Tempo-30-Zone, Spielstraße und spielende Kinder
Von: , Frage gestellt am Mo, 29. Mai 2006
Hallo miteinander,
angenommen, es geht um eine kurze, aber recht breite Straße in einer Kleinststadt - insgesamt 10 Einfamilienhäuser, 5 auf jeder Seite. Und angenommen, diese Straße liegt völlig abseits in einer Tempo-30-Zone. Nur Anwohner und die Paketdienste fahren durch diese Straße durch, selbst alteingesessene Einheimische kennen dieses Sträßchen oft gar nicht.
Die Kinder, die in dieser Straße leben - im Alter von 0 bis inzwischen 16 - haben schon immer ab und zu auf der Straße gekickt. Selbst wenn einmal etwas kaputtging, wurde es ersetzt, man kennt sich ja. Und Platz ist genug da.
Angenommen, eines der Häuser wurde nun von einem Rentnerehepaar bezogen, das aus Langeweile vom ersten Tag an alle Nachbarn (auch die Kinderlosen und Großeltern, deren eigene Kinder schon aus dem Haus sind) mit allerlei wunderlichen Dingen schikaniert. Und diese Menschen stören sich auch besonders an den Kindern in dieser Straße, wobei die tägliche "Lärmbelastung" garantiert unter 2 Stunden pro Tag ist, wenn überhaupt - diejenigen Kinder, die auf der Straße spielen, gehen ja mindestens in den Kindergarten, außerdem haben sie ja auch eigene, der Straße abgewandet Gärten, sind also nur selten auf der Straße.
Und angenommen, es kam bereits zu zwei Polizeieinsätzen, weil wohl rein rechtlich (Ball-)Spielen auf der Fahrbahn in 30-er-Zonen nicht erlaubt ist. Die Polizeibeamten waren beide Male sehr peinlich berührt und versuchten alles, die alten Leute ein bißchen zu besänftigen, die Leutchen aber kündigen an, immer SOFORT die Polizei zu rufen, wenn Kinder auf der Fahrbahn sind - so geschehen auch beim letzten Einsatz, es handelte sich um FÜNF Minuten (nicht geschätzt, sondern auf der Uhr verfolgt, denn dann gab es Essen, vorher waren die Kinder im Garten).
Wie sieht das rechtlich aus ? Dürfen Kinder - und beispielsweise Federball spielende Erwachsene oder so - die Fahrbahn tatsächlich nicht betreten ?
Wie würde so etwas weitergehen, wenn tatsächlich täglich die Polizei ausrücken müßte, weil die Eltern der Kinder sich nicht an eine eventuelles Verbot halten ?
Wie könnten die Anwohner dieser fiktiven Straße (denn sowas gibt es doch gar nicht in echt !) eine Spielstraße beantragen ? Angenommen, auch die Kinderlosen haben angekündigt, dies zu unterstützen, weil die Kinder wirklich keine Dauerrandale machen. Die einzigen Gegner einer solchen Maßnahme wären halt die merkwürdigen Streitrentner...
Hat noch jemand eine Idee ? Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass so viele Leute alle klein beigeben müssen ??? Vergeßt Sachen wie Entschuldigen, Einladungen, Geschenke zur Bestechung usw., diese fiktiven Menschen sind in der ganzen Umgebung bekannt (weil schon oft umgezogen - hatten angeblich immer böse Nachbarn *neindaskannesgarnichtechtgeben*) :-(
Danke und hoffnungsvolle Grüße,
Inselchen
