Darf man nach Referenzen fragen ?

Hallo,

ich denke, das diese meine Anfrage bestimmt bald gelöscht wird, aber ich lasse es einfach mal drauf ankommen :frowning:

Wenn ich irgendwo etwas kaufe, vieleicht geht es um eine grössere Investition, dann frage ich vielleicht nach Referenzen, einfach um etwas auf der sicheren Seite zu sein.

Wie ist das bei Rechtsanwälten ? Darf man da auch nach Referenzen fragen ? (((Darf man bei Ärzten nach Referenzen fragen ?)))

Jeder Handwerker muss hart kämpfen, um einen Auftrag zu bekommen, oft bekommt er ihn dann nichtmal bezahlt, obwohl ihn keine Schuld trifft (nein, ich bin KEIN Handwerker). Wie ist das bei RAs und Ärzten ? Oder wird „das“ dann totgeschwiegen ?

Wie verhält sich die Sache, wenn man das Wörtchen „darf“ gegen „tut“ vertauscht ? Oder stellt sich diese Frage überhaupt nicht, einfach „weil man nach sowas nicht fragt“ ?

Beste Grüße
Jürgen

off topic
Hallo,

ich denke, das diese meine Anfrage bestimmt bald gelöscht
wird, aber ich lasse es einfach mal drauf ankommen :frowning:

Warum denkst du das?

Gruß
Elke

Warum denkst du das?

Gruß
Elke

Hall Elke,

darf ich hier antworten ?

Ist nicht böse gemeint, habe nur schlechte Erfahrungen in der Vergangenheit damit gehabt. Habe oft nicht verstanden, warum meine Anfrage gelöscht wurde.

Nichts für ungut.

Jürgen

Hallo Jürgen,

darf ich hier antworten ?

warum nicht?

Ist nicht böse gemeint, habe nur schlechte Erfahrungen in der
Vergangenheit damit gehabt. Habe oft nicht verstanden, warum
meine Anfrage gelöscht wurde.

Es war kein Angriff meinerseits. Aber du hast dich an
die Regeln gehalten, hast deine Frage allgemeingültig
gehalten („darf man“) und ins Rechtsbrett gehört es IMHO
ebenfalls, jedenfalls fiele mir kein bessseres ein.

Wenn du nicht verstehst, warum deine Anfragen gelöscht werden,
kannst du den entsprechenden Mod anmailen und um Aufklärung
bitten.

Gruß
Elke

Servus!

Wie ist das bei Rechtsanwälten ? Darf man da auch nach
Referenzen fragen ?

Warum sollte man das nicht dürfen?

Jeder Handwerker muss hart kämpfen, um einen Auftrag zu
bekommen, oft bekommt er ihn dann nichtmal bezahlt, obwohl ihn
keine Schuld trifft (nein, ich bin KEIN Handwerker). Wie ist
das bei RAs und Ärzten ? Oder wird „das“ dann totgeschwiegen ?

Jetzt verrate ich Dir mal ein Geheimnis: Viele Rechtsanwälte müssen hart kämpfen, um einen Auftrag zu bekommen. Oft bekommen sie ihn dann nicht mal bezahlt, obwohl sie keine Schuld trifft (ja, ich bin Anwalt). Das ist so, aber um welche Summe (und um welche Schuldner) es sich dabei handelt, darüber reden die anwälte lieber nicht, weil man sonst glauben könnte, sie wären steinreich (wenn schon das Geld, das sie nicht haben, so viel ist…).

Wie verhält sich die Sache, wenn man das Wörtchen „darf“ gegen
„tut“ vertauscht ?

Für Sprachliebhaber abscheulich.

Oder stellt sich diese Frage überhaupt
nicht, einfach „weil man nach sowas nicht fragt“ ?

Mich darf man ruhig fragen. Die paar Referenzen habe ich mir hart erarbeitet. Ich habe auch vor, diese bald auf meiner Homepage zu veröffentlichen. Wenn Du zB mal beim Münchener Kollegen Prof. Dr. Schweizer vorbeischaust, siehst Du kaum etwas anderes als Referenzen.

Nachtrag
Die Mandanten, die man als Referenz anführt, müssen allerdings - wegen der Schweigepflicht - vorher ausdrücklich zugestimmt haben.

1 „Gefällt mir“

Es war kein Angriff meinerseits. Aber du hast dich an
die Regeln gehalten, hast deine Frage allgemeingültig
gehalten („darf man“) und ins Rechtsbrett gehört es IMHO
ebenfalls, jedenfalls fiele mir kein bessseres ein.

Wenn du nicht verstehst, warum deine Anfragen gelöscht werden,
kannst du den entsprechenden Mod anmailen und um Aufklärung
bitten.

Gruß
Elke

Upss…jetzt bin ich platt. Als Angriff habe ich das übrigens nicht gewertet. Jedenfalls bin ich platt, weil ich nun doch offensichtlich doch einiges (die Regeln) nicht verstanden habe, denn ich glaube meine Anfrage sei nicht „o.k.“ aber sie ist es doch.

Hmm…

Gruß
Jürgen

Hallo faber,

bin ich jetzt ins Fettnäppfchen getreten ? Sorry, wollte keinen Stress machen. Aber du kannst dir sicher denken, was „Sache“ ist.

Ich bin wegen div. Kleinigkeiten (Summen so um die 50 Euro) die ich von meinen „Kunden“ zu bekommen habe (bin Einzelkämpfer (du weisst sicher, was das ist) also ein „armes Schweinchen/Würstchen“), immer zu meinem „örtlichen“ RA gegangen. Die Sachen gingen aber immer in die Hose. Pech gehabt sagt der Herr RA, jaaaaaa. Kann man so sagen. Vielleicht ist es ja auch wirklich so. Ich denke aber; der Herr RA hat nicht massiv genug durchgegriffen, nicht „Tacheles“ geredet. Er begündet das damit, (als ich Ihn darauf ansprach) das er als RA sich dem Gericht gegenüber „vorsichtig“ verhalten muss, weil er sonnst „unten durch“ ist. Ich sage; wen ein RA nicht den Mut hat „Tacheles“ zu reden, kann er nicht gewinnen. Vielleicht sehe ich das falsch.

Egal, total egal. Ich hak das ab, zahl den ganzen Kram (pro Sache sind fast 3 mal so viele Kosten, in einer Sache min. 2 x so Hohe Kosten) entstanden, also die Summe, um die es ursprünglich geht. Also, ich hätte pro SAche 50,- Euro zu bekommen, habe die aber nicht bekommen, muss stattdessen (und da komme ICH nicht drumrum) ca. 150,- bezahlen. Kurz; da hätte ich dem Kunden die Sachen besser schenken können…

Heute weiss ich das, noch vor einem halben Jahr war ich einfach zu blöd. Kurz; ich geh vorerst zu keinem RA mehr. Wird mir einfach zu gefährlich. Für mich ist 150,- Euro verdammt viel Geld. Zumal dieser besagte Herr RA sowieso ein schwerer Fall ist. Er wird leicht laut in seiner Kanzlei (mir gegenüber), lässt mich oft nicht ausreden. Und wenn ich auf mündliche Absprachen zurückkomme (in denen vereinbart wurde, das ich auf Kosten VOR derem entstehen informiert werden möchte), droht er mir mit Staatsanwalt, wenn ich seine Rechnungen nicht bezahle. Also, aushalten, maulhalten, stillhalten, hat mein Vater früher schon immer gesagt.

Ja, bin selber schuld. REcht haben, heisst noch nicht, auch Recht bekommen.

Referenzen; man darf wirklich fragen ??? Stellt sich letztlich die Frage, welcher Sinn sich daraus ergibt. Jedenfalls bin ich sicher, das ich von diesem Herrn RA ziemlich heftig zur Brust genommen werde, wenn ich ihn auf Referenzen ansprechen würde, bzw. seinerzeit getan hätte.

Also, nichts für ungut, und alles Gute.

Jürgen

Wie ist das bei Rechtsanwälten ? Darf man da auch nach
Referenzen fragen ? (((Darf man bei Ärzten nach Referenzen
fragen ?)))

Hallo Jürgen,

ich möchte der Diskussion mit meinem Beitrag eine kleine Wendung geben. Ob Du „kannst“, „darfst“ oder „tust“ ist fast schon ausdisskutiert. Aber die Frage bleibt, was die Referenz bei Dir bewirken soll. Welchen Wert hat sie auf Deine Auswahl, ob ein Rechtsanwalt was taugt…oder nicht (sorry an alle Anwälte, dies ist eine sehr oberflächliche Sprachauswahl und wird dem „Großteil“ des Berufstandes nicht gerecht!)

Die in manch einer Homepage angegebenen Referenzen können bereits bezeichnend für den Dienstleister oder Handwerker sein. Hier muss zwischen sachlichen oder sogenannten Imponierreferenzen unterscheiden.

Erster beziehen sich auf solche Persönlichkeiten, die etwas über die Leistungen des Dienstleisters (Rechtsanwälte)/ Handwerker aussagen können.

Letztere sind dazu bestimmt, Eindruck zu machen. Durch die Angabe hochgestellter Persönlichkeiten versucht der Dienstleister/Handwerker bewusst oder unbewusst, auf den Kunden/Interessenten eine hypnotische Wirkung auszuüben. Denn je honoriger seine Referenzen zu sein scheinen, desto mehr glaubt er, dass der potentielle Kunde vor „Ehrfurcht erstarren“.

Obwohl die Aussage von Referenzen in der Regel sehr subjektiv ist, kann es sinnvoll sein, in bestimmten Fällen eine Referenzüberprüfung vorzunehmen. Denn: Die zuverlässigste Aussage zur Eignung eines Dienstleisters/Handwerker können ohne Zweifel diejenigen machen, die den Anbieter über einen längeren Zeitraum beobachtet haben. Und das sind in der Regel seine früheren Kunden (aber Vorsicht, es gibt auch sogenannte „gegenseitige“ Gefälligkeitsreferenzen… gerne unter Geschäftsleuten (leider auch Rechtsanwälten)…hier empfiehlt es sich auf der jeweiligen Referenzhomepage vorbei zu schauen)

Das Einholen von Referenzen lohnt sich also. Allerdings ist es wichtig, dass Du folgende Punkte beachten:

1.Man sollte zuvor den Dienstleister oder Handwerker fragen , ob er damit einverstanden ist, dass man sich über ihn erkundigen.

2.Der Interessent sollte nur Referenzen über jene Dienstleister oder Handwerker einholen , die er auch tatsächlich in seine Endauswahl genommen hat.

3.Es sollten nur bei solchen Referenzen nachgefragt werden, welche nicht zu weit in der Vergangenheit liegen, damit die Auskunft nicht durch mangelndes Erinnerungsvermögen verfälscht wird.

Bevor Referenzen eingeholt werden, sollte ein konkreter Frageplan erstellt werden. Je präziser der Kunde/Interessent dabei die Fragen formuliert, desto nützlicher werden die Antworten für die Analyse ausfallen.

Ich empfehle generell die Erstellung eines Anforderungsprofils. Daraus leite ich diejenigen Merkmale zusammen, die ich mit „sehr wichtig“ oder „wichtig“ gekennzeichnet habe. Generell sollten es insgesamt nicht mehr als drei bis vier Merkmale sein.

!! Einschränkend ist noch zu sagen, dass es den als Referenzen genannten Personen aus rechtlichen Gründen häufig nicht möglich ist, nachteilige Einzelheiten mitzuteilen, die nicht auch in der Referenz selbst genannt werden konnten !!

LG
Alfons

PS: Im Interesse, z. B. eines Anwaltes, sollte auch sehr behutsam mit seiner Referenz umgegangen werden. Gerade dieser Berufsstand hat es enorm schwer, dass er geeignete Referenzen aufbauen kann…welcher Vergewaltiger, Straftätger oder Straßendieb (auch hier eine überzogene Darstellung), gibt seinem Anwalt die Erlaubnis der Referenzbenennung. In den meisten Fällen handelt es sich hierbei um sehr sensible Rechtshandlungen, die es in der Referenz zu bewerten gilt. Hier ist angezeigt, dass man als „Gentlemen“ an den Referenzgeber heran tritt.

ich möchte der Diskussion mit meinem Beitrag eine kleine
Wendung geben. Ob Du „kannst“, „darfst“ oder „tust“ ist fast
schon ausdisskutiert. Aber die Frage bleibt, was die Referenz
bei Dir bewirken soll. Welchen Wert hat sie auf Deine Auswahl,
ob ein Rechtsanwalt was taugt…oder nicht (sorry an alle
Anwälte, dies ist eine sehr oberflächliche Sprachauswahl und
wird dem „Großteil“ des Berufstandes nicht gerecht!)

Hallo Alfons,

danke für deinen sehr umfangreichen Beitrag. Ich denke, DIESE Diskussion sollte nun beendet werden, da ich nicht davon ausgehe, das hierzu noch viel neues UND wichtiges geschrieben werden kann.

Es ist so wie ich schrieb; ich habe in den letzten 5 Jahren ca. 1 bis 2 Fälle pro Jahr gehabt, und irgendwie sind alle in die „Hose“ gegangen. Ich hatte REcht, es aber nicht bekommen. Vielleicht habe ich diesen Fehler gemacht; nicht genug gelogen. Andere tun es sicher oft, und gewinnen so.

Kurz; für mich ist dein Beitrag keine Wende. Ich habe eingesehen, das es das nicht bringt, sich wegen pie mal Daumen 50,- euro zu streiten, egal wie viel oder wie wenig Geld das ist. Schon gar nicht per RA. Wie gesagt, was dabei rauskommt habe ich ja jetzt 5 mal gesehen.

Also lasse ich es, versuche alles, STreitigkeiten zu vermeiden. Seit einigen Monaten gibts bei mir sowieso nur noch Vorkasse. Damit habe ich einen gigantomanisch grossen Teil von Streitigkeiten gleich im Keim erstickt. Das ich damit auch ehrliche Kunden abschrecke, damit muss ich wohl leben. Danke an die Typen, die ncihts bessere zu tun haben, als andere zu betrügen.

Gruß
Jürgen