Hallo zusammen,
ich habe da einen fiktiven Fall anhand eines Kollegenbeispiels ausgegraben und würde daher gerne euche Einschätzung hören. (Der reale Fall ist zwischenzeitlich gelöst.)
Person A hat einen Vertrag mit Fitnessstudio B.
Dieses lässt die Sonderkündigung aufs Monatsende bei einem Umzug zu.
Person A geht aus beruflichen Gründen in die Schweiz, erhält eine Grenzgängerbewilligung. Er mietet dort eine Wohnung da die tägliche Distanz einfach zu weit ist (ca. 150 km ein Weg) und meldet sich an - dies führt dazu dass er eine Anmeldebescheinigung für „Wochenaufenthalter“ erhält.
An dem Punkt sollte ich vielleicht etwas ausholen. Dies bedeutet dass er ein mal die Woche die Schweiz verlassen muss und seine Steuern noch in Deutschland bezahlt.
Nun kündigt er den den Fitnessstudiovertrag und legt als Nachweis seine Meldebestätigung für Wochenaufenthalter bei.
Diese enthält den Punkt „Hauptdomizil Stadt X, Deutschland“.
Der Betreiber B leitet hieraus ab, dass der Vertrag nur ordentlich gekündigt werden kann, obwohl sich die Person A 5-6 Tage die Woche in der Schweiz befindet und akzeptiert die Kündigung nur auf den regulären Kündigungstermin.
Er ignoriert die Adresse in der Schweiz und schickt munter weiter Rechnungen an die alte Adresse wo eigentlich nur die Exfreundin noch wohnt. Diese informiert A über die Rechnungen.
Aber sie ist ziemlich sauer soviel Post zu bekommen, die sie eigentlich gar nicht betrifft und ruft bei Studio B an.
Dort bekommt sie ohne Probleme Auskunft über die Vertragsinhalte des A.
A selbst ist stinksauer, da er sowieso nicht zum trainieren gehen kann (zumindest nicht unter der Woche) und will daher umbedingt seine Kündigung zum genannten Monatsende durchsetzen und schreibt dem B einen entsprechend bösen Brief, indem er auch den Sachverhalt mit dem Hauptdomizil erklärt.
B hingegen antwortet, dass die Kündigung erst zum regulären Termin gültig ist und er A kulanter Weise 2 Monate darüber hinaus trainieren dürfe (was A aber nichts bringt und was dieser auch nicht will).
Hat B recht, oder kann A zum Sonderkündigungstermin kündigen?
Wie sollte sich A aber hier verhalten?
(Wie es in der Realität gelöst wurde bringe ich gerne später, aber ich will keinen beeinflussen.)
Gruss ivo