Schlamperei mit Datenschutz - Dokumente per Fax?

Von: , Frage gestellt am Di, 19. Sep 2000

Hallo Experten!
Ich finde den Umgang des Jugendamtes mit Dokumenten
etwas merkwürdig und habe daher eine Frage zum Thema
Datenschutz.
Ist das Amt berechtigt, auf Grund einer
telefonischen Nachfrage des Vaters
(er kann sich per Telefon wohl kaum als Berechtigter
ausgewiesen haben!) Dokumente, die die Mutter
dort eingereicht hat (Geburtsurkunde, Vaterschaftsanerkennung)
per Fax zu verschicken ?
Ich persönlich halte das für eine Schlamperei wenn
nicht sogar eine Rechtswidrigkeit oder ein Verstoß
gegen das Datenschutzgesetz. Wenn es so ist,
wie kann man denen auf die Finger klopfen ?

Viele Grüsse
Frank

2 Antworten zu dieser Frage

  1. Antwort von nach 2 Stunden hilfreich
    Die armen Ämter...

    Hallo Frank,

    sicherlich hast Du recht, so ganz (datenschutztechnisch) korrekt klingt das in meinen (Laien-) Ohren auch nicht, aber mal so als Denkansatz:

    Irgendwie finde ich es von dem Amt auch recht mutig und "Kunden-"freundlich, so etwas schnell und unbürokratisch per Fax zu regeln.

    Ich höre schon die Leute mosern, dass sie extra für ein blödes unwichtges Papier extra auf's Amt rennen mussten und sich auch noch ausweisen und eine Quittung unterschreiben mussten....

    Ist halt ein zweischneidiges Schwert....

    Das alles ändert natürlich Nichts an der Rechtslage, über die ich als Laie aber Nichts zu sagen vermag. Wobei es natürlich auch weitreichender gehen, kann, wenn zu dem Fax noch andere Personen Zugang haben, o.ä. (Teufel an die Wand pinsel)


    Ist denn was passiert ? (Sprich ist der Empfänger der Vater und berechtigt die Papiere zu empfangen ?)

    Arne

    *Der auch schon mal sauer auf einen Beamten war, der es mit dem Datenschutz nicht so genau genommen hat*

    • Antwort von nach 17 Stunden hilfreich
      Re: Die armen Ämter...

      Hallo Arne,
      sicher hast Du recht, das ist ein zweischneidiges Schwert.
      Das merkt man spätestens dann, wenn man selbst mal so ein
      Dokument braucht.
      Aber wenn das Amt selbst Dokumente weitergibt,
      die den Vater gar nichts angehen, dann hört der Spaß auf.
      Noch ist nichts passiert, aber Papier ist ja bekanntlich
      geduldig und in zerrütteten Ex-Partnerschaften mit
      großen Spannungen, was wohl so selten nicht ist,
      kann das Wissen um jedes Detail zur Waffe werden.
      Das ist ein heikles Thema. Dessen sollten sich die
      Ämter bewußt sein.

      Viele Grüsse
      Frank

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