Hallo Forum,
ich denke mir mal folgende hypothetische Begebenheit aus:
Ein Ehepaar X hat vor etwa 1,5 Jahren bei einem Telekommunikations-Anbieter TC ihren analogen Telefonanschluss in einen ISDN-Anschluss umwandeln gelassen. Gleichzeitig wurde DSL 1000 bestellt. Nun hat der Sohn des Ehepaares X bei Durchsicht der Unterlagen festgestellt, dass der Anbieter TC dem älteren Ehepaar X außer dem gewünschten, blanken DSL-Anschluss einen Internet-Zugangs-Vertrag mit dem Online-Provider TO (Tochterunternehmen von TC) mit untergejubelt hat. Dies war jedoch absolut nicht erwünscht, weil von Anfang an nachweislich der amerikanische Zugangsprovider A genutzt worden ist und nicht ein einziges Mal der Provider TO. Durch Zufall hat also der Sohn der Familie erkannt, dass die Familie X seit 1,5 Jahren unbewusst eine nie gewünschte und nie genutzte Leistung bezahlen muss.
Natürlich steht im Vertrag „T-DSL 1000 Business inkl. 2 GB“ und es wurde eigentlich schon als solches bestellt, jedoch dachte das Ehepaar X, welches ausdrücklich den puren DSL-Anschluss wünschte, dass mit dieser für sie kryptischen Bezeichnung genau der blanke DSL-Anschluss gemeint sei. Die Eheleute wurden aber nicht darüber informiert, dass sich dahinter eigentlich ein Online-Provider-Vertrag mit dem Tochterunternehmen TO verbirgt. Und jetzt kommt’s:
Nun will die Familie X den unerwünschten Online-Zugangs-Vertrag mit TO kündigen und nur noch den Telefon- und DSL-Anschluss des Telekommunikations-Anbieters TC nutzen (ohne Internet-Zugangs-Provider-Vertrag). Aber die bekannte TC meinte, dass mit dem Internet-Zugangs-Provider-Vertrag auch automatisch der DSL-Anschluss gekündigt würde, er sei Teil des Vertrages mit dem Tochterunternehmen TO, und für eine erneute Einrichtung 99,-EUR an die TC berappt werden müssten. Also hat demnach das Unternehmen TC dem älteren Ehepaar nicht nur einen unerwünschten Vertrag mit TO heimtückisch untergejubelt und dessen Unkenntnis gnadenlos ausgenutzt, sondern dieses Unternehmen will jetzt sogar noch einmal dafür abkassieren, dass der von ihm selbst fabrizierte Fehler wieder beseitigt wird.
Nun möchten die Eheleute X gegen das Unternehmen TC vorgehen, um (1.) das in den letzten 18 Monaten zuviel bezahlte Geld zu 100% zurückzubekommen und (2.) ohne weitere Bereitstellungsgebühren aus dem Vertrag mit TO zu kommen und, wie ursprünglich gedacht, den puren DSL-Anschluss wie vorher mit dem Zugangsprovider A weiter nutzen zu können. Keinesfalls möchte die erfundene Familie X diese erfahrene Hinterlist auf sich beruhen lassen.
Welche Vorgehensweise wäre in einem solchen Fall ratsam? Würde sich ein Rechtsstreit lohnen, falls das Unternehmen TC nicht kulant reagieren würde und auf seinen Forderungen bestünde? Wäre der Vertrag mit TO überhaupt gültig, so lange die Familie X der Ansicht wäre und offensichtlich in der Ansicht gehalten würde, ausschließlich einen Vertrag mit der TC unterschrieben zu haben? Gibt’s bei sowas eine Verjährungsfrist?
Wäre nett, wenn jemand dazu was wüsste.
LG
Huttatta
