Tempo-30-Zone, Spielstraße und spielende Kinder

Hallo miteinander,

angenommen, es geht um eine kurze, aber recht breite Straße in einer Kleinststadt - insgesamt 10 Einfamilienhäuser, 5 auf jeder Seite. Und angenommen, diese Straße liegt völlig abseits in einer Tempo-30-Zone. Nur Anwohner und die Paketdienste fahren durch diese Straße durch, selbst alteingesessene Einheimische kennen dieses Sträßchen oft gar nicht.

Die Kinder, die in dieser Straße leben - im Alter von 0 bis inzwischen 16 - haben schon immer ab und zu auf der Straße gekickt. Selbst wenn einmal etwas kaputtging, wurde es ersetzt, man kennt sich ja. Und Platz ist genug da.

Angenommen, eines der Häuser wurde nun von einem Rentnerehepaar bezogen, das aus Langeweile vom ersten Tag an alle Nachbarn (auch die Kinderlosen und Großeltern, deren eigene Kinder schon aus dem Haus sind) mit allerlei wunderlichen Dingen schikaniert. Und diese Menschen stören sich auch besonders an den Kindern in dieser Straße, wobei die tägliche „Lärmbelastung“ garantiert unter 2 Stunden pro Tag ist, wenn überhaupt - diejenigen Kinder, die auf der Straße spielen, gehen ja mindestens in den Kindergarten, außerdem haben sie ja auch eigene, der Straße abgewandet Gärten, sind also nur selten auf der Straße.

Und angenommen, es kam bereits zu zwei Polizeieinsätzen, weil wohl rein rechtlich (Ball-)Spielen auf der Fahrbahn in 30-er-Zonen nicht erlaubt ist. Die Polizeibeamten waren beide Male sehr peinlich berührt und versuchten alles, die alten Leute ein bißchen zu besänftigen, die Leutchen aber kündigen an, immer SOFORT die Polizei zu rufen, wenn Kinder auf der Fahrbahn sind - so geschehen auch beim letzten Einsatz, es handelte sich um FÜNF Minuten (nicht geschätzt, sondern auf der Uhr verfolgt, denn dann gab es Essen, vorher waren die Kinder im Garten).

Wie sieht das rechtlich aus ? Dürfen Kinder - und beispielsweise Federball spielende Erwachsene oder so - die Fahrbahn tatsächlich nicht betreten ?

Wie würde so etwas weitergehen, wenn tatsächlich täglich die Polizei ausrücken müßte, weil die Eltern der Kinder sich nicht an eine eventuelles Verbot halten ?

Wie könnten die Anwohner dieser fiktiven Straße (denn sowas gibt es doch gar nicht in echt !) eine Spielstraße beantragen ? Angenommen, auch die Kinderlosen haben angekündigt, dies zu unterstützen, weil die Kinder wirklich keine Dauerrandale machen. Die einzigen Gegner einer solchen Maßnahme wären halt die merkwürdigen Streitrentner…

Hat noch jemand eine Idee ? Ich kann mir gar nicht vorstellen, dass so viele Leute alle klein beigeben müssen ??? Vergeßt Sachen wie Entschuldigen, Einladungen, Geschenke zur Bestechung usw., diese fiktiven Menschen sind in der ganzen Umgebung bekannt (weil schon oft umgezogen - hatten angeblich immer böse Nachbarn *neindaskannesgarnichtechtgeben*) :frowning:

Danke und hoffnungsvolle Grüße,
Inselchen

Eine ganz persönliche Meinung
Hallo,

eine ähnliche Sitation gibt es bei meinen Schwiegereltern in spe.

Auch dort toben die Kinder auf der Strasse in der Zone 30 die wirklich abseits liegt.
Meines Erachtens ist das kein geeigneter Spielplatz, auf dem die Kids dort herumtoben… mal unter aufsicht mal ohne, denn wenn jemand der es nicht weiss in die Strasse eben mit 30 anstatt mit Schrittgeschwindigkeit einfährt, so kann es für die kinder lebensgefährlich werden.

Ich habe daher - als ich das letzte mal wieder durch spielende Kinder in der Stand gezwungen wurde - den dumm herumstehenden Eltern erklärt, dass das so viel zu gefährlich ist und dass sie doch bitte dafür sorgen sollen, dass das Teil zur Spielstrasse umgewidmet wird.
Das Interesse und die Einsicht waren gleich Null.

So gesehen erst mal Respekt, dass Ihr den Gedanken dazu schon angedacht habt.
Ich empfehle sich an die Gemeindeverwaltung zu wenden und das ganze zu beantragen.

Gruss Ivo

Hallo,

wohnt das Rentnerehepaar als Mieter oder als Eigentümer in dem Haus?

Viele Grüße
Sophia

Gegenfrage: Welche rechtliche Bewandnis hat das?

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In Anlehnung an neulich: Ich weiß es, ich weiß es!

Gruß,
Christian

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Hi Inselchen,
seht zu, dass die Gemeinde die Straße zur Spielstraße umwidmet.
Pradeck

Hallo Ivo,

ja man Kinder aussperren/verbieten wo sie den Straßenverkehr stören.
Dein Vorschlag die Straße umzuwidmen ist ja schon konstruktiv.

Es werden sich aber irgendwelche Juristen finden, die das unterlaufen.

Auf meinen Spaziergängen mit meinem Hund bin ich häufig an einer Schule vorbei gekommen, es war mal ein Ampel und ein 30Km Schild installiert.

Dies ist nicht nach dem Gesetz nicht möglich, warum?

Entweder 30km-Zone oder Ampel, ist doch Blödsinn!

Ich fahre gerne Auto, bin aber für Geschwindigkeitsbegrenzungen in der Stadt, 30km/h, nur auf breiteren Strassen bis 70 km/h, Landstrasse 80 Km/h und Autobahn 110 km/h.

Gruß Volker, der grad sein Wasserauto wieder auftankt!

Hallo ihr beiden,

jetzt traue ich mich nicht mehr, was dazu zu schreiben.
Bin echt verunsichert.
Was meint ihr denn mit Euren Kommentaren?

Ich bin keine Rechtsexpertin, aber vielleicht könnte man in diesem Fall auch was mit-ohne Rechtshintergrund sagen? Oder passt das hier nicht ins Brett? Werde ich dann gesteinigt/ausgeschlossen/gesperrt?
Oder sollte ich lieber per Mail mit dem Frager Kontakt aufnehmen?
Bin echt richtig verunsichert…

Viele Grüße
Sophia

Was meint ihr denn mit Euren Kommentaren?

Ich kann nur für mich sprechen: Die Frage, ob die Personen Mieter oder Eigentümer sind, spielt bei der Beurteilung keine Rolle.

Gruß,
Christian

Gut, dann halte ich mich raus und ziehe die Frage zurück.

Viele Grüße
Sophia

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Hallo,
die alten Leutchen haben ja wohl ein Problem. Ich habe an der belgischen Küste ein ferienhaus am Ende einer Sackgasse, alle Kinder in der Strasse spielen, spielten auf der Strasse, sogar Tennis einschliesslich netz, da krähte kein hahn danach, sogar etlich altere Herrschaften, die in der Strasse wohnten oder da auch ein Ferienhaus haben.
Öffentliche Strasse, Verkehr am 15. Juli oder am 15. Dezember ist gleich, nämlich sehr wenig.
Gruss
Rainer

ja man Kinder aussperren/verbieten wo sie den Straßenverkehr
stören.

Ein blöder Kommentar.
Denn spätestens wenn´s mal mit Tempo 30 kracht, ist das Geschrei gross.

Daher sollten eben Lösungen her, die das Kind besser schützen.

Gruss Ivo

Erstmal Hallo, Hi, oder Guten Tag oder was auch immer,

Ein blöder Kommentar.

Du kannst gerne meine Meinung kritisieren, aber als „blöd“ zu bezeichnen, finde ich nicht so recht passend, insbesondere da do MOD bist,

Daher sollten eben Lösungen her, die das Kind besser schützen.

Einverstanden.

Gruß Volker

Gut, dann halte ich mich raus und ziehe die Frage zurück.

Mich hat es nur aufrichtig interessiert, welche Bedeutung du der Frage zumisst.

Levay

Es werden sich aber irgendwelche Juristen finden, die das
unterlaufen.

Hä? Willst du hier eine ernsthafte Diskussion oder willst du polemisieren? Was haben denn Juristen damit zu tun? Es ist einzig und allein die Entscheidung der Kommune, ob sie die Straße „umwidmet“.

Levay

Guten Morgen,

Ein blöder Kommentar.

Du kannst gerne meine Meinung kritisieren, aber als „blöd“ zu
bezeichnen, finde ich nicht so recht passend, insbesondere da
do MOD bist,

ich fand in aber blöd. Warum soll ich da das ganze sanft umschreiben? Undurchdacht? Unüberlegt? Ungeschickt? Ich fand in dem moment nicht dass es das genau trifft. Blöd fand ich von der Wortwahl her passend.
Nebenbei: Ich bin in diesem Brett User wie jeder andere.

Daher sollten eben Lösungen her, die das Kind besser schützen.

Einverstanden.

Gut. War auch nicht böse gemeint.

Gruss Ivo

Hallo,
wir wohnen in einer solchen Strasse - dort steht am Anfang und am
Ende ein blaues Schild, das diese Strasse entsprechend markiert.
es ist so, dass dort nur Tempo 30 gefahren werden darf und dass die
Autofahrer generell mit spielenden Kindern rechnen müssen, d.h.
hier ist das Spielen ausdrücklich erlaubt - sonst wäre die Strasse
ja auch nicht gekennzeichnet - verkehrstechnisch können sich da
„Rentner-Ehepaare“ nicht aufregen, höchstens wegen des Lärms, aber das
wäre ja dann auch ein anderes Thema.
Gruss
Czauderna

Hallo!

Vielleicht hat diese Frage einfach die Bedeutung, daß Mieter häufiger/eher den Wohnraum wechseln, als Eigentümer? Und man, da dieses Paar bereits mehrfach umgezogen ist, die Sache vielleicht versuchen könnte „auszusitzen“?

Nur so, rechtlich irrelevant, aber möglich :smile:)

Liebe Grüße

Uschi

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Ohne es geprüft zu haben (ich weiß nicht genau, wie es abläuft, wenn eine Straße zu Spielstraße gemacht werden soll): Sollte die Gemeinde z.B. die Anlieger zur „Umwandlung“ anhören bzw. sollten irgendwelche Einspruchsrechte bestehen, würde sich die Gemeinde wohl an die jeweiligen Eigentümer der an der Straße liegenden Immobilien wenden, weniger an die Mieter. Das würde dann bedeuten, daß das böse Rentnerehepaar, so sie denn „nur“ Mieter wären, gar nicht gefragt würde bzw. gar nichts tun könnte. Hab´s - wie gesagt - nicht geprüft, wäre aber eine Möglichkeit für eine rechtliche Bewandnis der Frage von Sophia.

Ciao, Wotan

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Hallo,
was für ein „blaues Schild“?
Wenn es das Zeichen 325 (Verkehrsberuhigter Bereich ) ist, dann ist 30 zu schnell, dann ist namlich Schritttempo angesagt (4-7 Km/h)

Gruß
HaWeThie