Hallo,
folgender konstruierter Fall:
Es gibt in Deutschland eine Fitness-Studio-Kette bei der man bei Vertragsabschluss eine sog. „All-inclusiv“-Karte buchen kann. Mit dieser Karte kann man u.a. dann in jedem der deutschen Studios Sport treiben.
In der Stadt in der Person A einen Vertrag abschliesst und diese AI-Karte bucht gibt es ebenfalls eine Filiale der Kette. Wohlgemerkt, der Hauptsitz der Kette ist nicht in dieser Stadt. Der Vertrag trägt aber nur die Adresse des Hauptsitzes und keinen Vermerk über die Filiale in der der Vertrag abgeschlossen wird. Jede Korrespondenz wird ebenfalls über die Zentrale geführt.
Nach einiger Zeit macht eine weitere Filiale in dieser Stadt auf, die wesentlich günstiger zum Wohnort von Person A liegt und sofort wechselt Person A in diese Filiale II und sportelt dort mehrere Jahre vor sich hin.
Die Kette wird jetzt an einen anderen Besitzer verkauft, der aber nicht alle Filialen in Deutschland übernimmt. So auch in der Stadt von Person A wo nur die Filiale II weiter bei der „neuen“ Kette bleibt. Filiale I (wo ja der ursprüngliche Vertrag geschlossen wurde) wird an eine andere Sport GmbH verkauft.
Diese Sport GmbH schickt Mitte August an Person A eine Werbekarte aus der - recht mühevoll - zu ersehen ist, das irgendetwas passiert ist. Dort wird von Umbau und neuen Sportmöglichkeiten etc. gesprochen (nicht von einem Verkauf der Kette) und als letzten Satz kann man dort lesen: Dein Beitrag wird ab 01.08. (!) von der Sport GmbH abgebucht.
Person A ist erst etwas verwirrt, aber mehrere Anrufe ergeben den obigen Sachverhalt und dazu erhält Person A noch die Information, dass die Daten der Kunden die in Filiale I einen Vertrag abgeschlossen haben dort verblieben sind und also jetzt nur noch der Sport GmbH vorliegen. Die Kette hat Filiale II übernommen und firmiert weiter unter altem Namen mit neuer Adresse.
Person A liest sich seinen Vertrag noch einmal durch und behauptet jetzt:
Der Vertrag mit der Kette enthält keinen Rechtsübergang auf einen evtl. Käufer und schon gar keinen Übertrag von Filiale I auf einen Käufer. Mit dem Verkauf der Filiale I und dem ausscheiden aus dem Verbund der neu entstandenen Kette ist damit nicht automatisch ein Vertragsverhältnis zu der Sport GmbH entstanden.
Des weiteren hat Person A der Sport GmbH keine Einzugsermächtigung auf sein Konto gegeben. Die Sport GmbH ist daher nicht berechtigt Beiträge von seinem Konto zu buchen.
Die Sport GmbH teilt Person A mit, das er in Filiale II bis zum Auslaufen des Ursprungsvertrages weiter sporteln könne, die Beiträge aber ab sofort an die Sport GmbH gingen.
Person A fragt sich daraufhin, ob er durch ein- oder mehrfaches Zahlen des Beitrages an Sport GmbH ein Rechtsverhältnis zu dieser Firma eingeht und dann - mit Auslaufen des alten Vertrages (nehmen wir mal den 31.12. an) - nicht ohne entsprechende Mühe aus diesem Rechtsverhältnis ausscheiden kann.
Wie sehen die Experten das?
Gruß
Nita
