idyllisch ist. Leute, die keine Vorstellung vom Jahresablauf im Leben und der Arbeit eines Landwirts haben, keine Vorstellung von Tierhaltung im großen Maßstab (Wellensittich Hansi macht kaum Dreck und der Käfig muß nur einmal in der Woche geputzt werden), diese Leute merken plötzlich, daß die Kühe beim Bauern in der nächsten Straße morgens um 5 Uhr muhen, daß die Schweine Lärm machen und unverschämterweise auch stinken. Außerdem kräht beim letzten Bauern, der seine Hühner noch auf dem Hof laufen hat morgens um halb sechs Uhr der Hahn. Und dann fahren diese Bauern auch immer noch mit ihren lärmenden Maschinen rum und machen Dreck auf der Straße. Dabei dürften die doch jetzt im Winter eh nur auf dem Sofa rumhocken, haben doch nix zu tun, oder?

Natürlich hast du Recht damit, daß derjenige, der die Straße verschmutzt auch dafür zuständig ist, den Dreck wieder wegzumachen. Dabei aber bedenken: Wirtschaftswege sind eben primär als Wirtschaftswege für die Landwirtschaft gedacht und nicht als Radwege angelegt. Es gibt also mehrere Möglichkeiten:

  • den Verursacher direkt ansprechen (Vorsicht, der ist im Stress, hat Liefertermine und hat sich auch besseres Wetter gewünscht)
  • bei der Gemeinde oder beim Straßenverkehrsamt anrufen und um Abhilfe bitten
  • hinnehmen, daß es Jahreszeiten und unaufschiebbare Arbeitsabläufe gibt und daß es in der Eigenverantwortung des einzelnen liegt, so schnell zu fahren, wie es die Straßenverhältnisse zulassen
  • einfach ein wenig gelassener sein und bei der nächsten Tasse Kaffee mit Zucker dran denken, daß sich Leute bei der Ernte der Zuckerrüben vermutlich grad den Ar*** abfrieren.

Nix für ungut
Eva

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Eine Anzeige wegen „Verkehrsgefährung“ ist völlig abwegig

Warum abwegig? Wenn ich auf einem zentimeterdicken Schmierfilm
verunglücke, ist das eine Gefährdung.

Ich sehe da sogar eine andere Gefahr:
Gegen dich wird ein Bussgeld verhängt weil du nicht mit den Straßenverhältnissen angepasster Geschwindigkeit gefahren bist.

§3 StVO.
Der Fahrzeugführer darf nur so schnell fahren, daß er sein Fahrzeug ständig beherrscht. Er hat seine Geschwindigkeit insbesondere den Straßen- , Verkehrs-, Sicht- und Wetterverhältnissen sowie seinen persönlichen Fähigkeiten und den Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung anzupassen.

Gruß Ivo

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Uiiii, endlich mal ein provokanter Artikel, leider nicht ganz richtig…

Hallo,
nach Deiner Logik rechtfertigt die Rübenernte also alles.
Jetzt sind es die Rüben, davor waren es die Kartoffeln, davor
Salat. Nach dem Motto: Wo gehobelt wird, fallen auch Späne.
Die Amerikaner bezeichnen das im Krieg als Kolateralschaden.

  1. wo bleibt die Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer?

Die Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer ist sicher da. Die Frage ist nur wie weit die Reinigung gehen muss. Wenn ich den Dreck schaufelweise von der Strasse bekommen KANN !!!, bin ich als Landwirt zur Reinigung verpflichtet. Handelt es sich aber um das was man als „Schmier“ bezeichnet, also die Restanhaftung der Reifen, ist es als tolerierbare Verschmutzung anzusehen. Da gab es in 2002 ein recht interessantes Urteil, bei dem jemand einen Landwirt verklagen wollte w/unterlassener Strassenreinigung da er seinen PKW in den Graben geschmissen hat. Die Klage wurde abgewiesen. Begründung: Erstens handelte derjenige entgegen der STVO im Bezug auf nicht angepasste Geschwindigkeit, 2. War hier eine tolerierbare Verschmutzung eindeutig und drittens wies der Richter explizit auf die Bekanntheit der allgemeine Gefährdung im Herbst durch Rübentransporte in den betroffenen Gebieten hin.

  1. wenn die Rüben bereits zu hochsubventionniertem Zucker
    verarbeitet wurden, liegt der Schmier immer noch auf der
    Strasse

Pfui, erstens hast du hier vollkommen daneben gegriffen: Zucker ist nämlich nicht subventioniert sondern nur preisgeschützt, zumindest noch. Für den „freien Welthandel“ opfern wir diesen Aussenschutz und fangen an auch Zucker zu subventionieren. ausserdem ist der „Schmier“ nach spätestens 2 Tagen weggespült bei den Regenfällen die wir grad haben.

  1. Paragraph 32 ist eindeutigt: Wer die Strasse verschmutzt,
    muss diese sauber machen.

Tja, da siehe unter 1. Klar schau ich auch wie die Strasse hinterher aussieht. Liegen dort dicke Erdbrocken räum ich sie auch weg, liegt dort nur wenig lass ich es !!! Verhältnismässigkeit sollte schon gewahrt werden !!!

  1. Das hat nix mit Kirchenglocken und Mist streuen zu tun.
    Mist muss z.B. innerhalb von 24 h untergepflügt werden. Das
    passiert seltsamerweise.

Nja, da stimm ich dir nicht ganz zu… Er muss nur dann untergepflügt werden wenn uafgrund der Witterung davon ausgegangen werden kann das es eine erhöhte Ammoniumvergasung gibt. Aber prinzipiell hast du in diesem Punkt recht.

Denk mal drüber nach.

Gruss

Jörg-Holger

Dann fahr langsam und so, daß nichts passiert.
Man kann die Rübenernte nicht stoppen, nur weil die Strassen
verschmutzen.
Man kann nicht hinter jedem Transporter gleich eine
Reinigungsmaschine setzen.

Die normale Landbevölkerung passt sich an. Zugereiste
beschweren sich meistens. Siehe Kirchenglocken, siehe
Miststreuen.

mfgConrad

Pfui, erstens hast du hier vollkommen daneben gegriffen:
Zucker ist nämlich nicht subventioniert

Was denn sonst? Die ganze Veranstaltung nicht Subvention zu nennen, weil die Gelder nicht direkt vom Staat sondern von den Verbrauchern und den Zuckerherstellern kommen, halte ich für übertrieben kleinlich.

Gruß,
Christian

Das Phänomen Rübenernte
Hallo,

die bisherigen Antworten waren ja allesamt interessant. Da war die Rede von Autos, die sowieso dreckig werden, so daß man die Autowäsche natürlich nicht bezahlt bekommt. Wenn allerdings ein Soli in die Luft fliegt und 100 Autos verdreckt sind, ist es ganz selbstverständlich, daß der frühere Inhaber des Silos die Autoreinigung bezahlt.

Vermockte Straßen sind in landwirtschaftlichen Gebieten natürlich zu tolerieren, las man. Mutmaßlich ist es dann auch zu tolerieren, daß während der Hopfenernte die Straßen mit kleinen Drahtstückchen übersät sind, die schon hunderten Autoreifen das Leben gekostet haben. Der ADAC sieht das anders und fordert schon seit Jahren Kontrollen der betroffenen Strecken und eine tägliche Reinigung.

Wer auf einem Haufen landwirtschaftlichen Drecks ausrutscht und die Karre in den Graben fährt, so war zu lesen, ist halt selber schuld, weil die Geschwindigkeit nicht angepaßt war. Seltsamerweise werden jedoch an Baustellenausfahrten entsprechende Warnschilder aufgestellt, die nicht vor umfallenden Kränen oder besoffenen Bauarbeitern warnen sollen, sondern vor Dreck und langsamen Fahrzeugen.

Wieso also ist die Rübenlandwirtschaft so was besonderes?

Gruß,
Christian

Hi,

Was die Kirchenglocken angeht, so sollte man das nicht einfach
gleich als Spinnerei abtun. Nicht nur, dass es Menschen gibt,
die vielleicht Nachts arbeiten und von den Glocken jeden
Morgen pünktlich geweckt werden, wenn sie in der Nähe der
Kirche wohnen, es gibt auch Menschen, die wollen mit Kirche
nichts am Hut haben und die fühlen sich dadurch gestört, wenn
ihnen irgendwelche kultischen Handlungen unentrinnbar am
Frühstückstisch serviert werden. Das nennt man dann die
negative Religionsfreiheit. Also kann ich schon verstehen,
dass manche Menschen lieber ihre Ruhe vor dem sogenannten
liturgischen Läuten der Glocken haben.

Ich glaube, er bezog sich dabei hauptsächlich auf die Leute, die neben eine Kirche oder von der Stadt auf’s Land ziehen und sich dann beschweren, das die Kirchenglocken läuten oder es halt nach Landluft riecht.

Grüßle
Frank K.

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Das Phänomen exc
Hallo Christian,

ich geb dir ja in der Sache recht. Mir wären saubere Straßen genauso lieb wie dir.

Nur was der ADAC fordert ist noch lange nicht Zustand in Deutschland.
Und es ist schon gar icht die Rechtslage.

Ich finde es auch himmelschreiend, aber die von mir unter geäußerte Befürchtung ist REALITÄT. Das hat nix mit Moralpredigt zu tun.

Im Übrigen finde ich es schon erstaunlich, dass du bei jeder Gelegenheit ein mehr an Sicherheit forderst, aber selbst recht wenig dazu tust, als alter Sommerreifenkamikaze.

Gruß Ivo

Hi.

Wieso steht da eigentlich mein Nick im Betreff? Gibt es dafür irgendeinen nachvollziehbaren Grund oder weißt Du nur einfach nicht, daß das als einigermaßen unhöflich gilt?

Nur was der ADAC fordert ist noch lange nicht Zustand in
Deutschland.
Und es ist schon gar icht die Rechtslage.

Die Rechtslage ist absolut eindeutig, nur sie nicht durchgesetzt.

Im Übrigen finde ich es schon erstaunlich, dass du bei jeder
Gelegenheit ein mehr an Sicherheit forderst, aber selbst recht
wenig dazu tust, als alter Sommerreifenkamikaze.

Und, zack, wieder auf die persönliche Ebene. Naja, da Dich die Sache offensichtlich zu beschäftigen scheint: Hier liegen drei Krümel Schnee auf der Straße, aber der Sommerreifenkamikaze hat seine für heute geplante Partytour nach Frankfurt abgesagt, erledigt seine Tageseinkäufe zu Fuß und läßt sich die Getränke am Montag liefern anstatt sie heute mit dem Auto zu beschaffen. Wo ist jetzt noch gleich das Problem?

C.

Hallo Christian,

Wieso steht da eigentlich mein Nick im Betreff? Gibt es dafür
irgendeinen nachvollziehbaren Grund oder weißt Du nur einfach
nicht, daß das als einigermaßen unhöflich gilt?

ja, den Grund gibt es: Reine Streitsucht :wink:
Abner nur heute. Morgen bin ich wieder brav.

Nur was der ADAC fordert ist noch lange nicht Zustand in
Deutschland.
Und es ist schon gar icht die Rechtslage.

Die Rechtslage ist absolut eindeutig, nur sie nicht
durchgesetzt.

Ja, aber eben in beide Richtungen ist sie entsprechend eindeutig.
Und das mit dem Bussgeldbescheid der sicher kommen wird - so jedenfalls die langläufige Erfahrung - sauge ich mir nicht aus den Fingern.
Ich finde das nicht gut und würde dagegen Widerspruch einlegen.
Allerdings würde ich hier eher auf die Einstellung seitens Arbeitaufwand des MA des Ordungamts hoffen, wie auf ein entsprechendes Urteil.

Im Übrigen finde ich es schon erstaunlich, dass du bei jeder
Gelegenheit ein mehr an Sicherheit forderst, aber selbst recht
wenig dazu tust, als alter Sommerreifenkamikaze.

Und, zack, wieder auf die persönliche Ebene. Naja, da Dich die
Sache offensichtlich zu beschäftigen scheint: Hier liegen drei
Krümel Schnee auf der Straße, aber der Sommerreifenkamikaze
hat seine für heute geplante Partytour nach Frankfurt
abgesagt, erledigt seine Tageseinkäufe zu Fuß und läßt sich
die Getränke am Montag liefern anstatt sie heute mit dem Auto
zu beschaffen. Wo ist jetzt noch gleich das Problem?

Ok… bin ich über das Ziel hinausgeschossen. Ich nehme das „alt“ zurück. :wink:
Kann es sein, dass nicht nur ich heute schlechte Laune hatte?
Ich kenne dich nun lang geug um mich über diesen Ausbruch zu wundern.

Hiermit bitte ich formell um Entschuldigung.

Gruß Ivo