Re^3: Strafanzeige und Entschädigung
...auch wenn sich die Republik Österreich nicht als
Rechtsnachfolger der Monarchie sieht, könnte ein solcher
Ausdruck in Österreich beleidigend wirken. Nur mal so als
Hinweis.
Meine Ausdrucksweise ist die Konsequenz aus der Erkenntnis, dass viele Österreicher ihrer deutsche Vergangenheit leugnen. Erst stellen die Habsburger etliche (römisch-)deutsche Kaiser, dann führen sie mit Preußen den "deutschen Bruderkrieg", dann beanspruchen sie die Führung im Deutschen Bund, und kaum, dass der Zweite Weltkrieg vorbei ist, tut man lieber so, als habe man gar nichts Deutsches an sich; frei von aller Schuld, nur ein Opfer Nazi-Deutschlands (so z.B. Herr Schüssel), eigentlich aber ein eigener Staat und zwar schon immer gewesen.
Und nun kommt der eigentliche Aspekt: Wenn jemand sagt, es sei beleidigend, als "deutsch" bezeichnet zu werden (was ich natürlich nicht im wörtlichen Sinn meine, weil ich natürlich nicht der Meinung bin, Österreich würde heute noch zu Deutschland gehören), dann muss ich DAS als Beleidigung auffassen. Ich bin auch nicht beleidigt, sondern allenfalls verwundert, wenn mich jemand Franzose nennt.
Die "Beleidigung" ist gar keine, und wenn sich jemand beleidigt fühlt, muss ich mich automatisch beleidigt fühlen. Aber jedenfalls habe ich was gegen Geschichtsfälscherei, und wenn ich nicht öfter mitbekommen hätte, wie viele Österreicher damit umgehen, würde ich so was überhaupt nicht sagen, schreiben, tun.
Levay