Hallo,
Frau X hat beim ausparken KFZ von Frau Z an der Stoßstange berührt. Frau X hat natürlich nach einer Wartezeit am PKW, einen Zettel an der Windschutzscheibe Scheibenwischer hinterlassen.
Frau Z meldet sich am gleichen Tag und sagt sie hätte jetzt nichts sehen können, wolle sich aber mit ihrem Mann am nächsten Tag den Schaden bei Tageslicht betrachten.
… 1 Monat vergeht … ohne Nachricht …
Nach 1 Monat hat Frau X einen Brief von Frau Z im Kasten, Frau Z schreibt, dass sie erst jetzt dazu komme sich zu melden, die Kratzer liessen sich mit Politur nicht entfernen und deshalb müsse die Stoßstange neu lackiert werden und daher wäre Kostenpunkt ca. 200 Euro, Frau X solle das Geld auf das Konto von Frau Z überweisen.
Frau X ist über das „ca.“ vor der Summe etwas irritiert, kann Frau Z mit diesem Schreiben und der circa Angabe evtl. noch weitere Gelder einfordern? Müßte Frau Z nicht einen Kostenvoranschlag vorlegen?
Frau X will den Schaden natürlich reguliert wissen, jedoch ist die finanzielle Situation derzeit wohl nicht so toll, sodaß die Versicherung den Schaden wohl übernehmen müsste, diese werden aber auf KV bestehen, bzw. Rechnung, oder reicht denen der Brief?
Was soll Frau X jetzt machen?
Danke und lieben Gruß
Caschmi
Was soll Frau X jetzt machen?
Unbedingt die KFZ-Versicherung einschalten. Bei so sehr verspätet angemeldeten Ansprüchen, prüfen die Versicherer genau nach.
Wenn die Versicherung den Schaden bezahlt, kann sich die Schädigende hinterher überlegen, ob sie den Schaden zurückkauft, um ihren SFR zu retten.
Hallo,
in solchen Situationen komme ich immer ins Grübeln, wo denn das Feld für „ca.“ auf dem Überweisungsträger ist.
200.- Euro ist realistisch bis günstig, wenn der Stoßfänger denn beschädigt ist. Und das ist er schnell.
Allerdings ist die Verlockung, zweihundert Euronen „einfach so“ einzustecken, auch groß - das „ca.“ lässt vermuten. Mehr möchte ich nicht sagen…
Die Versicherung wird wohl nachprüfen, wenn die Situation entsprechend geschildert wird. Aber der SV findet vielleicht auch einen Kratzer irgendwo…
Grüße
formica
Servus!
Was soll Frau X jetzt machen?
Falls noch nicht geschehen, den Unfall so hurtig wie geschwind der Versicherung melden. Dann Frau Y mitteilen, sie solle sich mit ihren dubiosen Ansprüchen an dei Versicherung wenden und Frau X in Ruhe lassen.Der Vorteil: Man hat keinen Ärger, die Versicherung bezahlt Leute dafür, dass sie sich mit Anspruchsstellern rumärgern und deren Vorbringen zur Not professionell in der Luft zu zerreissen. Sollte die Versicherung einen - ordentich geltend gemachten - Schaden bezahlen, wird sie Frau X anbieten, die Summe auszugleichen, damit es zu keiner Prämienerhöhung kommt.