Auf dem Flughafen Mannheim braucht muss als Privatpilot seit neuestem
seinen Fingerabdruck einscannen lassen, bevor man zu seinem Flugzeug
auf das Vorfeld gelangen kann.
Bei allem Verständis für das Sicherheitsbedürfnis der Behörden, fragt
man sich doch, ob eine biometrische Sicherung hier verhältnismäßig
und vor allem auch rechtlich abgedeckt ist.
Ich bin der Meinung, dass die Flughafengesellschaft nicht beliebig
Informationen über mich erfragen und verwalten darf.
Ich sehe da kein Problem : Zum einen ist niemand gezwungen, diesen Flugplatz zu benutzen, zum zweiten ist ein Fingerabdruck zwar personenbezogen (weil identifizierend), aber nicht besonders schutzwürdig (weil keine zur Privatsphäre gehörenden Daten damit verknüpft sind => ein DNA-Test hat da andere Qualitäten). Und als Flieger wäre es mir nicht unlieb, wenn ein Flugplatz sicherstellt, dass nicht jeder beliebige August meine Maschine benutzen kann. Ein Fingerabdruck scheint mir da recht geeignet.
Ich sehe da kein Problem : Zum einen ist niemand gezwungen,
diesen Flugplatz zu benutzen,
Mit dem Argument wird so ziemlich jede Diskussion überflüssig. Wer nichts zu verbergen hat, kann doch dann auch nichts gegen biometrische Ausweise oder gar Videoüberwachung von öffentlichen Räumen haben, oder?
Und: Natürlich bin ich gezwungen den Fluglplatz zu benutzen.
zum zweiten ist ein
Fingerabdruck zwar personenbezogen (weil identifizierend),
aber nicht besonders schutzwürdig (weil keine zur Privatsphäre
gehörenden Daten damit verknüpft sind => ein DNA-Test hat
da andere Qualitäten).
Ich halte jedes Bit an Information über Personen, das nicht wirklich wichtig ist, nicht nur für unnötig sondern sogar gefährlich.
Und als Flieger wäre es mir nicht
unlieb, wenn ein Flugplatz sicherstellt, dass nicht jeder
beliebige August meine Maschine benutzen kann. Ein
Fingerabdruck scheint mir da recht geeignet.
Gerade der Fingerabdruck ist wohl das einfachst zu umgehende biometrische System. Der CCC hat bewiesen, wie jeder mit einer Digitalkamera, Laserdrucker und ein bisschen Leim das Gerät austricksen kann.
Die Maschinen sind genauso abgesperrt, wie jedes Auto. Nach Deiner Argumentation sollte also jeder öffentliche Parkplatz so gesichert werden?
By the way: Mit jedem Kleinwagen, kann man wesentlich mehr Schaden anrichten, als mit jeder durchschnittlichen, einmotorigen Maschine.
Ich sehe da kein Problem : Zum einen ist niemand gezwungen,
diesen Flugplatz zu benutzen,
Mit dem Argument wird so ziemlich jede Diskussion überflüssig.
Wer nichts zu verbergen hat, kann doch dann auch nichts gegen
biometrische Ausweise oder gar Videoüberwachung von
öffentlichen Räumen haben, oder?
Dies ist sicherlich richtig und wenig förderlich für eine Diskussion. Man sollte schon das Recht und die Möglichkeit haben, gewissen Aktionen in Frage stellen.
Für mich ist ein Finger-Abdruck genauso schutzwürdig und personenbezogen wie ein DNA-Abruck. Einen „Qualitätsunterschied“ kann ich a.m.S. nicht erkennen und befürworte sogar die zwingende Aufnahme des DNA-Test bei jedem zu Recht verurteilten Häftling.
Gerade der Fingerabdruck ist wohl das einfachst zu umgehende
biometrische System. Der CCC hat bewiesen, wie jeder mit einer
Digitalkamera, Laserdrucker und ein bisschen Leim das Gerät
austricksen kann.
Wohl richtig, aber es ist immerhin eine erste Schwelle die überwunden werden muss. Aus der Schlußfolgerung, dass jeder zu Hause Fingerabdrücke fälschen kann, müsste dann wohl ein DNA-Test als Einlass-Kontrolle eingeführt werden. An deiner Stelle würde ich mir dann doch lieber den Fingerabdruck abnehmen lassen!
Die Maschinen sind genauso abgesperrt, wie jedes Auto. Nach
Deiner Argumentation sollte also jeder öffentliche Parkplatz
so gesichert werden?
Der 11. September hat wohl gezeigt, dass ein Flugzeug ein weit aus höheres Gefahrenpotential in sich tragen kann, als ein Auto.
Danke für Deine Stellungnahme, zu einem Punkt möchte ich noch etwas hinzufügen
Der 11. September hat wohl gezeigt, dass ein Flugzeug ein weit
aus höheres Gefahrenpotential in sich tragen kann, als ein
Auto.
Vor einiger Zeit flog ein Motorseglelflugzeug um Frankfurter Hochhäuser. Das maximale Gefahrenpotential dieses Verrückten lag weit unter dem eines PKW-Fahrers, der bewusst in ein solches Hochhaus rasen würde.
Dennoch schickte man Abfangjäger. Eine - schon wegen der immensen Geschwindigkeitsdifferenz - denkbar ungünstige Abwehrmaßnahme. Eine Salve aus den Kanonen dieser Flieger, mit dem Zweck das kleine Flugzeug abzuschießen, hätte weit mehr Schaden angerichtet als 10 Motorsegler, die sich zugleich auf ein Hochhaus stürzen würden - die Durchschlagskraft ist hierbei um das 100fache höher!
Und weiter wurde seither in Schilda diskutiert ob man denn nun Flugzeuge abschießen darf oder nicht.
Den größten Schaden hat am 11. September nicht ein Hochhaus sondern die Vernunft genommen.