Auftraggeber will nicht zahlen

Folgendes: Ich habe freiberuflich in einem Call-Center
gearbeitet. Der Auftraggeber weigert sich nun ohne Begründung,
mir meine letzte Rechnung in Höhe von knapp 700.- zu bezahlen.
Leider habe ich keinerlei Unterlagen, die bestätigen, daß ich
die in Rechnung gestellte Leistung erbracht habe. Was kann ich
tun, um trotzdem an mein Geld zu kommen?

Gruesse
M.

Es wird dich doch irgendjemand gesehen haben bei der Arbeit? Dann hast du einen Zeugen und die Sache ist schon einfacher.

Sei ein bißchen lästig und frag deinen Auftraggeber mehrmals danach, warum er nicht zahlt.

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Hi Tom,

meinst du nicht es sähe ein bißchen unprofessionell aus, wenn man den Auftraggeber ständig fragt: „Sagense mal, warum bezahlen Sie ihre Rechnung denn nicht?“

Ich würde ganz dreist den offizellen Weg beschreiten. Mahnung schicken, Mahnverfahren einleiten etc. Und dann wolln wir doch mal sehen. Allerdings würde ich empfehlen, die Angelegenheit möglicherweise irgendwann einem (fähigen!) Rechtsanwalt zu übergeben. Vorausgesetzt natürlich, du hättest eine reelle Chance an dein Geld zu kommen. Beratung setzt das natürlich voraus. Ansonsten zieht oft schon das Mahnverfahren.

Gruß

Dagmar

So war das nicht gemeint
Natürlich hast du recht. Ich meinte nur, dass man zuerst einen außergerichtlichen Weg finden soll. Das heißt ja nicht, dass man sich gerichtliche Schritte nicht vorbehält. Ich habe jedenfalls auch deshalb nicht gleich zu gerichtl. Schritten geraten, da ich die Beweislage ja nicht kenne und ohne Beweise muss man sich oft mit psychologischer Kriegsführung begnügen.

Hallo Tom,

den außergerichtlichen Weg hat er ja anscheinend oft genug schon beschritten. Mehr als die Frage, warum er denn nicht zahlt, bleibt da ja nicht.

Das Mahnverfahren kann jeder einleiten. Ob du Beweise hast oder nicht, spielt schon fast keine Rolle. Erst, wenn du tatsächlich vor Gericht ziehst, werden die interessant. Oder musstest du schonmal irgendwelche Unterlagen beifügen? Ich jedenfalls nicht. Das Formular füllt man selbst aus, rennt zum Amtsgericht um es abzugeben und das war’s auch schon. Ich selbst hatte sogar schon mehrmals einen Gerichtsvollzieher in der Bude stehen (immer wegen der gleichen Sache) obwohl überhaupt keine Forderung gegen mich bestand. Wo waren denn die Beweise?

Im übrigen bin ich nicht der Meinung, dass man wegen jeder Kleinigkeit Gerichte bemühen sollte. Aber wenn jemand meine Leistungen in Anspruch nimmt und sich dann einfach weigert diese auch zu bezahlen, werde ich zum Tier. Nur was bleibt dir denn groß wenn du nichts in der Hand hast, als auch mit allen Tricks zu kämpfen. Die Chancen für Malte stehen eh schlecht, wenn man es genau betrachtet.

Gruß

Dagmar

Für das Mahnverfahren brauchst du keine Beweise - das ist richtig.
Nur, wenn du mich im Mahnverfahren klagst und keine Beweise hast, erhebe ich einen Einspruch und lasse es zum Prozess kommen. Deine Klage würde dann abgewiesen. Ein Risiko ist daher auch bei der Mahnklage gegeben, wenngleich auf Grund eines Mahnverfahrens ergangene Zahlungsbefehle zum großen Teil tatsächlich nicht beeinsprucht werden

Da haste wohl recht.

Dagmar