Hallo alle zusammen,
jeder kennt sicherlich die zahlreichen Onlinewetten-Anbieter.
Mister X hat folgendes „Problem“:
Bei einer Wette auf einer sehr großen Wett-Plattform wurde eine Wette platziert --> gewonnen (aus 10Euro wurden 70) und einen Tag später gabs nen GewinnStorno, weil der Anbieter sich geirrt hat.
So, jetzt hat Mister X - 2 Fragen/Probleme:
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Kann der Wettanbieter das einfach so machen? Zumal Mister X auch schon mit dem Geld weitergewettet hat? In den AGB hat Mister X nichts der gleichen gefunden … und die 2 Frage schließt sich dem auch gleich an
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wenn man eine Wette in einem Klassischen Wettbüro abgeschlossen hätte, z.B. Oddsett, und dort das gleiche „passiert“ wäre, dann ginge das im Prinzip ja garnicht??? Mister X hätte die Wette platziert, seinen Gewinn abgeholt und wäre dann nach Hause gefahren … dann kann „Oddsett“ ja nicht irgendwie hinterher laufen und wegen seines eigenen Fehlers das Geld zurück verlangen, oder?
Mister X weiss jetzt nicht wie die Rechtslage bei Online Wetten ist … was soll er machen? Immerhin gehts auch um relativ viel Geld (und Prinzip) …
—> Mister X verliert auch dadurch das Vertrauen, zumal er sich jetzt unsicher ist, ob die bislang verlorenen Wetten auch wirklich verloren „sind“ … vielleicht hat der Wettanbieter auch dort einen Fehler gemacht, den aber nicht korrigiert, weil es sich zu seinen ungunsten auwirken könnte … ???
Schau dir mal deine Logik an:
Hätte X in einem Wettbüro gewettet, hätte der Wettanbieter seinen Fehler nicht korrigieren können, wenn er das Geld bereits ausgezahlt hat und er den Wetter nicht mit Namen und Anschrift kennt. ALSO kann (i.S.v. „dürfen“) ein Online-Wettanbieter das auch nicht.
Die Absprache war aber doch:
Wenn das Ereignis Y eintritt, hat X gewonnen, sonst hat er verloren. Das Ergebnis Y ist nicht eingetreten. Also hat X verloren.
Levay
Nur weil ein anderer Anbeiter möglicherweise vor dem Problem stehen würde, mangels Kundendaten den Kunde nicht stornieren zu können, heisst das noch lange nicht dass dieser das Recht dazu nicht auch hätte.
Gruss Ivo
Oki, da haste ja nicht ganz unrecht, aber es könnte ja auch genau andersherum „passieren“, dann würde das Wettbüro sicher keine Korrektur vornehmen … !? Mister X kann doch nicht jedes Spiel kontrollieren … diesen ganzen Aufwand kann man garnicht betreiben …!
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Oki, da haste ja nicht ganz unrecht, aber es könnte ja auch
genau andersherum „passieren“, dann würde das Wettbüro sicher
keine Korrektur vornehmen … !? Mister X kann doch nicht
jedes Spiel kontrollieren … diesen ganzen Aufwand kann man
garnicht betreiben …!
Ist das ein rechtliches Argument?
Levay
Natürlich nicht … „Juristen-Deutsch“ (soll jetzt nicht abwertent klingen) ist nicht meine Stärke … ich weiss halt nicht wie da die Rechtslage ist … das würde ich ja gerne wissen … ich finde das halt nicht richtig von dem Wettbüro wegen seinem Fehler in die Miese zu gehen … ich mein, wie weit kann man das treiben!? Gibt es da eine Frist? Kann man ein Jahr später immer noch kommen und sagen:„Ah, das Ergebnis damals war leider nicht korrekt“ … ich finde das nicht ok … und Mister X auch nicht :o( …
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Diesen Fall kann man nicht pauschal beurteilen:
Mister X könnte dem Rückzahlungsverlangen entgegenhalten, daß das Geld weiterverwettet wurde und er dementsprechend entreichert ist (aber nur, wenn das Geld auch wieder verloren wurde).
Es könnte ihn aber ein Mitverschulden treffen, da er das Wettergebnis nicht selbst kontrolliert hat. Hätte er das getan und es wäre (zuviel) Geld ausgezahlt worden, wäre er zwar nicht verpflichtet, den sich irrenden Wettanbieter auf seinen Irrtum hinzuweisen, er hätte aber zumindest mit dem Rückzahlungsverlangen rechnen müssen.
Die „Was wäre, wenn…“ Argumente sind dabei aber (wie bereits geschrieben) völlig unerheblich.
Natürlich nicht … „Juristen-Deutsch“ (soll jetzt nicht
abwertent klingen) ist nicht meine Stärke …
Es ging mir nicht um die Formulierung, sondern um den Inhalt. Du hast bislang keinen Grund aufgezählt, der erklären könnte, warum der Anbieter sich hier falsch verhält. Dein erstes Argument, das hast du selbst eingesehen, war nicht stichhaltig.
ich weiss halt
nicht wie da die Rechtslage ist … das würde ich ja gerne
wissen … ich finde das halt nicht richtig von dem Wettbüro
wegen seinem Fehler in die Miese zu gehen …
Dem ist ja auch nicht so. Es wurde ja erneut gewettet! Das ist ja ein Gegenwert!
ich mein, wie
weit kann man das treiben!?
Soweit ein Fehler korrigiert wird.
Gibt es da eine Frist? Kann man
ein Jahr später immer noch kommen und sagen:„Ah, das Ergebnis
damals war leider nicht korrekt“ … ich finde das nicht ok
… und Mister X auch nicht :o( …
Ich würde annehmen, es gelten die ganz normalen Verjährungsfristen. Aber die beziehen sich natürlich nicht darauf an, wann das Ergebnis auf dem Wettkonto angezeigt wird, sondern wie lange Ansprüche gestellt werden können, egal in welche Richtung.
Levay