Tipps für Verhalten nach einer Insolvenz

Hallo!

Könnt ihr mir hilfreiche Websites (oder Bücher, bzw. auch eigene Tipps) nennen, wie man sich nach einer geschäftlichen und privaten Insolvenz verhält?
Was muss man beachten? Gibt es Fristen? Hilfestellungen? Eventuell auch psychologische Beratung?

Vielen Dank und viele Grüße!
Birgit

Auch hallo.

Könnt ihr mir hilfreiche Websites (oder Bücher, bzw. auch
eigene Tipps) nennen, wie man sich nach einer geschäftlichen
und privaten Insolvenz verhält?

Vielleicht diese Seiten: http://www.forum-schuldnerberatung.de/ & http://www.sfz-mainz.de/ ?

HTH
mfg M.L.

Hallo Birgit!

…wie man sich nach einer :geschäftlichen und privaten :Insolvenz verhält?
Was muss man beachten? Gibt :es Fristen? Hilfestellungen? :Eventuell auch psychologische :Beratung?

Ich beschränke mich auf den letzten Punkt, die psychologische Beratung. Eine solche Beratung braucht ein Mensch in einer belastender Situation, mit der er alleine nicht fertig wird. Die entscheidende Frage ist, ob und für wen eine Insolvenz belastend ist. Der überschuldete und zahlungsunfähige Schuldner durchlebte in aller Regel lange vorher untragbare und belastende Situationen. Forderungen, die nicht beglichen werden konnten, Zwangsvollstreckungen aller Art und finanzielle Sorgen als Dauerzustand beeinträchtigten oft über sehr lange Zeit die Lebensqualität. Aufgrund Unerfahrenheit und vieler gemachter Fehler waren Ideen und Pläne schon längst kaputt, ohne daß es der Betroffene wahrhaben wollte. So schafft es der überschuldete Mensch nicht, das eigene Handeln rechtzeitig zu überdenken, wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen und driftet immer tiefer in Probleme mit Gläubigern, vermittelt schließlich den Eindruck der Unzuverlässigkeit, bis ein Gläubiger, eine Sozialkasse, eine Bank oder das Finanzamt den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Schuldners stellt. Dann kommt Post vom Amtgericht nebst einem dicken Formularsatz und ein zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellter Mensch meldet sich. Katastrophe! Das Ende aller Hoffnungen?

Nein! Das ist Unsinn! Nur eine unhaltbare Situation hat endlich ihr Ende gefunden. Wer sich die ganz neue Situation klar macht, wird nicht in Verzweiflung versinken. Die einzigen Leute, die jetzt Sorgen haben, sind Gläubiger. Die müssen nämlich in den meisten Fällen ihre Forderungen vollständig oder sehr weitgehend abschreiben. Stammt der Inso-Antrag von einem Gläubiger und der Schuldner kann oder will aus der Nummer nicht heraus, stellt er einen eigenen Inso-Antrag, beantragt je nach Lage der Dinge Stundung der Verfahrenskosten und natürlich Restschuldbefreiung. Nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens herrscht Vollstreckungsverbot. Wer jetzt nicht an irgendwelchem Kleinkram und albernen Statussymbolen, einem teuren Auto o. ä. hängt, sollte sich das Wort „schuldenfrei“ auf der Zunge zergehen lassen. Bis dahin ist es zwar noch ein langer Weg, aber faktisch drückt gar nichts mehr. Ein unbelasteter Neustart wird möglich, nur hoffentlich viel schlauer geworden als zuvor. Wer die Situation genau betrachtet und nach vorne sieht, hat allen Grund, eine Flasche Sekt vom Feinsten zu köpfen. Alles Belastende ist weg. Erfahrung ist dazu gekommen. Alte Fehler werden nicht wiederholt. Will sagen: Die Situation richtig begreifend braucht der Betroffene keine psychologische Beratung. Wer an materiellen Dingen hängt und für das richtige Selbstwertgefühl unbedingt ein dickes Leasingauto braucht, wird mit der Situation ein Problem haben. Wer aber die Chance begreift, aus den Fehlern gelernt hat und die Bereitschaft mitbringt, mit privatem Konsum für einige Jahre ein bißchen zurück zu stecken, fängt neu an.

Gruß
Wolfgang

Hallo Birgit
schau mal hier:
http://www.11millionen.de/
liebe Grüße
C.

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