steig nie zu fremden Onkels ins Auto
Von: , Frage gestellt am Mi, 15. Feb 2006
Hallo,
folgendes hätte sich zugetragen.
Zwei Elternpaare AB und DE gehen zusammen in einem
Restaurant essen. Die Kinder, zwei achtjährige Knaben,
C und F, sind auch dabei. Wie das so ist, die Eltern
essen langsam, trinken noch einen Espresso und es wird
länger. Den Kindern ist langweilig. Sie gehen hinaus auf
den Parkplatz und wollen dort spielen. Man lässt
sie, draußen liegt Schnee...
Es geht ans Zahlen. Die Kinder sind verschwunden.
Panik. Man formiert gerade Suchtrupps als ein Anruf
der Polizei kommt: die Kinder sind auf der Wache.
Eine Autofahrerin G hat sie unweit des Restaurants aufgesammelt
(sie streitet nicht ab, die Kinder ziemlich forsch und auch
handgreiflich in ihr Auto bugsiert zu haben). Sie fuhr die
C und F zur Polizei, übergab sie dort den Polizisten,
damit "die beiden lernen, was Recht ist". Behauptet
dass die Kinder ihr Auto mit Steinen beworfen haben.
Die Kinder sagen, sie haben Schneebälle geworfen, allerdings
nicht auf Autos, sondern auf ein Verkehrsschild. Die Polizei
begutachtet das Auto und stellt fest: nirgends Kratzer oder
Dellen.
Die Frau wird belehrt, dass sie Unrecht getan hat,
dass sie die Kinder nie hätte mitnehmen dürfen.
Richtiges Verhalten wäre gewesen, die Kinder nach
den Eltern zu fragen, und mit denen Kontakt aufzunehmen.
G ist erbost über die Polizei und verlässt die Örtlichkeit.
Die Polizei lässt die Kinder von den Eltern abholen.
Elternpaar AB nimmt Kontakt mit der Auofahrerin G auf,
um die Sache zu klären. Sie sind noch immer aufgeregt,
weil sie ihren Sohn vermisst haben. Auch sind sie geschockt,
wie leicht er bei einer fremden Frau ins Auto gestiegen
ist.
Die Frau fühlt sich durch den bloßen Besuch von ABC angegriffen
und beleidigt. Behauptet nun, die Kinder hätten "Backsteine"
nach ihr geworfen und getroffen. Wird leicht ausfallend.
A hat genug und schaltet einen Rechtsanwalt ein. Der
empfiehlt Strafanzeige zu stellen. Die Kinder werden nun von
der Polizei zur Sache vernommen, 8 Wochen später.
Greifen wir hier ein und stoppen. Wie könnte es nun
weitergehen? Der Staatsanwalt muss nun entscheiden, wie
es weitergeht, ist das richtig? Wie stehen die Chancen,
dass so ein Fall vor Gericht kommt? Kennt jemand Urteile,
die sich mit ähnlichen Fällen ("Kindesentführung", O-Ton
Polizei) beschäftigen?
Vielen Dank schon mal.
Gruß
Elke
