moin in die runde, ich weiß gar nicht so genau, ob mein posting hier hinpasst, aber ich finde kein besseres. also kleine geschichte voraus. ich hatte einen bogen auszufüllen und wurde nach meinem geburtsland und meiner staatsangehörigkeit gefragt. ich habe dort als geburtsland geantwortet DDR und als staatsangehörigkeit wollte ich Bundesrepublik Deutschland schreiben, paßte aber vom platz her nicht und habe deshalb BRD geschrieben. daraus entspann sich ein kleiner disput mit meinem gegenüber, der meinte, die ddr sei nicht anerkannt gewesen und überhaupt müsse ich bei staatsangehörigkeit „deutsch“ hinschreiben.
meine meinung:
die ddr war vollmitglied der UNO und somit völkerrechtlich anerkannt.
wenn ich nach meiner stattsangehörigkeit gefragt werde, fragt man mich, angehöriger welchen staates ich bin. also Bundesrepublik Deutschland.
Die Kurzform der Bundesrepublik lautet BRD.
wenn ich türke/inder/norweger wäre und einen deutschen pass hätte, würde ich bei staatsangehörigkeit BRD hinschreiben und bei nationalität türkisch/indisch/norwegisch.
kann mir mal einer - abgesehen von moral und politik - rein juristisch weiterhelfen?
„Deutschland“ hat so wenig eine Kurzform wie „Japan“. Der Ausdruck „Bundesrepublik Deutschland“ diente der Abgrenzung gegenüber der DDR, welche sich ja auch als ein „Deutschland“ bezeichnete. Die Wortschöpfung „BRD“ gehörte wohl zum Sprachschatz der DDR, wurde in der BRD selbst aber hauptsächlich dazu verwendet, Sozialkundelehrer o. dgl. zu ärgern.
Ob es für die korrekte Benennung des Geburtslandes so strikte Regelungen gibt, bezweifle ich. Wenn man das Geburtsland davon abhängig macht, ob dieses Land im jetzigen Aufenthaltsland diplomatisch anerkannt ist, wahlweise zum Zeitpunkt der Geburt anerkannt war, dann würde das dazu führen, daß man beim Überschreiten der Grenze zwischen zwei Staaten womöglich sein Geburtsland ändern würde.
Zusätzlich unterscheidest Du zwischen zwischen Staatsangehörigkeit und Nationalität, das solltest Du bitte noch näher erklären, wie Du das meinst.
Deinem Beispiel „türke/inder/norweger“ zufolge hättest Du die Staatsangehörigkeit „Deutsch“ und die Nationalität „Ossi“ (im süddeutschen Sprachraum auch „Dede-erler“.
Gruß
Wolfgang
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Ich würde es genauso sehen wie du
Hatte letztens gerade eine Diskussion mit unserem Ausländerbeauftragten darüber. Er meinte aber, dass in der Politik (und damit Rechtssprechung) nur die Staatsangehörigkeit zählt. Darum gehen ja auch die ganzen „Einwanderungsdiskussionen“. Bzw. im „neuen Deutschland“ ist man stolz, deutsch zu sein - da gibt es nichts anderes - Nationalität und Staatsangehörigkeit sind eins!
Du kannst nicht Staatsangehöriger von Deutschland sein und noch eine andere Nationalität haben wollen, ej - wo kämen wir denn da hin
Beatrix http://www.belzig-online.de
Ich würde es genauso sehen wie du
Hatte letztens gerade eine Diskussion mit unserem
Ausländerbeauftragten darüber. Er meinte aber, dass in der
Politik (und damit Rechtssprechung) nur die
Staatsangehörigkeit zählt. Darum gehen ja auch die ganzen
„Einwanderungsdiskussionen“. Bzw. im „neuen Deutschland“ ist
man stolz, deutsch zu sein - da gibt es nichts anderes -
Nationalität und Staatsangehörigkeit sind eins!
Du kannst nicht Staatsangehöriger von Deutschland sein und
noch eine andere Nationalität haben wollen, ej - wo kämen wir
denn da hin
Beatrix
aha, und wie ist das denn dann mit den sorben, die waren bis 1990 bürger der ddr, jetzt brd:wink:. sind die nun sorbischer nationalität, oder sorben deutscher nation? oder sorbischer nation mit deutscher staatsangehörigkeit? ja was denn nun?
ausländer sind sie jedenfalls nicht.
wenn das so wäre, würdest du, wenn du die amerikanische staatsbürgerschaft annimmst deine deutsche nationalität verlustig gehen, oder wie?
aha, und wie ist das denn dann mit den sorben, die waren bis
1990 bürger der ddr, jetzt brd:wink:. sind die nun sorbischer
nationalität, oder sorben deutscher nation? oder sorbischer
nation mit deutscher staatsangehörigkeit? ja was denn nun?
ausländer sind sie jedenfalls nicht.
Meine letzten Sätze waren auch eher ironisch gemeint.
Sorben sind bestimmt so was wie Bayern oder Sachsen…
Jedenfalls hat mich in den letzten 10 Jahren niemand mehr nach meiner Nationalität gefragt.
Beatrix http://www.trixi.de
das beantwortet dennoch meine frage nicht, sind angehörige nationaler minderheiten wie die sorben oder die dänen in sh nun sorben oder deutscher nationalität,. behörden scheint jedenfalls sowas wichtig zu sein. in anträgen und so.vielleicht sollt ich diese frage weiter oben nochmal posten?
strubbel