Gmbh grundkapital

muss eine gmbh grundsaetzlich mit 50000dm grundkapital gegruendet werden, oder gibt es andere moeglichkeiten?

Es gibt auch die Möglichkeit, einen Teil davon als Sachgüter (z.B. benötigte Fahrzeuge, Maschinen usw.) einzubringen.

Grüsse

Sven

Richtig, aber…
Hi Sven,

Es gibt auch die Möglichkeit, einen Teil davon als Sachgüter
(z.B. benötigte Fahrzeuge, Maschinen usw.) einzubringen.

Natürlich gibt es auch diese Möglichkeit. Allerdings muß die Sacheinlage (ob nun Maschine oder Auto) und der Betrag der Stammeinlage, auf die sich Auto oder Maschine bezieht im Gesellschaftsvertrag erfaßt werden. Außerdem wird häufig und gerne der Sachgründungsbericht vergessen, der die Angemessenheit der Sacheinlage im Vergleich zum Stammkapital dokumentieren soll. Schließlich kann man der Gesellschaft nicht eine schrottreife Karre zum stolzen Neuwagenpreis als „Kapital“ verkaufen, oder?

So long

Tessa

Hallo Tessa,

da liegst Du absolut richtig, da aber die Frage kurz und knapp gestellt war, ist die Antwort auch nicht länger ausgefallen…

Ausserdem ist es sowieso grob fahrlässig, eine GmbH zu gründen, ohne sich beraten zu lassen…

Grüsse

Sven

Hallo Sven,

Ausserdem ist es sowieso grob fahrlässig, eine GmbH zu
gründen, ohne sich beraten zu lassen…

bleibt noch zu ergänzen, daß eine Existenzgründung in den weitaus meisten Fällen als Einzelunternehmen oder GbR angesagt ist. Die Umwandlung in eine andere Rechtsform kann man immer noch vollziehen, wenn man genau weiß, auf was man sich eingelassen hat, wenn ausreichend Gewinn erzielt wird, wenn man den höheren Aufwand für Verwaltung und Jahresabschluß sowie die höhere Steuerlast verträgt und wenn tatsächlich unüberschaubare Risiken auftauchen könnten, vor denen eine Kapitalgesellschaft einen (stets nur begrenzten) Schutz bietet.

Gruß
Wolfgang

Hallo Wolfgang

bleibt noch zu ergänzen, daß eine Existenzgründung in den
weitaus meisten Fällen als Einzelunternehmen oder GbR angesagt
ist.

was den Vorteil hat, dass man als Geschäftsführer im Falle einer Pleite nicht automatisch wegen verschlepptem Konkurs mit einem Bein im Knast steht.

Grüsse

Sven

Hallo Sven,

bleibt noch zu ergänzen, daß eine Existenzgründung in den
weitaus meisten Fällen als Einzelunternehmen oder GbR angesagt
ist.

was den Vorteil hat, dass man als Geschäftsführer im Falle
einer Pleite nicht automatisch wegen verschlepptem Konkurs mit
einem Bein im Knast steht.

Dafür hat die Sache einen anderen riesigen Haken, den viele unterschätzen und/oder übersehen!!!

Während in einer GmbH nur das Stammkapital haftet (außer natürlich bei Lohnsteuer und den Arbeitnehmeranteilen an der Sozialversicherung, da gibt es für den Geschäftsführer keine Gnade und die Strafen sind ganz schön happig), haftet JEDER EINZELNE der GbR-Gesellschafter mit seinem GESAMTEN PRIVATEN VERMÖGEN für die Verbindlichkeiten der Gesellschaft.

Deswegen ist eine GbR - so bequem und reizvoll sie im Hinblick auf das nicht erforderliche Stammkapital sein mag - durchaus mit Vorsicht zu genießen.

Viele Grüße

Tessa

Hallo Tessa,

generell glaube ich, dass sich die Leute viel zu wenig Gedanken machen, mit wem sie sich auf eine „Firmen-Ehe“ einlassen. Aber selbst bei guter Planung, kann es zum Auseinanderbrechen der Firma kommen.

GbRs und OHGs sind da natürlich die reinsten Selbstmörder-Gesellschaften ! Wenn jemand eine Existenz gründet, bei der viel Geld und Haftung im Spiel ist, würde ich natürlich eine GmbH gründen.

Bei einer Frittenbude oder ähnlichem wäre es allerdings etwas übertrieben…

Grüsse

Sven